Ravensburg trumpft in Kirchdorf auf

Nach einer 28:40-Niederlage gegen die Ravensburg Razorbacks im Hinspiel der Relegation müssen die Kirchdorf Wildcats fürchten, nach zwei Jahren wieder aus der GFL abzusteigen. Am 6. Oktober müsste man bei den Schwaben im Rückspiel nun die Sensation eines Auswärtserfolgs mit mindestens 13 Punkten schaffen. In einem aus Kirchdorfer Sicht völlig verkorksten Spiel wurden die TSV-Footballer den Gästen nur ganz zu Beginn etwas gefährlich. Die Kirchdorfer Defense stoppte am Anfang zweimal den Angriff der Gäste und übte mächtig Druck aus. Shannon Smith mit einem Quarterback Sack und Sebastian Mayer mit einem geblockten Pass machten Lust auf mehr.

Doch es kam anders. Die Wildcats-Offense konnte auch den den zweiten Drive nicht mit Punkten abschließen. Selbst ein Field-Goal-Versuch aus 20 Yards wurde vergeben, und Ravensburg konterte und übernahm die Regie im Spiel. Running Back Andrecus Lindley erzielte die ersten sechs Punkte vor 920 Zuschauern in der In(n) Energie Arena, und auch den anschließenden Ballbesitz verwerteten die Razorbacks mit einem Touchdown-Pass zum 13:0. Völlig geschockt ging das Heimteam in das zweite Viertel und musste gleich wieder zusehen, wie die Gäste auf 20:0 davonzogen.

Erst danach zeigte auch die Kirchdorfer Offense eine Reaktion. Ein langer Drive mit Läufen von Alexander Braunsperger, Phillip Kodalle und einem gefangenen Pass in der Endzone von Klaus Fischer sorgte für den 7:20 Anschluss. Doch die Razorbacks ließen sich nun nicht mehr beirren. Der Respekt vor dem bekannt heimstarken Gegner war nach den drei Touchdowns nun einem gesunden Selbstbewusstsein gewichen, mehr Erstligareife aufbieten zu können. Kirchdorf erlebte so noch eine Schrecksekunde vor der Halbzeitpause, als die Razorbacks noch einmal ihre Endzone erreichten. Doch ein Holding verhinderte den Touchdown, und so ging es mit 20:7 für die Razorbacks in die Pause.

Das Drama auf dem Rasen ging für Kirchdorf auch danach weiter. Ein Fehlwurf von Rex Dausin brachte Ravensburg wieder in Ballbesitz, immerhin hielt Kirchdorfs Defense in dieser Phase erst noch. Ein guter Drive von Quarterback Rex Dausin mit Pässen auf Erik Achmüller und Final auf Klaus Fischer zum Touchdown sorgte für das 14:20, Kirchdorf schien wieder im Spiel. Doch weit gefehlt: Mit zwei völligen Blackouts im Defensive Backfield verspielten die Wildcats ihre Chancen und wohl ihre GFL-Zugehörigkeit. Die Gäste konnten auf 33:14 davonziehen.

Und als wäre es noch nicht genug, eroberten die Razorbacks anschließend auch einen verlorenen Ball der Wildcats an deren 6-Yard-Linie und marschierten flugs zum 40:14 in die Kirchdorfer Endzone. Die Wildcats-Fans waren geschockt, und die mitgereisten Anhänger der Razorbacks feierten. Normalerweise hätte man nun die Luft aus dem Spiel rauslassen können, aber in Hinblick auf ein folgendes Rückspiel ging es schließlich weiter um jeden Punkt. Kirchdorf kam tatsächlich noch einmal heran und machte so aus der theoretischen Chance auf den Klassenerhalt zumindest eine kleine praktische. Alexander Braunsperger erzielte mit einem Lauf das 21:40, die Offense der Razorbacks konnte gestoppt werden. Im letzten Viertel war es wieder eine gelungene Angriffsserie mit Pässen von Dausin auf Christoph Sass und einer entscheidenden Situation beim First-Down-Pass im vierten Versuch auf Lukas Anzeneder an der 10-Yard-Linie des Gegners, die Kirchdorfs Anhang noch einmal jubeln ließ. Den Pass in die Endzone fing Klaus Fischer zum 28:40-Endresultat.

Punkte, die sich im Rückspiel noch als wichtig erweisen können. Ravensburg wollte in den letzten Sekunden noch einmal punkten, doch eine gefangene Interception von Leonhard Gerner beendete das Spiel. Kirchdorfs Head Coach Christoph Riener hatte in einer ungewöhnlich kurzen Abschlussansprache die Arroganz seines Teams kritisiert und eines klar gestellt: "In einem Footballspiel hat es noch nie einen Sieger in der Halbzeit gegeben. Für uns ist jetzt Halbzeit, und am 6. Oktober spielen wir die zweite Hälfte der Partie in Ravensburg." So entließ er sein Team in die kommenden Trainingseinheiten mit der Zuversicht, die Liga doch noch halten zu können.

Auerbach - 23.09.2019

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