Die Niederlage der österreichischen Frauenfootballerinnen gegen den Titelverteidiger aus Finnland zum Auftakt der EM im Leeds am Montagnachmittag wurde fast schon erwartet, doch dass der finnische Erfolg mit 50 Punkten und keinem österreichischem Punkt so deutlich ausfiel, hatten nicht viele Experten im Vorwege erwartet. Vielmehr wurde eine Leistungsverbesserung gegenüber den letzten EM Niederlagen erhofft, als Team Austria 2010 und 2015 bei vergleichbaren Wettbewerben ähnliche Niederlagen zu ertragen hatte, aber immerhin auch selbst scoren durfte.
Die Finninnen als Favorit um Head Coach Mika Eloranta agierten physischer, technisch versierter und austrainierter, je länger das Match dauerte. Während zur Pause Finnland nur mit 12:0 vorne lag und ein paar Chancen nicht ausnutzte, beziehungsweise einige Strafen kassierte, so dominierten die Skandinavierinnen ab dem dritten Viertel das Match eindeutig und klar.
Als stärkste finnische Waffe wurde das Laufspiel etabliert und Tytti Kuusinen erwies sich als die stärkste Protagonistin auf dem Feld. Viermal lief sie in die österreichische Endzone. Österreich setzte ebenfalls auf das klassische Laufspiel, fand jedoch keine Lücke in der finnischen Abwehr. "Wir konnten den Ball sehr effizient bewegen und verteilten die Angriffslast auf mehrere Spielerinnen. Unsere Defense spielte wiederum sehr diszipliniert und Österreich besaß nicht genügend Tempo gegen uns", resümierte Head Coach Eloranta zufrieden nach dem Schlusspfiff.
Schlüter - 12.08.2019

RB Tytti Kuusinen (FInnland) (© SAJL)
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