Hängepartie geht vorerst weiter

Jetzt sind die Verhandlungsführer der Spieler, hier der einstige NFLPA Executive Director DeMaurice Smith, am Zug.Die Hängepartie im Arbeitskampf in der NFL geht vorerst weiter. Die Team-Besitzer stimmten am Donnerstag über einen neuen Tarifvertrag mit den Spielern, dessen wesentliche Punkte in den letzten Wochen mit den Spielern ausgehandelt worden waren, ab und gaben diesem Vorschlag mit 31 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung (Oakland Raiders) ihre Zustimmung. „Wir haben eine langfristige Übereinkunft erarbeitet, die gut für den Football-Sport ist. Es ist Zeit, sich wieder mit dem eigentlichen Football zu beschäftigen. Das ist es, was alle hier wollen“, sagte Goodell bei der Bekanntgabe der Zustimmung der Team-Besitzer unter anderem. Die nach der Verkündung des Abstimmungergebnisses durch NFL Commissioner Roger Goodell aufkommende Freude bei den Fans wurde aber sogleich wieder abgewürgt. Die Spieler müssen dem Ganzen noch zustimmen und diese Zustimmung könnte sich noch tagelang, wenn nicht noch länger, hinziehen. Eine erste Folge hat das bereits. Goodell verkündete zugleich, dass das Hall of Fame Game, mit dem traditionell die Preseason-Spiele eröffnet werden, in diesem Jahr ausfällt. Das Spiel in Canton (Ohio), dem Sitz der Pro Football Hall of Fame, hätte eigentlich am 7. August stattfinden sollen.

Mit ihrer Zustimmung zum vorgeschlagenen neuen Tarifvertrag haben die Team-Besitzer die Spieler ein Stück weit unter Druck gesetzt. Wenn die Spieler am heutigen Freitag ebenfalls zustimmen würden, dann könnten bereits ab Samstag das Training sowie Verhandlungen über Verträge mit den im April gedrafteten Spieler (die dürften auch sofort unter Vertrag genommen werden) sowie Free Agents beginnen. Ab kommenden Mittwoch dürften Free Agents unter Vertrag genommen werden, und die Trainingscamps könnten beginnen, wobei es an den ersten drei Tagen nur Trainingseinheiten ohne volle Ausrüstung geben darf. Das Problem: Eine Einigung ist von Seiten der Team-Besitzer an die Bedingung geknüpft, dass sich die Spielergewerkschaft NFLPA, die sich im März aufgelöst hatte, weil nur so einzelne Spieler gegen die NFL wegen des angeblichen Verstoßes gegen Kartellgesetze klagen konnten, wieder konstituiert. Die Team-Besitzer sehen das eher als eine Formalie, die relativ schnell zu machen sei, die aus ihrer Sicht aber zwingend erforderlich ist, weil nur dann einheitliche Richtlinien für Bereiche wie Dopingbekämpfung oder diziplinarische Maßnahmen bei Fehlverhalten von Spielern in Kraft gesetzt werden könnten. Die Verhandlungsführer der Spieler wollen aber, dass, wie bei der Selbstauflösung der NFLPA, jeder Spieler einzeln seine Zustimmung zur Neukonstituierung der NFLPA gibt.

Das könnte einige Tage dauern. Zugleich gibt es noch ein paar offene Punkte. Und die Spieler sträuben sich gegen einen der Eckpunkte des neuen Vertrages, die Laufzeit. Die soll zehn Jahre betragen, und es ist eine Konventionalstrafe für den Fall vorgesehen, dass eine der beiden Seiten den Vertrag vorzeitig kündigen wollte. Die Spieler wollen eine Ausstiegsklausel haben, nach der der Vertrag nach sieben Jahren gekündigt werden könnte. Es bleibt also spannend, und man darf gespannt sein, was an diesem Freitag passiert.

Hoch - 22.07.2011

Jetzt sind die Verhandlungsführer der Spieler, hier der einstige NFLPA Executive Director DeMaurice Smith, am Zug.

Jetzt sind die Verhandlungsführer der Spieler, hier der einstige NFLPA Executive Director DeMaurice Smith, am Zug. (© Getty Images)

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