Ein weiterer Schritt

David Leisegang war mit zwei Sacks maßgeblich an der starken Adler Defense beteiligtDie Berlin Adler wollten im Relegationsspiel zur GFL 2 Nord gegen die Oldenburg Knights schnell klar machen, wer hier Herr im Hause ist. Der erste Drive der Gäste wurde schnell gestoppt und der abschließende Punt dann auch noch geblockt. Wegschauen war jetzt eher unklug. Nach einem schnellen Pass auf Daniel Vöhringer und anschließendem PAT stand es 7:0.

Beim darauffolgenden Drive der Oldenburger lief auch zunächst alles nach Plan. Return früh gestoppt, Oldenburg kam nur langsam voran. Dann gab es auch noch einen Quarterback Sack von Keenan Savage und die Knights mussten auf einmal 20 Yards überwinden. Eine Strafe brachte Oldenburg dann aber wieder ins Spiel und so überraschten sie mit zwei langen Pässen und es stand plötzlich 7:7.

Danach wollte beiden Mannschaften nicht so wirklich viel gelingen. Die Adler versemmelten einen Fake Punt mal so richtig, während Oldenburg den Ball dann wieder leichtfertig hergab, in dem der QB eine Interception warf, die Paul Fischer abfing. Die Adler machten sich das Leben nun aber mit Strafen schwer, aber am Ende sprang immerhin ein 27-Yard-Field-Goal heraus, die Führung war zurückgeholt, 10:7. Das Special Team der Adler hatte heute einen Sahnetag erwischt.

Regelmäßig bekam Oldenburg den Ball nur in einer ungünstigen Feldposition. Bei einer dieser schlechten Feldpositionen, erahnte Keenan Savage einen Ball des Oldenburger Quarterbacks und fing die zweite Interception des Tages. Die Adler konnten aber kein Kapital daraus schlagen und gaben den Ball mittels Punt wieder her. Der folgende Drive wurde ein schwerer Schlag für Oldenburg. Bei einem Snap gelang es David Leisegang durch die Oline durchzubrechen und den QB hart zu Sacken. Dieser landete so unglücklich, dass er verletzt vom Feld musste und das Spiel nicht mehr fortsetzten konnte.

Schlimmer für die Gäste kam es dann beim nächsten Drive der Adler. Dieser startete an der eigenen 30 und endete in einem schönen Pass auf Daniel Vöhringer, der somit auf 17:7 erhöhte. Bis zur Halbzeit passierte nicht mehr viel, bis Sekunden vor dieser QB Zach Cavanaugh kurz vor der eigenen Endzone den Ball verlor, der Fumble Return wurde dann kurz vor der Endzone gestoppt, zum Glück für die Adler war die Uhr während des Spielzugs abgelaufen und so ging es mit 17:7 in die Halbzeit.

Die zweite Halbzeit ging dann katastrophal für die Adler los. Nach wenigen Spielzügen gab es einen erneuten Fumble des Running Backs und die Oldenburger kamen schnell in Ballbesitz. Die Defense der Adler war aber auf der höhe und ließ sich auch von einem Fake Punt nicht überraschen, holten sich also schnell den Ball zurück. Der darauffolgende Drive der Adler war dann erfolgreich. Nach geduldigem Laufspiel und einen weiten Pass auf Vöhringer stand man plötzlich an der 1. Kein Problem für Bulldozer Emanuel Ampofo, Vorsprung auf 24:7 ausgebaut.

Das die Defense heute auf Zack war, erlebten die Ritter aus dem Norden beim nächsten Drive wiederholt. Nach einem Sack gegen den QB hatten die Oldenburger plötzlich 2 und 15. Der QB fand keine Anspielstation, scrambelte und wollte selbst laufen. Er verlor allerdings den Ball, den der frisch aus der A-Jugend gekommene Tim Ludwig sicherte. Dann folgte der wahrscheinlich spektakulärste TD der Adler dieses Jahr. Bei einem weiten Pass von Cavanaugh in die Endzone rutschte Daniel Vöhringer aus, reckte und streckte sich noch und fing den Ball im liegen, da der PAT nicht gut war, stand es nun 30:7 für die Adler.

Weiter ging es aber mit den Turnover Festival der Adler Defense. Elvis Nowatzki war es vorenthalten den Ball des Oldenburger Backup Quarterbacks abzufangen, auch er frisch aus der A-Jugend zu den Herren gestoßen. Die Adler konnten aber diesmal keine Punkte holen und so wogte das Spiel in der Schlussphase zwischen den 30-Yards Linien hin und her. Am Ende stand dann jenes 30:7 auf der Anzeigetafel.

Die Adler haben also vorgelegt und können mit einem weiteren Sieg nächste Woche in Essen bei den Assindia Cardinals den Aufstieg in die GFL 2 Nord perfekt machen kann. Es fehlt also nur noch ein kleiner Schritt um diese Mammutsaison erfolgreich zu beenden.

Jan Sawicki - 15.09.2019

David Leisegang war mit zwei Sacks maßgeblich an der starken Adler Defense beteiligt

David Leisegang war mit zwei Sacks maßgeblich an der starken Adler Defense beteiligt (© Dirk Pohl)

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