Achtungserfolg trotz Niederlage beim Oberligameister

Besonders die Wolfpack-Defense musste alles geben, um dem permanent angreifenden Oberligameister paroli zu bietenNur eine Woche nach der eindrucksvollen Hinspielvorstellung der Freiburg Sacristans reisten die Bad Mergentheimer American Footballer am vergangenen Sonntag an die 300 km entfernte Dreisam. Was die Punkte angeht, gab es für das Wolfpack dort freilich nichts zu holen, so dass die Badener einen ungefährdeten 33:0-Sieg und damit den direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga für sich verbuchen konnten.
Neben der weiten Anreise machte dem auf nur 23 Spieler ausgedünnten Kader der Taubertäler die drückende Schwüle zu schaffen, mussten doch zahlreiche Spieler sowohl in der Offense als auch in der Defense auflaufen – Erholung war fehl am Platz. Ganz anders bei den Gastgebern, die nach Abschluss ihrer GFL-Jugend-Saison aus dem vollen schöpfen konnten und ihre Spielerzahl auf die maximal zulässigen 50 Athleten begrenzen mussten.
Wer nun erwartet hatte, dass die Sacristans (zu deutsch: Messdiener) anlässlich dieser Überlegenheit christliche Nächstenliebe würden walten lassen, sah sich schnell enttäuscht. Von Beginn an war Vollgas angesagt. Freiburgs Head Coach Dennis Oppermann schickte seine Mannen mit stetiger Rotation und daher stets frisch aufs Feld. So brachte bereits ihr erster Drive 7 Punkte auf das Scoreboard. Die Wolfpack-Offense sah sich nun der stärksten Defense der Liga gegenüber und musste zum Punt schreiten. Ohne den etatmäßigen Kicker Jürgen Weishap, der auf der Elpersheimer 800-Jahr-Feier im Einsatz war, wurde ein Punktfake versucht, der jedoch scheiterte und Freiburg in eine günstige Position brachte. Nur wenige Spielzüge später schlug es auf Wolfpackseite erneut ein (13:0, Extrapunkt vergeben). Weiterhin erfolgshungrig versuchten die Badener nun einen Onsidekick, den das Kickoff-Return-Team des Wolfpack jedoch vereiteln konnte. Auch die Defense der Kurstädter durchschaute nun den gegnerischen Angriff besser und zwang diesen mehrmals zum Punt - ohne allerdings von ihrer Offense wesentlich entlastet zu werden. So wogte die Partie bis zur Halbzeit mehrfach hin und her, wobei Freiburg noch zu einem Field-Goal-Versuch ansetzte, den die Wölfe jedoch blocken konnten.
Im dritten Quarter erhöhten die Hausherren nach Punt des Wolfpack konsequent zum 20:0 (Extrapunkt gut). Danach machte es sich die Wolfpack-Offense selbst schwer. Zunächst brachte eine Interception Freiburg in Ballbesitz. Hier konnte ein gegnerischer Punktgewinn durch den zweiten geblockten Field-Goal-Versuch gerade noch verhindert werden. Doch als dann ein Fumble den Gastgebern erneut in der Wolfpack-Red Zone das Lederei bescherte, war der nächste Touchdown nicht zu vermeiden (27:0, Extrapunkt gut). Hoffnung keimte auf, als es Da´Ronte Smith nach einem 45-Yard-Lauf zur gegnerischen 40 schaffte. Aber wiederum wurde der Ball gefumbelt und dieses Mal sogar in weitem Lauf zum erneuten Touchdown getragen (33:0, Extrapunktversuch vergeben).
Wer nach diesem punktereichen Viertel annahm, dass sich die Taubertäler nun kampflos ergeben, wurde bald eines Besseren belehrt. Mit hervorragender Moral und unter Mobilisierung der letzten Kraftreserven konnte das Team den bis zur letzten Sekunde mit vollem Elan angreifenden Freiburgern paroli bieten und weitere Punkte verhindern. So zeigte sich Wolfpack-Vorstand Klaus Volkert denn auch mächtig stolz auf sein Team: "die weite Anreise, die drückende Schwüle und der riesige Kader der Gastgeber – all das hat unseren Jungs alles abverlangt. Aber trotz Niederlage sind es gerade solche Spiele, die in Erinnerung bleiben, denn sie beweisen das unbedingte gegenseitige Füreinander einstehen und stärken so den Zusammenhalt im Team." Nach einem spielfreien Wochenende haben die heimischen Fans Gelegenheit, am 3. August gegen die Badener Greifs die Heimspielsaison zu beenden.
Viertel-Ergebnisse: 13:0 / 0:0 / 20:0 / 0:0 / Final 33:0

Klaus Volkert - 23.07.2019

Besonders die Wolfpack-Defense musste alles geben, um dem permanent angreifenden Oberligameister paroli zu bieten

Besonders die Wolfpack-Defense musste alles geben, um dem permanent angreifenden Oberligameister paroli zu bieten (© Heiko Weiner)

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