Herausforderer Nummer eins: Ohio State

QB Justin Fields (Ohio State Buckeyes)Die wichtigste Erkenntnis, die man aus dem ersten Spieltag im Oktober ziehen konnte, ist die, dass Ohio State wahrscheinlich das Team ist, das am ehesten in der Lage ist, die beiden besten Teams der letzten Jahre, Alabama und Clemson, an einem weiteren Titelgewinn zu hindern. Die Buckeyes spielten am Samstag zum ersten Mal in dieser Saison gegen einen anspruchvolleren Gegner, Michigan State, entledigten sich aber auch dieser Aufgabe souverän. Beim 34:10-Erfolg glänzte zwar ihr neuer Quarterback-Star Justin Fields nicht so wie in den bisherigen Spielen (nur 206 Pass-Yards), aber das musste er auch gar nicht, angesichts eines Laufspiels, das 323 Yards produzierte. Im Moment ist der qualitative Abstand der Buckeyes zu den drei Top-Teams Alabama, Clemson und Georgia offensichtlich deutlich kleiner als der Vorsprung auf die drei stärksten Gegner in der East Division der Big Ten Conference, Michigan, Michigan State und Penn State. Angesichts der Probleme in der Offensive bei Michigan und Michigan State ist Penn State im Moment wohl der potenziell gefährlichste Gegner der Buckeyes, aber erst die nächsten drei Spieltage, an denen Penn State bei Iowa, gegen Michigan und bei Michigan State spielt, werden zeigen, wie gut der Angriff der Nittany Lions wirklich ist. Im direkten Duell der Beiden am 23. November hat Ohio State übrigens Heimrecht.

Bliebe noch die Konkurrenz aus der West Division. Hier hat Wisconsin nach der vermurksten Saison 2018 offenbar wieder zu gewohnter Stärke zurückgefunden und ist im Moment der klare Favorit auf Platz eins. Allerdings haben die Badgers nach wie vor das Problem, auf der Quarterback-Position nicht gut genug für höhere Ziele besetzt zu sein. Dass sie nur mit den Läufen von RB Jonathan Taylor in der Lage sein könnten, Ohio State entweder im Regular-Season-Duell der Beiden am 26. Oktober in Columbus oder in einem möglichen Big-Ten-Finale zu schlagen, darf man stark bezweifeln. Anders gesagt, Ohio State ist das Team, bei dem die Wahrscheinlichkeit, ungeschlagen durch die Regular Season zu kommen, am höchsten ist - abgesehen vom letztjährigen National Champion Clemson, der trotz des Beinahe-Ausrutschers bei North Carolina am vorletzten Spieltag die klare Nummer eins in der ACC und eine "Bank" für das Erreichen der Playoffs bleibt.

"Kannibalismus" in der SEC

Ganz anders ist die Situation für die Playoff-Kandidaten aus der SEC. Die SEC war mit fünf Teams unter den ersten Zehn der AP Top 25 in diesen Spieltag gegangen (Alabama, Georgia, LSU, Auburn und Florida) und diese Fünf werden sich in den kommenden Wochen gegenseitig das Leben schwer machen. Den Auftakt dieses Ausleseprozesses machte am Samstag das Spiel Florida gegen Auburn, das Florida mit 24:13. Am kommenden Samstag hat Florida gleich das nächste dieser SEC-Top-Spiele vor sich, bei LSU, und in dem muss sich zeigen, ob Floridas starke Abwehr nicht nur einen hochtalentierten aber unerfahrenen Quarterback wie Auburns Bo Nix aus dem Rhythmus bringen sondern auch gegen einen erfahrenen Mann wie LSUs Joe Burrow, der bislang eine ganz starke Saison spielt, bestehen kann. Die Gators spielen später noch gegen Georgia, das seinerseits Ende November bei Auburn spielt. Auburn trifft darüber hinaus noch auf LSU (auswärts) und Alabama, die ihrerseits noch gegeneinander spielen (Anfang November in Tuscaloosa). Und als Sahnehäubchen gibt es dann am ersten Dezember-Wochenende noch das SEC Championship Game, in dem sich wahrscheinlich noch einmal zwei Teams aus diesem Quintett gegenüberstehen werden. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass keines dieser Teams ohne Niederlage durch dieses Programm kommt, zumal mit Ausnahme von Florida alle auch noch gegen Texas A & M spielen müssen, das mit bereits zwei Niederlagen selbst zwar keine Chancen mehr auf das Erreichen der Playoffs haben dürfte, aber gut genug ist, um für die eine oder andere Überraschung zu sorgen. Und so wird am Ende wohl doch nur ein SEC-Team die Playoffs erreichen.

