Studentinnen schnuppern bei den Dolphins

V.l.n.r.: David Schmidtmann, Katharina Czarnetzki, Jana Kim Brockmann und Sarina LauDrei Studentinnen der Universität Paderborn haben vergangene Woche am Training von den Paderborn Dolphins teilgenommen. Für ein medienpraktisches Seminar sollten Sarina Lau, Katharina Czarnetzki und Jana Kim Brockmann eine Radio-Reportage erstellen. Und da Frau Brockmann für die Medienbetreuung bei den Paderborn Dolphins verantwortlich ist, bot sich ein Training der Paderborner Footballmannschaft geradezu an. Und dabei hautnah bei den Vorbereitungen für die kommende Saison in der GFL 2 dabei zu sein. Die drei Medienwissenschafts- und Germanistik-Studentinnen berichten von ihren Erfahrungen und erzählen wie es ihnen beim Training ergangen ist.

Wind und Wetter zum Trotz, machten sich die drei am letzten Donnerstag auf den Weg zur Sporthalle nach Dahl. „Wir waren echt froh, als die Dolphins zugestimmt haben uns für die Radio-Reportage bei ihrem Training mitmachen zu lassen“, erzählt Jana. „Im Seminar wurde uns nahegelegt ein Thema mit lokalem Bezug auszuwählen und besonders der Aufstieg in die GFL 2 war der perfekte Aufhänger für unser kleines Projekt.“

Um möglichst interessantes Material für die Reportage aufnehmen zu können, entschied sich die Gruppe dazu, dass eines ihrer Mitglieder am Training teilnehmen sollte und das Los traf Sarina. „Obwohl ich erst mit mir gehadert habe, ob mein wöchentliches Zumba-Training reichen wird, um mit den Jungs mithalten zu können, habe ich mich dann doch auf das Training gefreut“, erzählt sie. „Aber als ich dann in der Sporthalle ankam, habe ich mich mit meinen 1,68m zwischen den ganzen Spielern echt ziemlich klein gefühlt.“ Trotz Nervosität, wagte sie sich dann aber doch ins Getümmel. Teammanager David Schmidtmann sollte ihr dabei zur Seite stehen. „Dich erwartet heute viel Konditionstraining, viel Arbeit mit den Füßen und vor allem sehr viel Spaß“, erklärte er der Studentin.

Die erste Übung lautete ‚Speed Ladder‘ und bestand darin, immer einen Fuß zwischen die Sprossen der am Boden liegenden Leiter zu setzen. „Damit verbessert man seine Technik und sorgt dafür, dass die Fußarbeit schneller und besser wird“, erläuterte der Teammanager. Gesagt, getan! „Das ist echt total anstrengend und es ist schwierig, nicht die ganze Zeit auf den Boden zu gucken“, lautete Sarinas Resümee.

Dann hieß es die Wurf- und Fangtechnik genauer ins Auge zu nehmen. „Man denkt immer das wäre so einfach, aber der Ball fliegt ganz anders als normale Bälle. Da muss man sich ziemlich konzentrieren“ berichtete die Studentin und bekam in einer unachtsamen Sekunde prompt den Ball ins Gesicht. „Sowas passiert normalerweise nicht“, sagt David Schmidtmann. „Wir tragen alle einen Helm, der unser Gesicht schützt.“

Zu Sarinas eigenem Schutz, wurden im Zuge dessen Pad und Helm angelegt. „Das ist echt schwer. Und bewegen kann man sich in diesem Panzer auch kaum. Ich komme mir vor wie eine Schildkröte. Was kann mir jetzt hier drin im schlimmsten Fall passieren? Was passieren im Football so für schlimme Verletzungen?“, fragte Sarina genau nach. „Man glaubt immer, dass American Football ein sehr verletzungsintensiver Sport ist, aber Football ist nicht verletzungsintensiver als Fußball oder Handball. Football ist ein Kollisionssport – also wir geraten oft mit unseren Helmen und Shoulderpads aneinander – und da bleiben blaue Flecken natürlich nicht aus, aber schwerere Verletzungen, wie Kreuzbandrisse, sind nicht die Regel. Passiert zwar, aber das ist wie im Fußball oder anderen Sportarten – da steckt man nicht drin“, konnte David Schmidtmann Sarina beruhigen.

Nach der individuellen Trainingseinheit stellte Sarina dann die Fragen aller Fragen: „Und? Bin ich jetzt im Team? Kann ich jetzt bei euch mitmachen?“ „Wir würden dich super gerne aufnehmen, du hast das heute auch ganz toll gemacht, aber die Problematik ist, dass Frauen bei uns in der Liga nicht mitspielen dürfen. Sonst würden wir dich natürlich gerne aufnehmen“, lenkte David Schmidtmann ein.

Als die Audioaufnahmen alle im Kasten sind, zieht Katharina ein Resümee: „Das war ein richtig lustiges Training mit den Jungs und wir würden die Dolphins jeder Zeit wieder fragen. Wir konnten tolles Material aufnehmen und da werden wir für unser Seminar sicherlich eine tolle Reportage draus machen können.“ Trotz Erschöpfung fällt auch Sarinas Meinung durchweg positiv aus: „Das hat wirklich Spaß gemacht. Trotzdem hänge ich meine Football-Karriere lieber wieder an den Nagel. Da gucke ich mir die Spiele der Jungs lieber wieder ab April im Hermann-Löns-Stadion von der Tribüne aus an."

Tillmann - 14.01.2015

V.l.n.r.: David Schmidtmann, Katharina Czarnetzki, Jana Kim Brockmann und Sarina Lau

V.l.n.r.: David Schmidtmann, Katharina Czarnetzki, Jana Kim Brockmann und Sarina Lau (© Dolphins / Gorniak)

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