Die schlechte Nachricht für die Michigan Wolverines hatte nichts mit dem eigenen Spiel zu tun. Weil die Michigan State Spartans ihr Spiel gewannen, hatten das Team von Head Coach Brady Hoke allerdings keine Chance mehr in das erste Championship Game der Big Ten Conference einzuziehen. Selbst wenn es Quarterback Denard Robinson und Co. im letzten regulären Saisonspiel noch schaffen sollten, in der Bilanz mit den Rivalen gleichzuziehen, spräche der direkte Vergleich gegen sie. Damit hat es sich aber auch schon mit den schlechten Nachrichten.
Auf dem Feld wussten die Wolverines gegen Big-Ten-Neuzugang Nebraska nämlich in allen Belangen zu überzeugen. In einem der besten Spiele der letzten Jahre stachen nicht nur die Trümpfe der Offense, sondern auch die Defensive hatte die Cornhuskers jederzeit unter Kontrolle. Zwei erlaufene, sowie zwei erworfene Touchdowns von Denard Robinson bedeuteten einen der souveränen Tage, die man von dem Spielmacher gerne öfter gesehen hätte, aber auch schon des Öfteren gesehen hat. Die vier Turnovers, die sich die Defense erarbeiten konnte, bedeutete aber genau die Art von Vorstellung, die es unter Ex-Coach Rich Rodriguez gebraucht hätte, um ihm den Job zu sichern.
Weil auch die Special Teams ihren Teil zum Erfolg beitrugen – etwa mit einem First Down durch einen Field Goal Fake kurz vor der Endzone –, konnte Michigan sich in der zweiten Halbzeit einen ungefährdeten 45:17-Erfolg sichern. Stand es zur Halbzeit noch 17:10 fanden die Cornhuskers in Hälfte zwei keine Mittel mehr um die Wolverines zu stoppen. Und nach vorne ging auch nicht viel: Nebraskas Running Back Rex Burkhead erlief gerade einmal 36 Yards, was für ihn den Tiefstwert in dieser Spielzeit bedeutet. Außerdem fand er zum ersten Mal in dieser Saison nicht den Weg in die Endzone.
Die Fans in Ann Arbor nahmen die Leistungssteigerung wohlwollend zur Kenntnis. Schließlich steht in der kommenden Woche das Heimspiel gegen den Erzrivalen Ohio State an. Die von Strafen, Verletzungen und Krisen gebeutelten Buckeyes haben die letzten sieben Spiele gegen die Wolverines gewonnen, könnten aber in dieser Form leichte Opfer für Michigan abgeben. Zumal das Spiel auch noch im Michigan Stadium stattfindet. „Beat Ohio“ schallte es dementsprechend zum Ende des Spiels und auch noch danach durch das weite Rund.
Gelingt dieser prestigeträchtige Sieg bewahren sich die Wolverines auch die Chance auf eine Teilnahme in einem der BCS-Bowls. Denn auch wenn man keine Chance mehr hat, die Division zu gewinnen, ist die Situation in den Rankings eine andere. Hier könnten die Wolverines am Ende der Vertreter der Big Ten etwa im Rose Bowl sein. Mit der beeindruckenden Spätform des Teams wäre man sicherlich ein würdiger Vertreter der Conference, die in diesem Jahr leider nicht nur sportlich Schlagzeilen gemacht hat.
Garn - 20.11.2011

Die Michigan Wolverines konnten nach dem Sieg gegen Nebraska jubeln. (© Getty Images)
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Spiele Michigan Wolverines
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30
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24
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31
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20
:
31
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21
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16
15.11.
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22
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22.11.
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20
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45
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Michigan Wolverines - Ohio State Buckeyes
9
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27