Wildcats wollen Ligaerhalt

Klaus FischerAm Sonntag ist es soweit. Das erste Spiel der Relegation um den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse steht für die Kirchdorf Wildcats an. Kickoff ist um 15 Uhr in der In(n) Energie Arena. Zu Gast im Hinspiel ist der Meister der GFL 2 Süd, die Ravensburg Razorbacks. Für die Footballer des TSV Kirchdorf am Inn wird dies das wichtigste Spiel des Jahres, gilt es doch ein Polster zu schaffen für das entscheidende Rückspiel in Ravensburg am Sonntag, den 6. Oktober 2019.

Vier Wochen hatte nun das Team von Head Coach Christoph Riener Zeit, sich auf diese Spiele vorzubereiten und hat die "Wildschweine" aus Ravensburg dementsprechend analysiert. "Es wird trotz der vermeintlichen Favoritenrolle als Erstligist kein Spaziergang", bestätigt der Head Coach, der derzeit beruflich im Ausland ist und erst am Samstag wieder in Kirchdorf sein kann. Dennoch war die Vorbereitung in den letzten Trainingseinheiten sehr gut und alle Spieler sind einsatzbereit. Bis auf den verletzten Kilian Weber in der Defensive Line und den beiden Amerikanern Madison Mangum und Jack Richards, die bereits die Heimreise angetreten haben. Die Aussichten für einen erfolgreichen Klassenerhalt stehen somit nicht schlecht, nur dürfen sich die Wildcats nicht in Sicherheit wiegen und das Spiel als Selbstläufer betrachten.

Ravensburg hat mit der Meisterschaft gezeigt, dass sie zu den Topteams gehören und haben auch schon als Ziel den Aufstieg ausgegeben. "Die werden alles geben in Kirchdorf und wir müssen auf der Hut sein", bestätigt auch Offense Coach Christoph Lichtenberg. Die Defense der Gäste verfügt über seht gute Linebacker und Safetys. "Hier müssen wir mit unserem Paßangriff dominieren", weiß der Trainer, der auf Quarterback Rex Dausin und seine Receivercrew um Klaus Fischer zählt. "Die Jungs sind heiß und wollen unbedingt die Liga halten. Unsere erfahrenen Offensive Line um Phillip Brunthaler als Center kann hier auch ein Faktor sein".Und auch am Boden wollen die Wildcats marschieren. Mit Alexander Braunsperger, als einen der besten deutschen Running Backs und seinen Kollegen Thomas Probstmeier steht den Hausherren Erstligapersonal zur Verfügung. Wenn die nötigen Punkte erzielt werden können und sich ein Vorsprung herausgearbeitet werden kann, haben die Wildcats sicher gute Chancen auch im Rückspiel.

Ein ausschlaggebender Faktor wird am Sonntag aber die Abwehr der Wildcats sein. Defensive Coordinator Tobias Kohler sieht seine Abteilung gut aufgestellt und feilt an einem Gameplan. "Ravensburg spielt nicht seht variabel. Das was sie auf das Feld bringen, machen sie dafür aber sehr, sehr gut. Ihr sehr mobiler Quarterback und Running Back können jedem Team Sorgen bereiten. Hier müssen wir auf der Hut sein", so der Abwehrchef. Mit Shannon Smith und Christoph Asenkerschbaumer in der Line, dahinter Benedikt Probstmeier und Sebastian Mayer als Linebacker sowie dem jungen Backfield um die Cornerbacks Lorenz Klausner und Florian Jobst muss es gelingen die Razorbacks zu stoppen.

Es sind somit alle Voraussetzungen für ein Topspiel gegeben. "Wir hätten zwar gerne auf diese Zusatztermine verzichtet", bestätigt auch Präsident Hans-Peter Klein die Situation, "nun nehmen wir aber die Herausforderung an und Abstiegsrelegation aus der 1. Liga haben wir bisher noch nicht in unserem Geschichtsbuch stehen", fügt der Vorstand mit einem Augenzwinkern hinzu und freut sich auf eine volle Hütte am Sonntag. Denn auch die Fans wollen im nächsten Jahr wieder GFL Football in Kirchdorf am Inn sehen und werden dafür mächtig Alarm machen in der In(n) Energie Arena beim Spiel des Jahres um Alles oder Nichts.

Wittig - 20.09.2019

Klaus Fischer

Klaus Fischer (© Frank BAUMERT)

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