"Die Welt geht jetzt nicht unter"

Delanie Walker machte aus seiner Schadenfreude keinen Hehl.Das war eine heftige Klatsche für den neuen Liebling der Medien. Mit 13:43 unterlagen die Cleveland Browns vor heimischem Publikum überraschend deutlich gegen die Tennessee Titans. Der letzte Sieg der Browns in einem Saisoneröffnungsspiel stammt damit weiterhin aus der Saison 2004. Die Browns reihten Fehler an Fehler und verloren am Ende auch zu Recht in dieser Höhe. 18 Penalties für 182 Yards Raumverlust, drei Interceptions und einen Platzverweis zeigten, dass die Browns komplett auf dem falschen Fuß erwischt wurde.

Browns-Head-Coach Freddie Kitchens versuchte nach der Partie zu beschwichtigen: "Es war nur ein Spiel. Es zählt auch nur als eine Niederlage, unabhängig vom klaren Ergebnis und unabhängig von der Art der Niederlage. Wir können nicht so viele Fehler machen und dann erwarten zu gewinnen. Aber die Welt geht deswegen nicht unter, auch wenn das viele jetzt vielleicht glauben mögen. Wir werden das aufarbeiten und besser werden."

Das ist ein korrektes Fazit, aber die Browns haben jetzt eine Menge zum aufarbeiten. Vor allem die Offensive Line hat sich als größeres Problem als befürchtet herausgestellt. QB Baker Mayfield musste 5 Quarterback Sacks und einen Safety hinnehmen. Von den 18 Penalties gingen 6 auf das Konto der Offensive Line, so überfordert waren die Mannen vor Mayfield.

Dabei begann das Spiel vorbildlich für die Browns. Gleich im ersten Drive überwanden sie sehr souverän 73 Yards in weniger als fünf Minuten und gingen durch RB Dontrell Hilliard mit 7:0 in Führung (4-Yard-Lauf). Es schien, als ob alle postiven Vorhersagen eintreffen würden.

Doch dann geschah etwas rätselhaftes. Die Offensive Line der Browns hatte in der ersten Serie ihre Kontrahenten von der Defensive Line der Titans klar dominiert. Doch von da an drehten die Titans den Spieß komplett um, ohne das es einen erkennbaren Grund dafür gab. Den Rest der Partie dominierten die Titans die Line of Scrimmage mit ihrer Defense und auch mit ihrer Offense. Auch die hochgelobte Defensive Line der Browns sah keinen Stich. Insofern war es nur eine Frage der Zeit, bis die Titans langsam aber sicher davonzogen.

Dennoch keimte noch einmal Hoffnung auf, als die Browns gegen Ende des dritten Viertels herankamen. TE David Njoku vollendete mit einem Pass von Mayfield zum 13:15 aus Sicht der Browns. Der Jubel im Stadion verstummte aber nur wenige Sekunden später.

Im direkten Anschluss warf Titans-QB Markus Mariota einen Screen Pass auf RB Derrick Henry, der weitgehend ungehindert 75 Yards an der Seitenlinie entlang bis in die Endzone lief. Dabei waren nicht nur einige verpasste Tackles zu beobachten, sondern auch zahlreiche falsch gewählte Winkel der Abwehrspieler der Browns, die wohl die Geschwindigkeit von Henry falsch eingeschätzt hatten. Damit war der alte Abstand unmittelbar wieder hergestellt (13:22 aus Sicht der Browns).

Aber nun kam es knüppeldick für die Fans der Browns. Es machte sich wohl so etwas wie Panik bei den Browns breit, die nun mit der Brechstange versuchten, das Spiel zu drehen. So etwas geht selten gut. Baker Mayfield beendete drei der nächsten vier Angriffsserien mit einer Interception. Aus diesen folgten drei Touchdowns für die Titans im letzten Viertel. TE Delanie Walker war für zwei davon verantwortlich. Den dritten Touchdown erzielte CB Malcom Butler in dem er den abgefangenen Pass direkt in die Endzone der Browns zurücktrug.

Hoch anrechnen muss man Baker Mayfield, wie er sich nach der für ihn desaströsen Partie den Medien stellte. Keine Ausflüchte, keine Phrasen, sondern knallharte Antworten, typisch Mayfield halt. "Nein, es war einfach ein grottenschlechter Pass von mir. Der Receiver stand genau dort wo er sein sollte", auf die Frage, ob der Receiver bei der ersten Interception eine falsche Route gelaufen sei.

Und weiter: "Wir müssen unsere Leistung genau analysieren. Wir habe heute einfach zu viele Fehler gemacht. Jetzt werden die "Hater" eine Menge Müll über uns ausschütten. Aber das ist gut so. Ich gebe einen Schei.. darauf, was außerhalb unseres Teams über uns gesagt und geschrieben wird. Wir werden stärker zurückkommen. Das weiß ich."

Einen Einblick in die Seelenlage bei den Titans gab derweil TE Walker: "Seit Wochen hören wir nur Cleveland hier, Cleveland da. Aber wir haben ihr Leistungsvermögen richtig eingeschätzt. Ihr könnt sie ja zum Super Bowl Champion küren, aber erst müssen ein paar Spiele gespielt werden. Und heute waren wir das bessere Team."

Es scheint, als ob die Browns vom Jäger zum Gejagten geworden sind. Man darf gespannt sein, wie das Team mit dieser neuen Rolle in den nächsten Wochen zurechtkommt.

Korber - 09.09.2019

Delanie Walker machte aus seiner Schadenfreude keinen Hehl.

Delanie Walker machte aus seiner Schadenfreude keinen Hehl. (© Getty Images)

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