Drei Wochen nach der unglücklichen Heimniederlage gegen Stanford, bei der man nach einer klaren Führung wegen eigener Fehler schließlich in der Verlängerung verloren hatte, blieb Oregon im Pac-12-Duell mit dem Conference-Favoriten Washington ein weiterer emotionaler Tiefschlag erspart. Der 30:27-Erfolg nach Verlängerung war zwar ein bisschen glücklich, aber nicht unverdient, weil sich die Mannschaft immer, wenn es eng zu werden drohte, wieder herankämpfte, in der Schlussphase der regulären Spielzeit Washingtons letzten Angriff erfolgreich abwehrte und in der Verlängerung nervenstärker agierte als gegen Stanford. Die Entscheidung brachte ein 6-Yard-Lauf von RB C.J. Verdell, der gewissermaßen eine doppelte Pointe hatte. Zum einen hatte Verdell die unnötige Pleite gegen Stanford mit einem Ballverlust im vierten Viertel mit zu verantworten gehabt, zum anderen hatten Oregons Coaches ihre Kollegen taktisch ausgetrickst. Bei einem Third Down an Washingtons 6-Yard-Linie hatten die Coaches der Huskies einen Pass erwartet. Stattdessen spielte Oregon einen Lauf direkt durch die Mitte, in der etwas mehr Raum war, sodass ein perfekt umgesetzter Block des rechten Guards reichte, um Verdell den Weg in die Endzone freizumachen. LB Ben Burr-Kirven, einer der Besten in Washingtons Abwehr, bezeichnete die Aktion später als "den perfekten Spielzug gegen das, was wir in dieser Situation gespielt haben".
Das war für die Huskies natürlich kein Trost. Sie waren zwar nicht wirklich besser als der Gegner, wirkten dank der größeren Erfahrung ihrer Schlüsselspieler in einigen Situationen aber etwas reifer und konsquenter. So erzielten sie im ersten Viertel nach einem Ballverlust des Gegners in der eigenen Hälfte einen Touchdown (den zum 10:3), während Oregon nach einer frühen Interception in der Hälfte der Huskies nur ein Field Goal gelang. Und in den Schlussminuten der regulären Spielzeit schien denn auch alles auf einen knappen Sieg der Gäste hinauszulaufen. Mit sieben Läufen, die im Schnitt mehr als fünf Yards brachten, vier erfolgreichen Pässen und ohne "Incompletions" arbeiteten sie sich in den letzten fünf Minuten von der eigenen 8-Yard-Linie bis an Oregons 20-Yard-Linie vor. Dann scheiterten sie aber, nach dem üblichen Icing-the-Kicker-Prozedere (Oregon hatte noch zwei Auszeiten), im dritten Anlauf mit einem Field-Goal-Versuch aus 37 Yards Entfernung. In der Verlängerung mussten sie vorlegen, holten nach einem 19-Yard-Lauf im ersten Spielzug aber nur noch drei weitere Yards und konnten so lediglich mit einen kurzen Field Goal mit 27:24 in Führung gehen.
Hoch - 14.10.2018

C.J. Verdell jubelt über den entscheidenden Touchdown (© Getty Images)
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