Arbeit in Spanien trägt Früchte

#27 RB Nordi Ben Mousa gilt in Badalona als der beste SpielerDie spanischen Clubs beginnen in wenigen Wochen mit dem Spielbetrieb in der spanischen Liga LNFA. Damit nutzt die iberische Halbinsel das milde Klima aus, um frühzeitig bis zum Sommeranfang den neuen spanischen Meister 2011 zu krönen. Auch wenn die Ligenstrukturen ein wenig gewöhnungsbedürftig sind, so hat die AEFA in den letzten Jahren bemerkenswerte Entwicklungssprünge vollzogen und mit ihren Vorzeigeclubs so manchen Achtungserfolg erzielt. Über den Weg des spanischen Footballs unterhielt sich Jörg Schlüter mit dem Pressesprecher der AEFA, Christian Llitjos.

football-aktuell.de:
Bitte stellen Sie uns den spanischen Verband AEFA einmal kurz vor.

Christian Llitjos:
Der spanische Verband vollzieht zurzeit große Entwicklungsschritte. Es geht uns vor allem darum, dass wir mehr öffentliche Anerkennung und damit auch eine größere ökonomische Unterstützung von der spanischen Regierung erhalten. Die AEFA besteht momentan aus 70 Vereinen und mehr als 4000 Sportlern.

football-aktuell.de:
Bitte erklären Sie uns, wie in Spanien der Footballsport von Seiten der Regierung beziehungsweise den Kommunen unterstützt wird.

Christian Llitjos:
Die meisten Zuwendungen erhalten wir dafür, dass sich unsere Nationalmannschaften entwickeln können und an Turnieren teilnehmen. Wenn Clubs bei internationalen Turnieren antreten, wie es zum Beispiel die Pioners und die Firebats im EFL-Wettbewerb getan haben, dann können die Stadtverwaltungen auch einen kleinen Teil der Reisekosten erstatten. Hauptsächlich tragen die Mitglieder, Spieler und kleine Förderer die Vereine und ihren Spielbetrieb. Ausbildungsmaßnahmen für Trainer und Schiedsrichter können auf Antrag auch vom spanischen Staat mitfinanziert werden. Diese Weiterbildungen sind für uns sehr wichtig, da wir uns noch im Aufbau befinden und jedes Ausbildungsprogramm hilft, Football in Spanien weiter voran zu bringen.

Football-aktuell.de:
Ist Flag Football in Spanien wichtig für die Entwicklung des Footballsportes?

Christian Llitjos:
Für die AEFA ist Flag Football grundlegend, da es eine sehr gute Möglichkeit für Mädchen und Jungen ist, die Spielweise des American Football zu verstehen. Das Problem ist, dass Football in Spanien keine Tradition besitzt und noch zu wenig bekannt ist. Die Vorstellung von Flag Football während des Sportunterrichtes ist für uns die Chance, American Football weiter zu verbreiten.

football-aktuell.de:
Bitte erklären Sie uns die Ligenstruktur der AEFA.

Christian Llitjos:
Bei uns gibt es in der LNFA drei Staffeln mit 14 Clubs. Diese sind im Verhältnis 6:4:4 aufgeteilt. In der ersten Staffel können drei Clubs die Playoffs erreichen. In der zweiten Staffel haben zwei Vereine das Anrecht auf die Playoffs, während in der dritten Staffel nur ein Club die Berechtigung besitzt, an den Playoffs teilzunehmen. Nach der regulären Saison wartet zuerst die erste Mannschaft der zweiten Staffel auf das Ergebnis des Duells zwischen dem Zweiten seiner Gruppe und dem Erstplatzierten der dritten Gruppe und spielt dann gegen den Gewinner des ersten Duells. Der Gewinner dieser Partie zieht wiederum in das LNFA-Halbfinale ein. Hier trifft er auf eine der Mannschaften aus der ersten Staffel. Im zweiten Halbfinale treffen zwei Mannschaften der ersten Staffel aufeinander. Dieser Modus erlaubt es, dass jede Mannschaft die Möglichkeit erhält, in das Finale vorzustoßen, obwohl die erste Staffel die spielstärkste ist und die zweite beziehungsweise die dritte Gruppe etwas schwächer einzuschätzen sind. Die Gewinner der Halbfinalspiele treffen schließlich im spanischen Endspiel aufeinander.

football-aktuell.de:
Bitte informieren Sie uns über die nächsten Ziele der AEFA...

Christian Llitjos:
Ich glaube, dass unsere jüngsten Erfolge im EFL-Wettbewerb gezeigt haben, dass wir ernstzunehmende Clubs in unseren Reihen wissen. Badalona hat es schon zu Final- und Halbfinalteilnahmen in der EFL geschafft und war einige Jahre innerhalb der zehn stärksten europäischen Clubs anzutreffen. Valencia und L’Hospitalet haben auch schon das Viertelfinale erreichen können. Die Arbeit der Vereine bringt somit die ersten Früchte. Für die spanischen Nationalmannschaften in den verschiedenen Kategorien kommt es nun darauf an, zu den führenden europäischen Nationen aufzuschließen. Wir haben zwar ausreichend gute Spieler mit viel Talent in Spanien, doch wir benötigen noch mehr Tiefe in den Kadern, um gegen Deutschland oder Österreich konkurrieren zu können.

Schlüter - 14.01.2011

#27 RB Nordi Ben Mousa gilt in Badalona als der beste Spieler

#27 RB Nordi Ben Mousa gilt in Badalona als der beste Spieler (© Kratky)

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