Der AFC Remscheid Amboss hat auch das dritte Spiel in der Oberliga NRW verloren. Bei den Dortmund Giants verließ die Mannschaft von Head Coach Wojciech Andrzejczak nach einem 0:6 den Platz abermals ohne Punkte. Der Amboss bleibt damit siegloser Tabellenletzter, die Dortmunder kletterten nach dem zweiten Erfolg im dritten Spiel auf den dritten Rang. "Die Jungs müssen wieder lernen zu gewinnen”, sagte Amboss-Sportdirektor Christian Müller und ergänzte: "Ich glaube an den Prozess”. Vor allem die Defense zeigte eine starke Leistung, während die Offense erneut keine Punkte auf das Scoreboard brachte. Der Amboss wartet nun schon seit neun Spielvierteln in Folge auf Zählbares.
Bei sommerlichen Temperaturen im Dortmunder Hoeschpark lieferten sich beide Teams eine regelrechte Abwehrschlacht. Die Angriffsreihen aus Dortmund und Remscheid hatten es gegen dominant auftretende Defensivverbünde schwer. "Unsere Defense hat brutal abgeliefert”, sagte Jan-Niklas Köhler. Der Outside Linebacker hatte nach abgesessener Sperre sein Saisondebüt gegeben und gleich etliche Tackles gesetzt. Defensiv-Kapitän Mike Jesinghaus ergänzte: "Wir haben uns alle vier Quarter den Arsch aufgerissen, waren eine Einheit, wurden aber in der Offensive nicht belohnt.” Ein einziges Mal, im zweiten Viertel, gelang es den Gastgebern aber doch, das Spielfeld zu überbrücken und durch einen Passspielzug einen Touchdown zu erzielen. Der folgende PAT aber misslang nach einem verpatzten Snap.
Aber auch die Offense des Amboss zeigte sich verbessert. Anders als noch im Heimspiel vor zwei Wochen gegen die Münster Mammuts, erreichten Schröder und sein Angriff mehrfach die gegnerische Red Zone, allerdings ohne zu punkten. Insbesondere Rookie David Engelmann wusste die Abwesenheit von Wide Receiver Christoph Henkel zu nutzen und fing mehrere Pässe. "Er hat einen Wahnsinns-Job gemacht”, sagte Jesinghaus. Offensive Line Coach Marcel Dorndorf lobte die Entwicklung der gesamten Mannschaft in den vergangenen zwei Wochen: "Die ganze Mannschaft hat sich im Vergleich zum Spiel gegen Münster enorm gesteigert”, sagte Dorndorf und sprach damit stellvertretend für das gesamte Trainerteam. Und das gelang, obwohl dem Amboss neben Henkel etliche weitere Stammkräfte wie Lars Ramus, Burak Alkac, René Winter oder Sven Engelmann fehlten.
Weiter geht es für den Amboss mit zwei Heimspielen bis zur Sommerpause. Gegen die Münster Blackhawks (16. Juni, 15.30 Uhr, Röntgen-Stadion) und zwei Wochen später gegen die aktuell ebenfalls noch punktlosen Wuppertal Greyhounds sollte der Amboss dringend punkten. Dafür investiert der Amboss weiter in die Ausbildung der Spieler. So wird der zweifache Meistertrainer Kirk Heidelberg in der kommenden Woche das Training der Amboss-Herren begleiten. Sollten aber auch gegen Münster und Wuppertal am Ende null Punkte auf der Habenseite stehen, benötigen die Andrzejczak-Mannen in der Rückrunde schon ein mittelschweres Football-Wunder, um den erstmaligen Abstieg des Vereins in die Verbandsliga noch zu verhindern.
Tillmann - 04.06.2019

Wide Receivwe Michael Schoenen (Remscheid Amboss) (© Amboss / CEPD Sports)
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