Kann Straubing noch ganz nach oben kommen?

Samir Farghali wechselte von den Ingolstadt Dukes zu den Straubing Spiders und absolviert mit den Niederbayern bisher eine sehr erfolgreiche Saison.Ein wichtiges Spiel wartet am Sonntag auf die Straubing Spiders, wenn man die Wiesbaden Phantoms zu Gast hat. Denn noch haben die Niederbayern eine reele, wenn auch kleine Chance, in der GFL Süd ganz nach oben zu kommen. Voraussetzung wären dazu ein Sieg in Darmstadt am letzten Spieltag und natürlich auch jetzt zuvor beim Heimspiel gegen die Phantoms. Auf Unterstützung von diesen muss man dann hoffen, wenn diese eine Woche später Tabellenführer Ravensburg Razorbacks zu Gast haben. Sollte da den Hessen ein Sieg (wie im Hinspiel, als man in Ravensburg mit 37:35 gewann) gelingen und außerdem die Saarland Hurricanes einen der beiden Vergleiche gegen die Biberach Beavers verloren haben, stünde Straubing als Meister der GFL 2 Süd in der Relegation zur GFL.

Nicht ganz wahrscheinlich, aber auch nicht vollkommen ausgeschlossen, denn die Standing Ovations der begeisterten Fans von den Siegen gegen Biberach und Saarland liegen den Spieler und Aktiven der Straubing Spiders noch deutlich in den Ohren – im Schnitt über 1.000 Zuschauer haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen und machen zumindest den nächsten Heimsieg durchaus wahrscheinlich. "Das war schon ganz großes Kino, die Mannschaft wurde getragen und hat dann – speziell gegen Saarbrücken – mit Sicherheit den letzten Schub bekommen, um das Spiel zu gewinnen, das waren ja teilweise Zentimeterentscheidungen. Gegen Biberach war es dann vier Viertel lang eine "Party", hier hat dann natürlich auch alles zusammengepasst", so Head Coach Samir Farghali.

Die Saison 2019 kann für die Wiesbadener durchaus als Achterbahnfahrt bezeichnet werden – einer heftigen Auftaktniederlage im Saarland folgte eine bittere Heimniederlage gegen den starken Aufsteiger aus Biberach. Abstiegsgespenster zogen ein im Camp Lindsey, der Heimspielstätte der Phantoms, ehe das Team von Andy McMillan in die Spur fand –souveränen Heimsiegen gegen Absteiger Gießen und Aufsteiger Darmstadt folgte das "Meisterstück", ein Auswärtssieg bei den Ravensburg Razorbacks, der die GFL 2 ein wenig erschütterte und Wiesbaden auf einmal ganz schnell ins Rennen um die oberen Tabellenplätze brachte.

Das es aber in dieser Saison ganz schnell anders kommt, wie man noch vor einer Woche dachte, ging der Weg dann in eine ganz andere Richtung – trotz des Aufschwungs gab es eine ernüchternde Niederlage in Biberach, vierzehn Tage später starteten eben die Spiders ihrerseits die große Siegesserie mit einem klaren 37:17-Sieg in Wiesbaden, welche eine Woche später dann die nächste Niederlage, diesmal gegen Saarbrücken, hinnehmen mussten. Einem Sieg gegen Darmstadt folgten jetzt drei Wochen Pause, ehe man am Samstag gegen Gießen gewinnen konnte.

Head Coach Farghali erwartet ein spannendes Spiel am Sonntag: "Wir haben uns in Wiesbaden lange Zeit schwer getan und erst in der zweiten Halbzeit das Spiel richtig in den Griff bekommen. Die Phantoms sind so eine kleine Wundertüte, was die Spiele gegen Saarland und Ravensburg, aber auch das Rückspiel in Darmstadt gezeigt haben. Man weiß nie, was man bekommt. Wir müssen jedoch gewarnt sein, in diesem Team steckt viel Qualität."

Wittig - 28.08.2019

Samir Farghali wechselte von den Ingolstadt Dukes zu den Straubing Spiders und absolviert mit den Niederbayern bisher eine sehr erfolgreiche Saison.

Samir Farghali wechselte von den Ingolstadt Dukes zu den Straubing Spiders und absolviert mit den Niederbayern bisher eine sehr erfolgreiche Saison. (© CS-Sportfoto)

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