Regensburg gewinnt auch in Passau

Das Verletzungspech bleibt in dieser Saison der treueste Begleiter der Passau Pirates. Nach dem Ausfall von StammQuarterback Florian Schneider musste nun auch sein Ersatz Roman Schenk eine Zwangspause einlegen. Und zu allem Überfluss musste Head Coach Andreas Scholler auf drei weitere Leistungsträger in der Offense verzichten. Aber alles Jammern nützt ja nichts und so stellte sich Felix Hümmer in den Dienst der Mannschaft und übernahm kurzfristig die Rolle des Spielmachers - und dies unter den gegebenen Vorgaben durchaus gut. Doch an einen Sieg war so für den Tabellenletzten Pirates gegen den Zweiten Regensburg Phoenix natürlich nicht so denken. Zwar hielt man sich besser als bei der 6:30-Niederlage im Hinspiel und versuchte mit viel Kampfgeist bis zum Schluss noch einmal in Schlagweite der Regensburger zu kommen, aber letztlich verlor man auch dieses Mal mit 14:35 recht deutlich.

Gegen den aktuellen Tabellenzweiten starteten die Eintrachtfootballer mit der eigenen Offense. Mit dem starken Laufspiel von Darion Neal und Igor Milos arbeiteten sich die Freibeuter nach vorne. 75 Yards Raumgewinn im Eröffnungsdrive und ein kurzer Touchdownlauf von Igor Milos bedeuteten die frühe 7:0 Führung für die Hausherren. Vor einer guten Kulisse von über 400 Zuschauern zum letzten Heimspiels machte auch die Defense anfänglich einen guten Job. Ein ausgespielter vierter Versuch von Regensburg zu einem 9 Yard Touchdown brachte aber dann doch den Ausgleich. Ein schlechter Punt kurz vor Ende des ersten Viertels sorgte dann für ein fast perfekte Ausgangssituation für die Gäste. Nur 15 Yard musste Phönix bis zur Endzone überbrücken.

Doch statt der sicheren Punkte holte sich Linebacker Andreas Mayer einen Quarterbacksack und Fumble. Die Pirates übernahmen den Ball wieder an der eigenen 35. Schnell stand man wieder in der gegnerischen Red Zone, blieb aber bei einem ausgespielten vierten Versuch ohne Punkte. Regensburg stellte jetzt in der Offense um und nutzte die Größenvorteile gegenüber den Passauer Passverteidigern geschickt aus. Mit schnellen Pässen machten sie immer wieder Raum und holten sich mit einem 17 Yard Touchdown-Pass die Führung. Die nächste Serie der Pirates brachte bedingt durch Strafen wieder nichts ein und so musste Luca Barthmann erneut punten. Ein sehenswerter Befreiungskick über 53 Yards brachte zumindest etwas Luft. An der eigenen 40 hatte dann die Defense um Thomas Ochmann Regensburg eigentlich gestoppt. Wieder spielten die Gäste den vierten Versuch aus, der Pass landete unberührt am Boden, doch eine Roughing the Passer Strafe bescherte den Gästen dennoch vier neue Versuche. Mit einem 19 Yard-Pass in die Endzone baute Phönix die Führung noch vor der Halbzeit auf 22:7 aus. Im direkten Gegenzug hätte Tight End Frank Art fast den Rückstand noch verkürzt, der lange Pass von Felix Hümmer im letzten Play des zweiten Viertels blieb aber ein Yard zu kurz.

Die Halbzeitpause gehörte den Cheerleadern und an diesem Tag auch den alten Haudegen aus Steelers und Red Wolves Zeiten. Viele waren der Einladung gefolgt und genossen den tollen Rahmen des letzten Saisonheimspiels. Im dritten Viertel konnte die Passauer Verteidigung den ersten Drive von Regensburg stoppen, gab dann aber das Angriffsrecht durch eine Interception gleich wieder ab. Wenig später holte Safety Raphael Stärk den Ball aber ebenfalls durch einen abgefangenen Pass zurück. Von der eigenen 20 ging es aber fast ausschließlich zurück. Beim fälligen Punt konnte sich Bathmann gerade noch aus der eigenen Endzone befreien und den Sack vermeiden, doch der Punt ging gerade mal bis zur eigenen 21-Yard Linie. Wieder stoppten die Freibeuter dreimal den Angriff der Regensburger und kassierten im vierten Versuch dann doch den Touchdown.

Die Pirates waren aber nicht bereit das Spiel aufzugeben und kämpften sich bis zu Beginn des letzten Viertels wieder in Punktereichweite. Zwei Spielzüge später tankte sich Running Back Darion Neal in die Endzone und verkürzte nach gelungenem Extrakick auf 14:28. Noch war genügend Zeit das Spiel zu drehen, doch der Onsidekickversuch landete beim Gegner. Wie knapp das Spiel eigentlich war machte der nächste Regensburger Drive deutlich. Dreimal benötigte das Team von Coach Nichols den vierten Versuch um den notwendigen Raumgewinn zu erzielen und wurden dann doch an der 25 Yardline der Pirates gestoppt. Passau seinerseits versuchte es nun mit Pässen, doch Felix Hümmer fehlte sich natürlich selbst als sicherer Passempfänger. So gab man den Ball in der eigenen Hälfte ab und Regensburg erzielte einen weiteren Touchdown zum 14:35 Endstand.

Gerade der Zusammenhalt im Team und weitere 60 Yards Raumgewinn im letzten Drive machen aber Hoffnung für die letzten beiden Auswärtsspiele: „Regensburg hat heute von den besseren Feldpositionen profitiert und da ihre Touchdowns gemacht. Auf der anderen Seite haben sie kaum Fehler gemacht und uns immer viel Feld als Aufgabe gegeben. Mit dem schnellen Kurzpasspiel hatten unsere jungen Cornerbacks zu kämpfen. Dass sie das dreimal lösen und im vierten Versuch dann doch das First Down abgeben, ist der Erfahrung geschuldet. Wir haben jetzt drei Wochen Zeit um uns zu regenerieren und an den kleinen Fehlern zu arbeiten. Zudem könnte der Ein oder andere Spieler dann wieder zurückkommen und uns im Saisonfinale wieder helfen.“, blickt Coach Scholler verhalten zuversichtlich auf die Begegnungen gegen Königsbrunn und Plattling.

Wittig - 23.06.2015

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