Aufatmen bei den Neu-Ulm Spartans. Mit dem dritten Sieg in Folge, dieses Mal gegen Feldkirchen Lions, konnte ein "sehr wichtiges Spiel gewonnen" (Head Coach Daniel Koch) und zugleich der Tabellennachbar auf den vierten Platz verwiesen werden. Koch: "Mit einer positiven Bilanz von 6:4 Punkten aus der Hinrunde zu gehen, war entscheidend, um unsere Chancen auf die Playoffs offen zu halten." Aus Sicht der Footballer im TSV 1880 Neu-Ulm war es ein tolles Spiel, das wir auch noch höher hätten gewinnen können. Dabei war der Endstand alles andere als schlecht: 29:38 (0:14 / 6:10 / 7:0 / 16:14)
Feldkirchen gilt als ein sehr solides Team, das vor allem auf den Skill-Positionen Wide Receiver, Running Back und Defensive Back stark besetzt ist. Mit Marco Degel haben sie einen wirklich starken deutschen Quarterback.
Für die Spartans ging es deshalb in erster Linie darum, das Passspiel des Gegners zu limitieren und den mobilen QB in Schach zu halten. Das hat vor allem in der ersten Halbzeit gut geklappt, wie der Halbzeitstand zeigt. In der eigenen Offense galt es, das Ausfallen dreier wichtiger Spieler der Offensive Line sowie das Fehlen beider etatmäßigen Running Backs zu kompensieren.
Die Offensive Line funktionierte auch in neuer Zusammensetzung sehr gut und als Running Backs konnten Raphael Wenk und erstmalig Rookie-Linebacker Patrick Schempf glänzen. Insbesondere Schempf hat sich als Entdeckung des Tages entpuppt: Er erlief über 100 Yards und markierte dabei zwei Touchdowns, wobei er viele Tackles brach. Zunächst als "Notlösung" gesehen, drängte er sich auf Grund seiner Leistung als tolle Option für den Rest der Saison auf.
Auch Quarterback Eddie Jewel war von Anfang an wieder laufgefährlich, schloss zwei Runs mit Touchdowns ab und bediente Rany Jones per langem Ball zu einem Pass-Touchdown. Steffen Ganghof steuerte per Kick ein Field Goal und drei Extra-Punkte bei, die in der Bilanz fehlenden zwei Punkte kamen durch eine 2-Point-Conversion aufs Scoreboard.
In der zweiten Halbzeit merkte man dann, dass Eddie Jewel von einer unter der Woche durchgestandenen Grippe noch geschwächt war und etwas vom Gas gehen musste. Ihn vertrat im letzten Viertel Ersatz-QB Johannes Mörz. War dadurch die Offense nicht mehr zwingend konsequent, eröffneten Fehler in der Passabwehr den Lions die Chance, 25 Sekunden vor Ende auf 29:38.
"Etwas bedauerlich", stellt Coach Koch fest, "aber wirklich in Gefahr war unser Erfolg nie", und fährt fort: "Für das Rückspiel heißt es auf jeden Fall einige Antworten finden, um die langen Pässe des Gegners einzuschränken. Wir müssen unsererseits in der Offense auch im Pass noch variabler und sicherer werden." Dazu sind bis zum Rückspiel der Lions in Neu-Ulm zwei Wochen Zeit. Und man darf davon ausgehen, dass mit derart verbesserten Leistungen auch gegen die Teams aus Erding und Augsburg, gegen welche die Spartans die ersten beiden Meisterschaftsspiele noch verloren hatten, ebenfalls mögliche Punkte drin sind. Mannschaft und Coaching-Staff versichern jedenfalls: "Das Ziel ‚Playoffs‘ visieren wir weiterhin fest an."
Mackedanz - 04.06.2019
Spartans punkten weiter (© Sanni Braun - Neu-Ulm Spartans)
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Nur zwei Siege (beide gegen die Passau Pirates) konnten die München Rangers in der Regionalliga Süd verbuchen, die TSV Neu-Ulm Spartans nur zwei Niederlagen und lagen sicher auf dem zweiten Platz. Auf dem Papier hätte das Heimspiel in Neu-Ulm also eine klare Sache sein sollen. Die Gäste aus München zeigten aber auch mit kleinem Kader eine tolle Leistung und hätten kurz vor Ende das...
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