Nachdem man letzte Woche einen Spielzug vom Sieg über den amtierenden NFC-Champion entfernt war, waren die Hoffnungen in Chicago plötzlich groß und die Erwartungen für das Spiel gegen Tampa Bay stiegen deutlich. Doch alles kam anders. Die Buccaneers, die letzte Woche aufgrund des Hurricanes noch aussetzen mussten, dominierten ihren Gegner aus dem Norden. Schon zur Halbzeit stand es 26:0 und der Shutout wurde nur durch einen Touchdown in der letzten Minute des Spiels verhindert. Schlussendlich gewann Tampa 29:7 - es hätte aber auch deutlich höher sein können.
Mike Glennon hatte sich seine Rückkehr zu alter Wirkungsstätte sicher anders vorgestellt. Praktisch im Alleingang entschied er die Partie gegen seine Mannschaft - auch wenn seine Teamkollegen keine echte Hilfe leisteten. Drei frühe Turnovers inklusive einem Pick Six ließ er zu. Die Quarterback-Diskussion ist damit endgültig wieder eröffnet. Sollte nicht vielleicht doch Mitch Trubisky starten?
Solche Debatten kann man sich bei den Buccaneers sparen. Jameis Winston hatte das Spiel unter Kontrolle, auch wenn er schließlich nur für 204 Yards und einen Touchdown passte. Mehr war aber auch nicht nötig.
Während in der Windy City damit die Krise begonnen hat, gibt es in Florida ein neues Stimmungshoch. Die nächsten Spiele werden jedoch schon etwas schwieriger: In den nächsten drei Wochen trifft man auf Minnesota, den New York Giants und New England. Es wird sich also früh zeigen, wie stark Tampa wirklich ist. Die Bears blicken wohl dagegen mit Partien gegen Pittsburgh und Green Bay schon einem 0:4-Start entgegen.
Kai Weiß - 18.09.2017

jameis Winston und die Buccaneers ließen Chicago keine Chance. (© Getty Images)
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