Zum zweiten Mal in diesem Jahr mussten die Berlin Adler auf ihr Trainingsgelände ausweichen. Das ehemals von den französischen Besatzern genutzte Stade Napoleon ist zwar durchaus schön gelegen und verfügt über einen ordentlichen Rasenplatz, ansonsten aber eben nur über Stehplätze. Ein Umstand der nur von den "härtesten" Fans goutiert wird. Da auch die Anzahl der Parkplätze stark limitiert ist und öffentliche Verkehrsmittel nur für "gute Wanderer" als in Reichweite zu bezeichnen sind, blieb die Partie gegen die Cologne Falcons, wie schon drei Wochen zuvor die Partie gegen Düsseldorf, eine Angelegenheit für Eingeweihte. Sportlich agiert man im Stade aber durchaus erfolgreich, wenn natürlich auch festzuhalten ist, das die beiden dort gespielten Gegner wohl in diesem Jahr die beiden schwächsten Teams in der GFL Nord sind.
Sei es drum, ein Sieg ist ein Sieg und wenn dieser dann derart ungefährdet wie gegen Köln mit 33:13 eingefahren wird, kann jeder bei den Adlern zufrieden sein, auch wenn natürlich die Vorfreude auf die Rückkehr in den Jahn-Sportpark zur Partie am kommenden Samstag groß ist. Darf man dann doch auch mit einer akzeptablen Zuschauerkulisse rechnen, zumal der Tabellenführer aus Niedersachsen durchaus dafür bekannt ist, seine eigenen Fans auch zu Auswärtsfahrten motivieren zu können.
Sportlich schwerer als gegen Köln wird es dann für die Berliner aber mit Sicherheit werden. Gegen die Falcons konnten die Adler von Beginn an auftrumpfen und führten durch Touchdowns von Larry Croom, Danilo Naranjo-Gonzales und Pascal Heck, sowie einem Field Goal von Benjamin Scharweit schon im zweiten Viertel deutlich mit 24:0. Zwar konnte Michael Hopper noch vor der Halbzeit auf 7:24 verkürzen und im letzten Quarter noch ein weiteres Mal scoren, doch an der Überlegenheit der Berliner änderte dies alles nichts. Spätestens als Danilo Naranjo-Gonzales im dritten Spielabschnitt auf 31:7 erhöhte war die Entscheidung gefallen.
Schon früh konnten die Berliner so ihre Schlüsselspieler schonen, so kam Adler-Topscorer Conrad Meadows nur auf einem gefangenen Pass für 17 Yards, hatte dafür aber die Gelegenheit seine Mitspieler einmal in Ruhe von der Seitenlinie aus zu beobachten. Auch QB Kevin Ramay genoss es durchaus einmal nicht permanent unter Druck zu stehen, auch wenn er bis zum Schluß sein Tagwerk vollbrachte. 16 seiner 22 Pässe fanden für 238 Yards einen Abnehmer - verbunden mit drei Touchdown-Pässen und 57 selbst erlaufenden Yards darf man von einem durchaus angenehmen Nachmittag für Ramay sprechen, wie dieser auch selbst befand: "Ein bisschen mehr Zeit als in anderen Partien haben mir die Kölner schon gegeben. Wenn dazu die eigene Line auch einen sehr guten Job macht, dann kann man natürlich alle möglichen Optionen noch etwas genauer ins Visier nehmen und dadurch erfolgreicher spielen."
Wittig - 26.08.2013

Kevin Ramay konnte gegen Köln relativ ungestört agieren. (© Couturier)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
Die Berlin Adler dominierten auch das Rückspiel gegen die Magdeburg Virgin Guards. Am heimischen Stade Napoleon behielten die Hauptstädter am Ende mit 78:10 (22:0, 18:3, 22:7, 16:0) die Oberhand und bleiben so auch nach sieben Spielen ungeschlagen an der Tabellenspitze.
In der ersten Halbzeit konnten die Adler jede ihrer Angriffsserien mit einem Touchdown abschließen. Dreimal lief Ballträger Patrick Oliveira in die...
Spiele und Tabelle Berlin Adler
18.04.
Berlin Adler - Chemnitz Crusaders
58
:
3
02.05.
Magdeburg Virgin Guards - Berlin Adler
7
:
61
16.05.
Berlin Adler - Erfurt Indigos
76
:
13
23.05.
Berlin Adler - Cottbus Crayfish
58
:
7
13.06.
Erfurt Indigos - Berlin Adler
7
:
77
20.06.
Chemnitz Crusaders - Berlin Adler
0
:
35
28.06.
Halle Falken - Berlin Adler
abgesagt
05.07.
Berlin Adler - Magdeburg Virgin Guards
78
:
10
Berlin Adler
1.000
7
7
0
0
443
:
47
Halle Falken
.667
6
4
2
0
95
:
85
Cottbus Crayfish
.571
7
4
3
0
167
:
153
Chemnitz Crusaders
.500
6
3
3
0
63
:
145
Erfurt Indigos
.200
5
1
4
0
106
:
231
Magdeburg Virgin Guards
.000
7
0
7
0
97
:
310
22.08.
Berlin Adler - Halle Falken
15:00 Uhr
29.08.
Cottbus Crayfish - Berlin Adler
16:00 Uhr