Wolfpack mit Auftaktniederlage gegen Tübingen

Alle Hände voll zu tun gab es für die Wolfpack-Defense, die mit 6 Turnovers ihrer Offense konfrontiert warDer Start in die dritte Oberligasaison des Bad Mergentheimer American Football Clubs Wolfpack gelang am vergangenen Samstag alles andere als glücklich. Am Ende konnte der Aufstiegsfavorit aus Tübingen beide Punkte mit einem klaren 20:0-Sieg mit nach Hause nehmen.
Dabei bescherte die als Ehrengast angereiste mehrfache Deutsche Meisterin im Degenfechten Anne Sauer mit glücklichem Händchen dem Wolfpack das erste Angriffsrecht. Dies konnte von Quarterback Da`Ronte Smith und seiner Offense jedoch nicht genutzt werden und musste schon im vierten Versuch mittels Punt abgegeben werden. Die Wolfpack-Defense startete dann jedoch gewohnt souverän und ließ nichts anbrennen. Der Punt der roten Ritter erreichte nur die eigene 30-Yard-Linie und brachte die Wolfpack-Offense in hervorragende Position. Gelungenes Pass- und Laufspiel ermöglichte weitere 4 Versuche bei 17 Yard und damit schien alles bereitet für die Führung. Schon der erste Versuch endete jedoch in den Händen des Gegners (Interception) und ließ damit schon erahnen, was auf die jungen Wölfe an diesem Tag zukommen wird.
Auch beim nächsten Drive der Gäste konnten die verteidigenden Wölfe den Punt erzwingen. Dieser gelang jedoch bis in die Red Zone des Wolfpack. Hier trumpfte nun die Defense der Schwaben mächtig auf, brachte Smith im ersten Versuch zu Fall und – nach misslungenem Snap auch im zweiten. Der dritte sollte als Pass befreien, landete jedoch nachdem er abgefälscht wurde wiederum in den Armen der Universitätsstädter. Ein wuchtiger Lauf durch die Mitte brachte schließlich die 7:0-Führung für die Gäste (Extrapunkt gelungen).
Der nächste Angriffsversuch der Hausherren startete – nun bereits im zweiten Viertel - vielversprechend. Ein weiter 35-Yard-Pass Smiths auf Zachary Patience versprach 4 Versuche an der gegnerischen 6-Yard-Linie. Auch dieses Mal ohne Fortune: ein erfolgreicher Blitz brachte Smith zu Fall und zu allem Übel traf der anschließende Field-Goal-Versuch nur den Pfosten. In der Folgezeit gab es auf beiden Seiten gute Szenen, doch die Defensereihen verhinderten jeweils weiteren Punktgewinn.
Dies sollte sich auch zu Beginn des dritten Viertels fortsetzen. Dann allerdings gelang es den Gästen zusehends, mit ihrem Laufspiel Raumgewinn zu erzielen. Als die Gefahr gebannt schien, sorgte ein abschließender 25-Yard-Lauf für den nächsten Punkterfolg zum 13:0 (EP vergeben). Den nächsten Drive der Kurstädter durfte Jung-Quarterback Luke Herrick eröffnen. Doch auch ihm war an diesem Tag das Glück nicht hold – eine Interception brachte Tübingen an die gegnerische 10-Yard-Linie. Dort bewiesen sie nach dem letzten Seitenwechsel Mut und spielten den vierten Versuch bei drei Yards zum Touchdown-Lauf aus (20:0, Extrapunkt erfolgreich). Im weiteren Spielverlauf leistete sich die Wolfpack-Offense noch zwei Fumbles, doch die Verteidigungsreihe blieb standhaft und ließ keine weiteren Punkte zu.
So erlebten die trotz eisiger Kälte munter ausharrenden knapp 350 Footballfans zwar einen abwechslungsreichen, jedoch aus Wolfpack-Sicht eher enttäuschenden Saisonauftakt. Mit insgesamt acht Turnovers auf Seiten der Wolfpack-Offense zeigte sich noch erheblicher Abstimmungsbedarf. Hier war erkennbar, dass die Gäste aufgrund ihrer zahlreichen Vorbereitungsspiele schon deutlich besser eingespielt waren. Wolfpack-Head-Coach Lukas Grice gibt sich dennoch zuversichtlich: "Bis zum nächsten Spieltag in zwei Wochen werden wir unsere Hausaufgaben machen, denn heute war auch erkennbar, dass unser Team deutlich mehr Potenzial hat." Am 27. April erwartet Bad Mergentheim im Deutschordenstadion die bisher noch unbekannten Reutlingen Eagles, die als Aufsteiger aus der Landesliga schon im ersten Auswärtsspiel gegen die Neckar Hammers mit 13:0 gewinnen konnten.
Viertel-Ergebnisse: 0:7 / 0:0 / 0:6 / 0:7 / Final 0:20

Klaus Volkert - 17.04.2019

Alle Hände voll zu tun gab es für die Wolfpack-Defense, die mit 6 Turnovers ihrer Offense konfrontiert war

Alle Hände voll zu tun gab es für die Wolfpack-Defense, die mit 6 Turnovers ihrer Offense konfrontiert war (© Heiko Weiner)

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