Auf 10 Johnnys kommt 1 Cam

QB Johnny Maiziel wurde 2014 von den Browns als 22. Pick gedraftet.Jeder der es hören wollte, konnte am Freitag vernehmen, dass sich die Cleveland Browns von Johnny Manziel getrennt haben. Noch 2014 wurde QB Manziel als 22. Spieler gedraftet und es war der eigentliche Karrierehöhepunkt im Footballleben des damaligen Heisman Trophy Gewinners und bekannten "oft über die Strenge schlagenden Johnny Football Manziel".

Der begnadete Football Quarterback und Heisman Manziel ist aber nicht der einzige hoch dekorierte College Football Spieler, der in den letzten 50 Jahren Schwierigkeiten beim Sprung vom akademischen in das Profilager Probleme hatte – er wird wohl auch nicht der letzte Spieler sein, der im Profileben strauchelt. Auf zehn Johnnys kommt nur ein Cam Newton, so will es die Statistik und diese Zahl beschreibt nur die annähernd die Zahl derer, die aus persönlichen und sportlichen Gründen, den Sprung in die NFL nicht nachhaltig geschafft haben.

QB Danny Wuerffel ist ein Prototyp eines Spielmachers und Heisman Trophy Gewinners gewesen. Er wurde von den New Orleans Saints gedraftet, war aber nie in der Lage, an die glorreichen Collegezeiten bei den Florida Gators anzuknüpfen. Während drei NFL Spielzeiten bei den Saints erhielt er nur sechs Mal die Möglichkeit, als Starter anzutreten Weniger als 50 Prozent seiner Pässe erreichten ihre Ziele. Dafür kassierte er 16 Interceptions. Um sich zu verbessern, schickte ihn die NFL nach Europa zu Rhein Fire in die NFL Europe. Nachdem er den World Bowl VII gewann, kehrte er zurück, verbrachte eine Saison bei den Packers, bei den Bears und dann 2002 abschließend bei den Redskins.

Wie Wuerffel stammte auch Tim Tebow von den Gators. Tebows Problem Nummer Eins war es zu oft, dass sie ihn nicht so sehr als Passer sahen. Er brillierte als laufender Spielmacher, besaß jedoch eine QB Completion Rate von 47,9 Prozent und gewann als Starter nur neun Spiele. Das war irgendwann zu wenig.

Matt Leinart wurde von den Arizona Cardinals ausgewählt. Der USC Spielmacher gewann die Heisman Trophy 2004. Mit Reggie Bush galt er für ein paar Jahre als das Gesicht von USC. Der Sprung in die NFL gelang dagegen nicht so optimal. Als Rookie startete er elf Spiele für die Cardinals und verlor seinen Posten an Kurt Warner im Jahre 2007. Leinart verließ Arizona im Jahr 2009 und startete 2011 ein Comeback mit den Houston Texans. 2012 zeichnete er bei den Raiders, beendete seine Footballkarriere aber bereits nach zwei Spielen.

Steve Spurrier war bis zu seiner Pensionierung 2015 nicht nur ein ganz besonderer College Football Head Coach, sondern gewann 1966 die Heisman Trophy für und mit Florida. Gedraftet wurde er von der 49ers als dritter Pick 1967. Seine NFL Karriere dauerte allerdings, und das unterscheidet ihn von ganz vielen Spielern, doch war seine NFL-Erfolgsquote doch eher enttäuschend. In zehn Jahren startete er nur in 38 Spielen. Von diesen 38 Spielen startete er allein im Jahr 1976 zwölf Mal für die Tampa Bay Buccaneers, die ihre Premierensaison erlebten. Alle 12 Spiele verlor Spurrier und insgesamt erreichten auch nur 51,9 Prozent aller seiner NFL-Pässe einen Passempfänger. Er warf insgesamt 60 Interceptions und nur 40 Touchdown-Pässe. 1976 beendete er seine NFL Karriere und widmete sich dem Coaching Geschäft im College Football – und das war wohl seine beste Entscheidung von allen.

Alleine diese Beispiele zeigen, dass es einen recht großen Leistungsunterschied zwischen dem College Football Level und dem Profi Level gibt. Was auf dem College funktioniert, funktioniert nicht automatisch in der NFL. So manches Talent wurde zu früh verschlissen, oder konnte seinen frühen Ruhm nicht verkraften. Manchmal besaß ein Quarterback in der FBS einfach auch nur das Glück, den richtigen Anspielpartner, um berühmt zu werden, der ihm dann in der NFL wiederum fehlte. Andere Spieler waren dagegen im College Football eher ein unbekanntes Feigenblatt und explodierten später in der Profiliga. Sicher ist nur, dass die einzige Konstante im Footballgeschäft, wie auch im Sport und im Leben allgemein die Veränderung ist. Heute bist Du ein Held und morgen ein Verlierer - Nichts ist ewig auf dieser Welt und die Knochenmühle NFL erwartet von jedem Spieler nicht nur Können, Anpassungsfähigkeit, Willen, Leidenschaft und Einsatz, sondern auch die Bereitschaft, stets jenseits des Limits zu spielen - koste es, was es wolle.


Schlüter - 12.03.2016

QB Johnny Maiziel wurde 2014 von den Browns als 22. Pick gedraftet.

QB Johnny Maiziel wurde 2014 von den Browns als 22. Pick gedraftet. (© Getty Images)

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