Es war ein Spiel der zwei Hälften. In der ersten Hälfte dominierten die Pittsburgh Steelers nach belieben und schienen die Jets aus dem Stadion prügeln zu wollen. Zur Pause hatten die Steelers einen nur scheinbar sicheren 24:3-Vorsprung herausgespielt. Die Jets kamen jedoch wie verwandelt aus der Kabine und drehten den Spieß in der zweiten Hälfte einfach mal um, erzielten Punkt um Punkt und mussten sich dann doch noch knapp mit 24:19 geschlagen geben.
„Das war ein großes Spiel gegen einen großen Kontrahenten. Wir hatten heute viele Helden in unserem Team. Viele Spieler haben entscheidende Aktionen gezeigt. Alles zusammen hat für den Sieg gereicht. Wir sind unserem Ziel heute einen großen Schritt näher gekommen“, meinte Head Coach Mike Tomlin.
Die Partie war zunächst keine zwischen zwei gleichstarken Teams. Die Jets zeigten sich zunächst unfähig, die Offense der Steelers zu stoppen und waren selbst nicht in der Lage, eigene Akzente im Angriff zu setzen. Die Jets wirkten schlicht überfordert. Besonders überraschend war, dass die Steelers fast mühelos durch die Reihen der Jets laufen konnten, während die Defense der Steelers für die Jets ihrerseits überwindlich schien. Vor allem die dezimierte und angeschlagene Offensive Line der Steelers kontrollierte die Abwehrspieler der Jets nach belieben, zumindest eine Halbzeit lang.
So konnten die Steelers mit RB Rashard Mendenhall, der allein in der ersten Hälfte 95 Yards erlief, langsam aber stetig eine beruhigende Führung aufbauen. Lediglich ein Field Goal, Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, blieb den Jets vergönnt. Niemand hätte den Jets zu diesem Zeitpunkt noch eine Chance gegeben. Doch es kam anders.
In ihrer ersten Angriffsserie marschierten die Jets über 90 Yards in die Endzone der Steelers, gekrönt von einem 45-Yard-Pass von QB Mark Sanchez auf WR Santonio Holmes zum 10:24 aus ihrer Sicht. Nur wenig später hatten die Jets die Möglichkeit, einen weiteren Touchdown draufzulegen. Erneut waren sie über das gesamte Feld marschiert, was ihnen in der ersten Hälfte nicht einmal ansatzweise gelang. Dennoch blieb ihnen letztendlich der Touchdown von der 2-Yard-Linie der Steelers, verwehrt. Die Defense der Steelers hielt, vielleicht die entscheidende Situation aus Pittsburgher Sicht in diesem Spiel.
Doch es schmerzte nicht nur die Erfolglosigkeit dieser langen Angriffsserie. Die Jets hatten mit ihren 17 Spielzügen über 8 Minuten Spielzeit verbraucht, welche ihnen am Ende noch bitter fehlen sollte. Die Offense der Steelers konnte mit dem Geschenk der Defense jedoch nichts anfangen und QB Ben Roethlisberger verlor den Ball in der eigenen Endzone, konnte den Ball aber noch sichern und den Schaden auf einen Safety für die Jets begrenzen. Der letzte Touchdown der Jets, ein Pass von Sanchez auf WR Jerricho Cotchery, kam letztendlich zu spät. Zwar waren zu diesem Zeitpunkt noch etwas mehr als 3 Minuten zu spielen, aber ein letztes Mal konzentrierte sich die Offense der Steelers und ließ die Jets nicht mehr in Ballbesitz.
Die Enttäuschung bei den Jets, welche schon im Vorjahr knapp gescheitert waren, war dementsprechend groß. „Ich zu den Jets gekommen, weil ich unbedingt ins Endspiel kommen wollte. Unser Team hatte die Fähigkeit, dies zu schaffen. Aber es hat heute nicht gereicht. Wir haben unsere Chance vertan“, sprach RB LaDainian Tomlinson die Gedanken vieler Spieler aus. Und auf die Frage, ob die Jets denn nach dem großen Rückstand zur Halbzeit noch eine Chance für sich gesehen haben, meinte er: „Wir haben uns erfolgreich zurückgekämpft. Wir hatten alle das Gefühl, wir können dieses Spiel drehen.“
Korber - 24.01.2011

Gewonnen - Mike Tomlin reckt strahlend die Lamar Hunt Trophy in den Himmel (© Getty Images)
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