Big Twelve oder Pac-12?

Ob die SEC vielleicht doch, wie 2017, mit zwei Teams in den Playoffs vertreten sein wird, häng auch davon ab, was in den übrigen beiden Power Five Conferences passiert. In der Big Twelve läuft alles, wie erwartet, auf das Duell Oklahoma gegen Texas hinaus. Die Beiden bestreiten am Samstag ihr Traditionsduell um die Vorherrschaft im Südwesten aus. Texas ist dabei deutlich stärker unter Druck, weil es bereits eine Niederlage (gegen LSU) auf dem Konto hat. Verlieren die Longhorns, sind sie mit zwei Niederlagen frühzeitig raus aus dem Playoff-Rennen, wenn man bedenkt, dass es bislang noch kein Team mit mehr als einer Niederlage in die Playoffs geschafft hat. Oklahoma könnte sich, wie schon im letzten Jahr, eine Niederlage in diesem Spiel leisten, wenn es, wie damals, die einzige Niederlage bleibt. 2018 hatte es im Big Twelve Championship Game eine Neuauflage dieses Duells gegeben und die hatte Oklahoma dann für sich entschieden. Dass Oklahoma und Texas erneut das Conference-Finale bestreiten werden, gilt den meisten Experten als ausgemacht. Der Rest der Conference ist, zumindest bislang, zu unbeständig, um sich vorzustellen, gegen wen Oklahoma und Texas verlieren könnten. Der Geheimtipp in diesem Punkt ist Baylor das gegen Beide auf eigenem Platz spielt. Unglücklich für die Bears ist allerdings, dass diese Spiele an aufeinander fogenden Spieltagen (16. und 23. November) stattfinden. Dass Baylor schon genug Substanz hat, um zwei solcher Spiele innerhalb von acht Tagen gewinnen zu können, ist im Moment noch schwer vorstellbar. Möglich ist aber, dass die Bears mit einem Sieg gegen einen der Beiden mit über die Playoff-Chancen der Big Twelve entscheiden.

Die Pac-12 hinkt den anderen Power Fie Conferences in Sachen Playoffs im Moment etwas hinterher. Das potenziell stärkste Team, Oregon, zeigt nicht das, was es eigentlich kann - vielleicht eine Spätfolge der unnötigen Auftakt-Niederlage gegen Auburn. Die Ducks gewinnen zwar, aber man hat beim Betrachten ihrer Spieler immer das Gefühl, dass das Spiel leicht kippen könnte. Angesichts dessen sind vor allem die noch bevorstehenden Spiele bei Washington, USC und Arizona State gefährlich. Das vermeintlich zweitbeste Team der Conference, Washington, hat am Samstag bei Stanford bereits seine zweite Niederlage kassiert und ist damit für die Playoffs kein Faktor mehr, und bei den drei mit einer Niederlage belasteten Teams aus der South Division - Utah, Arizona und Arizona State - ist es wahrscheinlicher, dass die sich untereinander noch Niederlagen beibringen als das einer von ihnen kein Spiel mehr verliert. Die Playoff-Hoffnungen der Pac-12 ruhen also darauf, dass Oregon ohne eine weitere Niederlage Conference Champion wird und dabei in den kommenden Wochen auch endlich mal so spielt, wie man es von der Mannschaft angesichts ihres Pozenzials erwarten darf.

Hoch - 08.10.2019

QB Justin Fields (Ohio State Buckeyes)

QB Justin Fields (Ohio State Buckeyes) (© Getty Images)

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