Jetzt gilt’s – für beide

Das Potsdamer Stadion Luftschiffhafen ist Austragungsort des vierten Vergleichs der beiden GFL-Teams der Region Berlin/BrandenburgAm Samstagnachmittag treffen in der Nordgruppe der German Football League die Potsdam Royals auf die Berlin Rebels. Kickoff zum Rückspiel im Potsdamer Sportpark Luftschiffhafen ist um 16.30 Uhr.

Zwei Teams, die sich für diese Spielzeit viel vorgenommen und zu Saisonbeginn die Playoffs noch fest im Visier hatten, treffen nun zum zweiten Mal aufeinander. Das eine setzt bereits das zweite Spieljahr vor allem auf Importe, das andere verweigerte sich im Gegensatz zu allen anderen führenden Teams der Nordgruppe lange dieser Strategie zum Erfolg.

Den einzigen Pluspunkt, den die Potsdam Royals nach ihrer Anfangseuphorie in der zweiten Saisonhälfte nun noch besitzen, ist das mit 30:17 im Berliner Mommsenstadion gewonnene Hinspiel. Angeführt von Quarterback Jacob Tucker setzte vor allem Running Back Gennadyi Adams diesem Spiel seinen Stempel auf. 146 Laufyards und drei Touchdowns ließen die Laufverteidigung der Hauptstädter alles andere als gut aussehen und machten am Ende auch den Unterschied zwischen beiden Teams aus.

Seitdem ist in der brandenburgischen Landeshauptstadt einiges passiert. Dem anschließenden Erfolg gegen Tabellenschlusslicht Düsseldorf Panther folgte kein weiterer. Ständige Wechsel auf der Position des Spielführers, Verletzungen wichtiger Spieler und auch die Abwanderungen von mehreren Aktiven in die Heimat oder zu anderen Vereinen, ließen im Team von Head Coach Michael Vogt nie so richtig Ruhe einkehren. Die von Vereinspräsident Stephan Goericke vielfach beklagten schlechten Trainingsvoraussetzungen für seine Aktiven tun ein Übriges - unverständlich, warum die Stadt Potsdam für ihren Bundesligisten da nicht mehr tut.

Die Royals haben zwar den zweitbesten RB der Liga in ihren Reihen, liegen aber in vielen statistischen Kategorien in der unteren Hälfte. Auffällig ist vor allem die geringe Zeit des eigenen Ballbesitzes, diese macht nur rund zehn Minuten reiner Spielzeit aus. Damit rangieren die Königlichen am Ende des Tableaus. Einer der dafür ausschlaggebenden Punkte ist die geringe Umwandlung von dritten Versuchen in neue erste. Mit lediglich einem Viertel der möglichen First Downs ist in der Nordgruppe einfach nichts zu wollen. Da helfen auch die größten Mühen von Neu-QB Timothy Knüttel, der zu Saisonbeginn eigentlich als Wide Receiver verpflichtet wurde und seit zwei Spielen der vierte insgesamt aufgestellte Spielmacher ist, nicht wirklich.

Die Berlin Rebels ihrerseits stehen von der Papierform her gesehen nur unwesentlich besser da. Ihr Vorteil ist, dass sie gegenwärtig von allen Anwärtern auf den verbleibenden Playoffplatz die geringste Anzahl an Minuspunkten auf ihrem Konto und somit noch alles in der eigenen Hand haben. Ihre Spiele gegen die beiden Top-Teams der Liga liegen hinter ihnen und die Leichtigkeit, mit der sie die ebenfalls ersatzgeschwächten Cologne Crocodiles aus deren eigenem Stadion gefegt haben, lässt vermuten, dass ihnen das auch im Rückspiel gelingen könnte. Eher nicht anzunehmen ist, dass sich, wie in der vergangenen Saison, die Kiel Baltic Hurricanes erneut als Stolperstein erweisen könnten. So verbleiben die beiden Vergleiche mit den Dresden Monarchs als die vermeintlich härtesten der Rückrunde.

Das Team von Head Coach Kim Kuci war seit dem Zugang von QB Kurt Palandech, der den aus privaten Gründen inzwischen in die USA zurückgekehrten Terrell Robinson ablöste, definitiv im Aufwind. Warum sich dieser nicht auch in den beiden letzten Spielen auf dem Platz zeigte, lässt sich leicht erklären. Die Hildesheim Invaders boten durch ihre Vielzahl an verschiedenen Fehlern den Spielern von Head Coach Kim Kuci eine Menge an Möglichkeiten, das Match trotz der individuellen Klasse der niedersächsischen Importe zu gewinnen. Dazu wäre aber ein Yards bringendes Laufspiel vonnöten gewesen und von diesem entfernen sich die Berliner immer mehr. Waren es in der Saison 2016 noch 211 Yards pro Spiel, schrumpfte dieser Wert in der vergangenen Spielzeit auf 155. Aktuell stehen RB Chris Smith und seine Teammates bei durchschnittlich 112 Yards. Bei den Invaders erzielten sie ganze 54. Auch fehlen dem Tabellenvierten hochkarätige Passempfänger, die Palandechs eigentliche Stärke auch in Yards und Punkte umwandeln.

Somit ist das größte Manko der Rebellen in dieser Spielzeit, dass sie nicht finishen. Gute und ansehnliche Drives enden nicht in zählbarem. Sollte das auch für das Rückspiel am Samstagnachmittag gelten und sie erneut als Unterlegener den Platz verlassen, könnten die Cologne Crocodiles, die das vermeintlich leichteste Restprogramm aller Anwärter auf den verbleibenden Playoffplatz haben, am Ende der regulären Saison der lachende Vierte sein.

Für die Royals ist es quasi die letzte Möglichkeit, irgendwie doch noch in das Playoffgeschehen einzugreifen. Die Rebels werden alles tun, um auch in dieser Saison in Potsdam erfolgreich zu sein und somit ihren Vorsprung auf die Konkurrenz zu verteidigen. Dementsprechend werden beide Kontrahenten zu den vorhergesagten heißen Temperaturen noch zusätzlich Hitze auf den Platz bringen.

Thomas Sellmann - 09.08.2019

Das Potsdamer Stadion Luftschiffhafen ist Austragungsort des vierten Vergleichs der beiden GFL-Teams der Region Berlin/Brandenburg

Das Potsdamer Stadion Luftschiffhafen ist Austragungsort des vierten Vergleichs der beiden GFL-Teams der Region Berlin/Brandenburg (© Dirk Pohl)

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