USC zerstörte Stanfords Endspielträume und kann jetzt sogar auf das Erreichen des Championship Games der Pac-12 Conference hoffen. Ein 47-Yard-Field-Goal 19 Sekunden vor Spielende verhalf den Trojans zu einem 20:17-Erfolg, der für das Team ein Schlüsselerlebnis auf dem Weg zurück zu einstiger Größe gewesen sein kann. Das Herumgestolpere der ersten Wochen dieser Saison ist nach den letzten Erfolgen jedenfalls längst vergessen. Seit der Entlassung von Head Coach Lane Kiffin Mitte Oktober wird die Mannschaft immer besser, und so kam der Sieg gegen Stanford für die Trojans gar nicht mal überraschend. „Wir wollten hart arbeiten und uns in dem Glauben vorbereiten, dass wir das Spiel gewinnen werden. Das war unsere Überzeugung unter der Woche. Nicht auf eine überhebliche Art, aber die Jungs waren überzeugt davon, zu gewinnen, und das war ein gutes Gefühl“, sagte Ed Orgeron, der das Team zurzeit noch nur übergangsweise coacht. Zugegeben, aus eigener Kraft kann USC Platz eins in der South Division der Pac-12 nicht mehr erreichen, aber sollte man die letzten beiden Spiele bei Colorado und gegen den Lokalrivalen UCLA gewinnen, dann wäre das Saisonergebnis mit einer Bilanz von dann 10-3 immer noch achtbar genug.
Bei Stanford war nach der Niederlage, die das Team vermutlich den Einzug in das Pac-12 Championship Game gekostet haben wird, natürlich Katerstimmung angesagt. „Uns ist in der Offensive nicht genug gelungen. Wenn uns gute Spielzüge gelangen, dann resultierten oft nicht in Punkten. Gegen eine gute Mannschaft wie dieses, noch dazu wenn die zu Hause spielt, musst du Punkte erzielen. Zweimal waren wir kurz davor und hatten einen geblockten Field-Goal-Versuch und leisteten uns eine Interception. So gewinnt man keine Auswärtsspiele in dieser Conference“, sagte Head Coach David Shaw zur Leistung seines Teams.
Stanford war keineswegs schlechter als die Trojans, konnte im Angriff seine Spielanlage weitgehend wie gewohnt umsetzen und in der Abwehr das Laufspiel des Gegners fast völlig abmelden. Zum Verhängnis wurden dem Team die schon erwähnten ausgelassenen Chancen, meist in Kombination mit Ballverlusten, und dass die Abwehr weder genug Druck auf USCs QB Cody Kessler machen noch die beiden WR Marqise Lee und Nelson Agholor in Schach halten und damit das Passspiel der Gastgeber entscheidend beeinträchtigen konnte. Lee und Agholor fingen mehr als die Hälfte von Kesslers erfolgreichen Pässen (14 von 25) und zehn davon brachten neue First Downs. Einer davon war besonders wichtig. Bei USCs letztem Angriff, der mit dem Field Goal zum 20:17 endete, fing Lee im vierten Spielzug bei einen vierten Versuch und zwei zum First Down fehlenden Yards, das Ganze an Stanfords 48-Yard-Linie, einen 13-Yard-Pass. Sechs Spielzüge später traf K Andre Heidari zum Sieg.
Stanford hatte mit seinem ersten Angriff in der zweiten Halbzeit (zehn Spielzüge, 92 Yards, knapp fünf Minutenn verbrauchte Spielzeit) das 17:17 erzielt und bekam kurz darauf sogar die Chance, in Führung zu gehen, als Kessler vier Spielzüge später bei einem Quarterback Sack den Ball verlor und Stanford so an USCs 19-Yard-Linie in Ballbesitz kam. Stanford schaffte in drei Spielzügen aber keinen First Down, geschweige denn einen Touchdown, und der fällige Field-Goal-Versuch aus nur 30 Yards Entfernung wurde geblockt. Beim übernächsten Ballbesitz arbeitete sich Stanford in sechs Spielzüge von der eigenen 15-Yard-Linie bis zu einem First Down an USCs 6-Yard-Linie vor, ging aber erneut leer aus, weil SS Dion Bailey bei einem dritten Versuch von der 10-Yard-Linie aus einen Pass von QB Kevin Hogan an der 8-Yard-Linie abfig. Schließlich endete der erneut übernächste Ballbesitz der Gäste im zweiten Spielzug mit einer weiteren Interception, dieses Mal an USCs 44-Yard-Linie. Im Anschluss daran gelang USC neun Spielzüge später das schon erwähnte Field Goal zum Sieg.
Hoch - 17.11.2013

USCs K Andre Heidari holt in den Schlusssekunden zum entscheidenden Kick beim 20:17-Sieg gegen Stanford aus. (© Getty Images)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Sam Darnold hat als erster USC Quarterback mit den Seattle Seahawks den Super Bowl gewonnen und hat damit einen weiteren Meilenstein in seinem Legendenstatus als einer der größten Trojans Spieler gesetzt. Darnold wird von den USC-Fans für seine Zeit als Anführer der Trojans-Offensive unter schwierigen Umständen verehrt, hat damit aber auch...
Spiele USC Trojans
31.08.
USC Trojans - Missouri State Bears
73
:
13
07.09.
USC Trojans - Georgia Southern Eagles
59
:
20
13.09.
Purdue Boilermakers - USC Trojans
17
:
33
21.09.
USC Trojans - Michigan State Spartans
45
:
31
27.09.
Illinois Fighting Illini - USC Trojans
34
:
32
12.10.
USC Trojans - Michigan Wolverines
31
:
13
19.10.
Notre Dame Fighting Irish - USC Trojans
34
:
24
02.11.
Nebraska Cornhuskers - USC Trojans
17
:
21
08.11.
USC Trojans - Northwestern Wildcats
38
:
17
15.11.
USC Trojans - Iowa Hawkeyes
26
:
21
22.11.
Oregon Ducks - USC Trojans
42
:
27
30.11.
USC Trojans - UCLA Bruins
29
:
10