Es war ein schier perfekter Nachmittag im Straubinger Spiderdome – das Wetter war herrlich und die Spiders luden zum ersten großen Kracher des Jahres, waren mit den München Rangers doch einer von zwei Absteigern aus der GFL 2 zu Gast. Doch eine spannende Partie war dieses Duell nur in Teilen der ersten Hälfte – gerade nach dem Pausentee haben die Spiders den Motor richtig zum Laufen gebracht und gezeigt, was diese Mannschaft leisten kann.
"Gerade in der 2. Halbzeit hat die Mannschaft ein nahezu perfektes Spiel abgeliefert – keine Sacks, keine Ballverluste oder Minus-Yards. Das System wirkt immer besser, weil jetzt auch die kleinen Rädchen immer mehr ineinandergreifen. Das war schon sehr stark, was meine Mannschaft heute abgeliefert hat!", so ein sichtlich stolzer Head Coach Roland Ertl.
Die Mannschaft legte los wie die Feuerwehr – ein schneller 3 and Out der Münchner wurde nur innerhalb von zwei Plays umgemünzt in den ersten Touchdown des Tages durch einen Lauf von Kevin Graupner. Kurz darauf war es dann Mark Wright, der Simon Schwetz zum ersten von zwei Touchdowns fand zum 14:00. Ein kleiner Hänger zum Wechsel des 1. Und 2. Quarter ließ die Mannschaft dann auch nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn die Rangers zumindest zu diesem Zeitpunkt noch Schritt halten konnten. Doch es wurde schnell deutlich im Spiderdome – die Spiders konnten zu jederzeit immer noch eine Schippe drauflegen und entsprechend punkten, dennoch zeigte der 35:21-Halbzeitstand nicht die Überlegenheit der Niederbayern.
Was die Spiders dann allerdings in der 2. Hälfte abgebrannt haben, war schon mehr als ein Feuerwerk. Der Anzünder – so Roland Ertl – war der Quarterback, Mark Wright: "Ich habe in der Pause gar nicht viel gesagt. Mark hat das Wort ergriffen in der Pause und der Mannschaft deutlich gemacht, das wir in der zweiten Hälfte jetzt auch klar machen, das wir die bessere Mannschaft sind. Er selbst hat das dann mit einer überragenden Leistung unterstrichen. Mittlerweile sieht man deutlich, warum Mark ein Spieler ist, den auch Teams aus der GFL gerne haben wollten! Doch nicht nur die Receiver oder Quarterbacks haben heute eine tolle Leistung gezeigt, vor allem unsere Offensive Line hat heute eine bärenstarke Leistung abgeliefert und unseren Backs eine Menge Zeit geschenkt!"
Entsprechend deutlich fiel die zweite Halbzeit aus – nur noch einen Touchdown ließen die Spiders zu, während die Offense der Spinnen noch einmal 27 Punkte zum Endergebnis von 62:27 erzielen konnte. Defense Assistant Coach Tom Gmeiner war entsprechend stolz auf seine Mannschaft: "Wir waren natürlich nicht glücklich, in der ersten Halbzeit 21 Punkte zu bekommen. Wir haben jedoch Ruhe bewahrt und reagiert. Die Jungs haben dann eine wirklich starke zweite Hälfte absolviert und deutlich gemacht, was in ihr steckt. Jetzt freuen wir uns auf das Spiel in Rothenburg!"
Wittig - 31.05.2017
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