Kuhn weiter nur an der Seitenlinie

Markus Kuhn kann weiterhin nur an der Seitenlinie stehenZuerst war es eine Verletzung, die den Deutschen DT Markus Kuhn beim New York Giants Rookie Camp Anfang Mai an die Seitenline verbannte, jetzt ist es die Bürokratie, die ihn vom Feld fernhält. Noch immer wartet Kuhn auf seine Arbeitserlaubnis und diese läßt leider auf sich warten.

"Wir würden ihn gerne auf dem Feld sehen, aber das geht leider nicht. Auf dem Video von NC State sah er immer sehr gut aus, genau das was wir suchen. Nur würde ich mir gerne bald auch einen eigenen Eindruck auf dem Feld von ihm machen", erklärte New York Giants Head Coach Tom Coughlin auf seinen Siebtrundenpick aus Deutschland angesprochen.

Für Kuhn ist dies selbst eine recht unschöne Situation, denn auch er ist sehr motiviert und würde gerne mit seinen Teamkollegen endlich zusammen auf dem Feld stehen. Die Organisierten Trainingseinheiten der ganzen Mannschaft musste Kuhn bereits verpassern, in den kommenden Tagen steht das einzige Minicamp der Giants an, bevor es in die rund vierwöchige Sommerpause vor dem Trainingslager geht.

Dass der ehemalige Spieler der Weinheim Longhorns diese Trainingseinheiten verpasst, kann für ihn zu einbem großen Nachteil werden, denn die Konkurrenz auf seiner Position ist stark. Derzeit darf er nur in den Videoanalysen und Theoriestunden sein Verständnis vom Spielsystem der Giants demonstrieren und erntet dafür von den Trainern viel Lob. Doch wird Football nunmal nicht auf der Tafel und im Videozimmer gespielt, sondern auf dem Feld. Bis zu sechs Monate kann der Antrag auf ein Arbeitsvisum dauern, auch wenn Kuhn immer noch hofft täglich dieses Visum in der Post zu haben. Da aber auch die Giants hinter ihm stehen, kann er zumindest darauf hoffen im Trainingslager der Giants Mitte Juli an der Universität von Albany endlich aufs Feld zu dürfen. Solange bleibt es für ihn eine Geduldsprobe.

Wie sehr diese US-Arbeitsvisa die Chancen der Nicht-Amerikaner in der NFL einschränken, hat nicht zuletzt im vergangenen Jahr der Duisburger LB Matthias Berning erfahren müssen. Nachdem er in der NFL Draft nicht berücksichtigt wurde, landete er im Trainingslager der New York Jets, schaffte den Sprung ins Reserve-Team, wurde dort aber wieder entlassen. Als die Jets um Weihnachten herum einen Linebacker mit Erfahrung im Spielsystem des Teams suchten, war Berning erste Wahl und wäre mit einem Vertrag ausgestattet in die Mannschaft gekommen. Doch auch sein Visum war abgelaufen und musste erst noch erstellt werden, was so kurzfristig nicht möglich war und ihn daher um seine NFL Chance brachte.

Für Markus Kuhn bleibt daher nur zu hoffen, dass ihm dieses Schicksal erspart bleibt und er nicht am hölzernen Schreibtisch eines Büros in Washington D.C. um seine Chance auf eine Karriere in der NFL gebracht wird.

Schüler - 11.06.2012

Markus Kuhn kann weiterhin nur an der Seitenlinie stehen

Markus Kuhn kann weiterhin nur an der Seitenlinie stehen (© Schüler)

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