Der nächste Skandal?

Troy Reddick (Nr. 66) ist einer von vier ehemaligen Spielern von Auburn, der behauptet, Geld zugesteckt bekommen zu haben.Zurzeit hat man zumindest gefühlt den Eindruck, als wenn im College Football kaum eine Woche vergeht ohne eine neue Skandal-Geschichte. Seit dieser Woche steht der amtierende National Champion Auburn - mal wieder, muss man nach der Cameron-Newton-Geschichte im letzten Jahr sagen - in schiefem Licht da. In einem Beitrag für die Sendung „Real Sports with Bryant Gumble“ des Kabel-TV-Senders HBO behaupteten vier ehemalige Spieler der Tigers, die DEs Stanley McClover und Raven Gray, OT Troy Reddick und G Chaz Ramsey, dass sie während ihres Anwerbens und ihrer aktiven Zeit bei Auburn von Förderern der Universität (so genannte Booster) Geldzahlungen bekommen hätten, was ein Verstoß gegen die NCAA-Regeln wäre. Ihren Schilderungen zufolge ist den Vier das Geld meist in Beträgen von einigen Hundert Dollar nach Spielen zugesteckt worden, von Personen, die sie nicht näher kannten. Im Laufe der Zeit sollen so Beträge von mehreren Tausend Dollar zusammen gekommen sein. McClover berichtete außerdem von sexuellen Gefälligkeiten bei Besuchen von LSU und Michigan State während des Recruiting-Prozesses. Und Reddick behauptete sogar, dass er Geld von einem der damaligen Assistant Coaches von Auburn bekommen habe. Das Ganze soll passiert sein als der heutige Head Coach von Texas Tech, Tommy Tuberville, Head Coach bei Auburn war und Auburns heutiger Head Coach Gene Chizik dessen Defensive Coordinator.

In den Medien wurden die Anschuldigungen mit Skepsis aufgenommen, und Chizik bezeichnete sie in einer ersten Reaktion als „reinen Müll“. Zweifel weckt vor allem, dass die Vier in dem Beitrag eher vage Angaben machten und keine Namen nannten. Außerdem waren zumindest Ramsey, dessen Karriere 2007 wegen einer Rückenverletzung vorzeitig ein Ende fand und der später Auburn erfolglos wegen angeblich fehlerhafter medizinischer Betreuung verklagt hatte, und Gray, der sich 2008 eine Knieveeletzung zugezogen und nie für Auburn gespielt hatte, zu unwichtig, um ihnen Geld zuzustecken (McClover und Reddick waren 2004 und 2005 allerdings Stammspieler). Chizik stört sich zudem am Umgang von HBO mit der Geschichte. „Was mich irritiert, ist, dass sie andere frühere Spieler von Auburn befragt haben, die genau das Gegenteil sagten, aber irgendwie fand das nicht den Weg in die Sendung, falls ich diesen Teil nicht verpasst habe“, stichelte er. Auch einige Spieler meldeten sich mit kritischen Tönen zu Wort. „Ich versuche jetzt nicht, mich wichtig zu machen, aber wenn einer von solchen Vorgängen etwas mitbekommen hätte, dann wäre ich einer von denen gewesen. Ich wurde damals heftig umworben, und es gab ein kräftiges Tauziehen zwischen Arkansas und Auburn, um mich zu bekommen. Mir wurde nie irgendwelches Geld angeboten, und ich habe nie irgendetwas in der Art, was sie sagen, gehört oder gesehen. Ich hätte das Geld auch gut gebrauchen können. Das Studium war finanziell ein ziemlicher Kraftakt“, sagte zum Beispiel OT Lee Ziemba, einer der Leistungsträger der letztjährigen Meistermannschaft. Und Junior Rosegreen, ehemals Safety bei den Tigers und 2004 Team-Kollege von McClover, bezeichnete diesen als „verdammten Märchenerzähler“. Trotzdem werden Auburn, die Southeastern Conference und die NCAA die Anschuldigungen untersuchen.

Hoch - 03.04.2011

Troy Reddick (Nr. 66) ist einer von vier ehemaligen Spielern von Auburn, der behauptet, Geld zugesteckt bekommen zu haben.

Troy Reddick (Nr. 66) ist einer von vier ehemaligen Spielern von Auburn, der behauptet, Geld zugesteckt bekommen zu haben. (© Getty Images)

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