In den ersten Spielen der Junioren EM in Austin, Texas sind die Überraschungen bisher ausgeblieben. Die Favoriten setzten sich klar durch. Einzig die Partie USA gegen Amerikanisch Samoa hat ein kleines Ausrufezeichen gesetzt. Der Titelfavorit gewann nur mit 27:6 gegen den Newcomer aus der Südsee und war mit mehr Schwierigkeiten als erwartet konfrontiert. „Sie waren schnell und spielten sehr hart und verfügten über ein breites Spielschema“, musste entsprechend der USA Coach Steve Specht zugeben. „Sie spielten mit ihren Herzen und gaben alles.“
Jesus Wilson eröffnete die Partie mit einem sehenswerten 75 Yards Touchdownrun. Auch der im nächsten Drive mit neun Spielzügen über 80 Yards verlief noch planmäßig. QB Brayden Scott bediente DeMarcus Ayers über 43 Yards und musste die letzten Grashalme nur noch selbst überwinden, um das 13:0 zu erzielen. Nachdem US-Linebacker Cory Jasudowich einen Fumble erzwang und Reggie Chevis das Spielgerät eroberte, bahnte sich das 20:0 an. Scotts neuer Angriff benötigte 15 Spielzüge und 84 Yards und schloß diese Serie mit einem sieben-Yard-Pass auf Ayers ab.
Noch vor der Halbzeitpause erlebte Amerkanisch Samoa seine Sternstunde. Waren bislang alle Angriffe ohne Erfolg gekrönt, so sollte der Spielmacher Ben Langford wenigstens einmal seine Offense über 66 Yards über das Feld führen und beschäftigte die amerikanische Abwehr über vier Minuten, bis Howard Tautu zum 20:6 scorte.
"Wir haben heute eine großartige Lektion erhalten. Ich möchte Coasch Specht zu seinem Team gratulieren. Zuerst störten sie unseren Rhythmus und ich sagte zu unseren Jungs, dass sie hiervon lernen sollen“, bemerkte Samoas Coach Pooh Taase.
Angespornt von der ersten Punktewertung zwang die samoanische Defense die USA sogar zum Punten. Der folgende Angriffsversuch wurde allerdings an der 39 Yards Line der USA gestoppt. Defensive back Cameron Walker beendet die schwungvolle Phase der Aussenseiter mit einer Interception an der 15 Yards Line.
Im vierten Viertel, nach einer Reihe von Punts auf beiden Seiten sollte QB Scott eine Serie von vier Pässen komplett abschließen. Tarean Folston überwand das letzte Yard und erlief den Endstand von 27:6 für die USA, die nun am 4. Juli gegen Österreich spielen werden. Amerikanisch Samoa wird in der Trostrunde am 3. Juli auf Panama treffen und kann noch maximal den fünften Platz erreichen.
Schlüter - 01.07.2012

Team USA hatte gegen Samoa mehr Schwierigkeiten als erwartet. (© Kratky)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
![]()
Als kleinste und am niedrigsten platzierte Nation bei der IFAF Flag Football Weltmeisterschaft 2026 fügte Amerikanisch-Samoa dem sechsmaligen Weltmeister USA die erste Niederlage seit dem Jahr 2012 zu und besiegte die Auswahl der Vereinigten Staaten sensationell mit 38:32. Angeführt wurde das Team von Amerikanisch-Samoa von Quarterback Taulia Tagovailoa, dem...
![]()
Mit großen Ambitionen war die International Arena League 2026 angetreten. Teams aus den USA und Europa sollten gemeinsam Arena Football spielen und eine Liga entstehen lassen, die beide Kontinente miteinander verbindet. Doch der europäische Teil des Projekts brach bereits früh in der Saison auseinander. Noch vor dem dritten Spieltag implodierte...