Brexit und Sport - keiner weiß was

Fehlt bald Großbritannien?Genauso wie Sport die Tagespolitik beeinflusst, kann Politik auch den Sport beeinflussen, da beide für lustvolle Stimulanzien sorgen können, aber nicht müssen. Diese Lust auf mehr verspüren momentan allerdings weder die Europäische Union, noch Großbritannien, wenn es um das mittlerweile überdrüssige Thema "Brexit" geht.

Die Brüsseler Vertretung des Sports, das EOC EU-Büro, kann sich momentan vor Anfragen nicht mehr retten. Die Frage "Welche Auswirkungen der Brexit auf den Sport in Europa haben wird", läßt sich momentan gar nicht seriös beantworten. Dafür müsste man in die Zukunft schauen können und wissen, ob dieser geordnet oder ungeordnet organisiert wird – oder vielleicht doch noch gar nicht kommt, oder nur zeitlich verschoben wird.

"Auch die EU-Kommission selbst gibt zu diesem Zeitpunkt keine Auskünfte, unter welchen Bedingungen Sportverbände oder andere Antragsteller aus dem Vereinigten Königreich in den anstehenden Ausschreibungen des "Erasmus+"-Sport-Programms zu behandeln sein werden. Diese Unsicherheit hat schon jetzt einen konkreten Einfluss auf die Planungen vieler Antragsteller, die nicht wissen, ob ihre britischen Partner künftig als Drittstaat eingestuft werden müssen, für deren Einbindung eine besondere Begründung notwendig erscheint. Auch der Einsatz von Sportlern aus der EU im mittlerweile politisch mehrfach geteilten Königreich, die bisher von der Arbeitnehmerfreizügigkeit profitiert haben, ist nicht abschließend geklärt", gibt auch der DOSB freimütig zu.

Das gleiche gilt genauso für die andere Seite des Ärmelkanals. Werden britische Sportler, die zukünftig bei Vereinen auf dem Kontinent spielen möchten, zukünftig aus Sicht der Ausländerbehörden als Drittlandsangehörige angesehen? Müsste zukünftig ein EU NFL Fan, der sich ein Profimatch 2019 in London ansehen möchte, nach dem Ticketerwerb zunächst ein Touristenvisum beschaffen?

Diese Einzelfragen würden sich nach dem 29. März 2019 noch relativ schnell und einfach lösen und am Ende kann immer noch auf einem Footballhelm, in dem ein britischer Kopf steckt und der eine Einreise- und Aufenthaltsgenehmigung erhalten hat, immer noch ein "A" geklebt werden, auch wenn dieser Gedanke im Sinne der europäischen Integration als "shocking" zu bezeichnen wäre. Die echten Probleme im täglichen Leben warten an ganz anderen Straßenecken. Allein in Großbritannien müssten rund 5.000 neue Mitarbeiter in der Zollbehörde eingestellt werden. In Frankreich werden schätzungsweise 700 und in den Niederlanden 900 zusätzliche Zollbeamte benötigt. Gerechnet wird mit einem Anstieg der Zollanmeldungen in Großbritannien von 55 auf 200 Millionen im Jahr und schlaue Statistiker haben ausgerechnet, dass zwei Minuten Abfertigungszeit pro LKW in Dover innerhalb eines Tages zu einem Rückstau auf der Straße von 27 km Länge führt. Ähnliches gilt für Calais, Boulogne oder Zeebrügge, den wichtigsten Häfen auf EU-Seite. Etwa 11.000 LKW überqueren täglich den Kanal zwischen Großbritannien und der EU.

Schlüter - 13.02.2019

Fehlt bald Großbritannien?

Fehlt bald Großbritannien? (© Thomas Sobotzki)

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