NFL sucht Spieler in Deutschland

Erstmals wird die NFL in diesem Herbst auf deutschem Boden ein Combine abhalten. Das "Invitational Scouting Showcase", das sich an der jährlichen NFL Combine-Veranstaltung in Indianapolis für die Top-College-Abgänger orientiert, soll potenzielle NFL-Talente aus der ganzen Welt entdecken und bewerten. Am 19. Oktober werden dazu in der Sportschule Hennef bei Köln bis zu 50 Spieler sich den NFL-Scouts präsentieren können.

Die Teilnehmer werden von der NFL vorab ausgewählt, um dann in Hennef an einer Reihe von Geschwindigkeits-, Beweglichkeits-, Kraft- und Geschicklichkeitstests teilzunehmen. Überprüft wird dabei die grundsätzliche Eignung des Athleten, in einem NFL-Team bestehen zu können. Den erfolgreichsten Teilnehmern winkt dann ein Platz im "International Player Pathway"-Programm der NFL.
 
Nach dem Combine wird denen, die die gesetzten hohen Leistungsstandards erfüllen und Potenzial für eine NFL-Profi-Karriere zugestanden wird, für drei Monate das Training in den USA ermöglicht. "Nach dem ersten International Combine in Australien im vergangenen Jahr freuen wir uns sehr, den internationalen Talentpool weiter zu sichten", sagt Damani Leech, Chief Operating Officer der internationalen Aktivitäten der NFL. "Seit 2017 bietet das "International Player Pathway"-Programm der NFL internationalen Athleten die Möglichkeit, sich auf NFL-Niveau zu bewähren und ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Wir hoffen, durch dieses Event in Deutschland neue Talente zu entdecken."
 
Wer sich bewerben will, muss prinzipiell bereit und in der Lage sein, tatsächlich in der NFL zu spielen. Die Teilnehmer dürfen keine US-Bürger oder Kanadier sein, eine eventuelle tatsächliche Teilnahme am "International Player Pathway"-Programm setzt voraus, die Bedingungen der NFL für neue Spieler zu erfüllen, und zieht nach sich, dass wegen des Profi-Status anschließend keine Spielberechtigung in der NCAA mehr bestehen dürfte. Interessierte Athleten hat die NFL aufgerufen, eine detaillierte Beschreibung ihrer sportlichen Laufbahn zusammen mit Video-Highlights an die dafür eingerichtete Mail-Adresse InternationalCombine@nfl.com zu senden.
 
Das "International Player Pathway"-Programm wurde von der NFL 2017 ins Leben gerufen und soll internationalen Athleten die Möglichkeit geben, auf NFL-Ebene aktiv zu werden, ihre athletischen Fähigkeiten auszubauen und sich letztendlich einen Platz in einem NFL-Kader zu sichern. Für die kommende Saison 2019 werden acht Teams im Rahmen des Programms einen zusätzlichen Spieler aus Übersee in ihren Practice Squads haben.
 
Für AFC-East Clubs gehören so 2019 Valentine Holmes (New York Jets), ein ehemaliger Rugby-Profi in Australien, Jakob Johnson (New England Patriots), ein ehemaliger Tight End der University of Tennessee und der Stuttgart Scorpions in der GFL, der brasilianische Fußballer Durval Queiroz Neto (Miami Dolphins) sowie der ehemalige englische Rugby-Nationalspieler Christian Wade (Buffalo Bills) zu den erweiterten Kadern.
 
Außerdem kehren die vier Spieler, die bereits 2018 an dem Programm teilgenommen haben, in der kommenden Saison zu ihren NFC-North-Teams zurück. Dabei sind mit Moritz Böhringer (Cincinnati Bengals), der ursprünglich in der sechsten Runde von den Minnesota Vikings im Jahr 2016 direkt aus dem Kader der Schwäbisch Hall Unicorns gedraftet wurde, und Christopher Ezeala (Baltimore Ravens) zwei weitere Deutsche sowie die beiden Briten Tigie Sankoh (Cleveland Browns) und Christian Scotland-Williamson (Pittsburgh Steelers), ein ehemaliger Rugby-Profi
 
Zwei ehemalige Teilnehmer des Programms haben sich inzwischen bereits in reguläre Kader von NFL-Teams empor gearbeitet. Tackle Jordan Mailata, ein in Samoa geborener australischer Ex-Rugby-Profi für die South Sydney Rabbitohs, wurde 2018 in der siebten Draft-Runde von den Philadelphia Eagles verpflichtet. Er beeindruckte die NFL-Scouts bei verschiedenen Trainingseinheiten mit seiner Kraft, Beinarbeit und Athletik und war während der Saison 2018 jüngster Spieler im Roster der Eagles.

Defensive End Efe Obada wuchs in London auf, nachdem er im Alter von zehn Jahren aus den Niederlanden nach Großbritannien gekommen war. Er unterschrieb 2015 bei den Dallas Cowboys als Free Agent, nachdem er in Großbritannien für die London Warriors fünf Spiele in der britischen Liga absolviert hatte. Bei Cowboys, Kansas City Chiefs und Atlanta Falcons kam er in der Preseason zum Einsatz beziehungsweise gehörte zum Practice Squad. 2017 wechselte er im Rahmen des Programms zu den Carolina Panthers, und diese aktivierten ihn 2018 für ihren regulären 53-Mann-Kader. In Woche drei bestritt Obada gegen die Cincinnati Bengals sein erstes reguläres Saisonspiel, fing eine Interception, setzte einen Quarterback Sack und wurde auf Anhieb NFC Defensive Player of the Week.

Auerbach - 09.07.2019

(© NFL)

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