"Wir wollen in den Playoffs nicht in den ersten beiden Runden...

Head Coach Kim Kuci hat mit den Junioren der Berlin Rebels Großes vor.Die Nordgruppe der GFL Juniors ist mit Sicherheit die stärkste Gruppe in der gesamten Jugend-Bundesliga. Die Hamburg Young Huskies standen im vergangenen Jahr im Finale, die Berlin Adler gewannen 2009 den Junior Bowl und auch die Berlin Rebels standen seit der Gründung der GFL Juniors immer in den Playoffs. Diese auch in der kommenden Saison zu erreichen, ist auch das erklärte Ziel von Head Coach Kim Kuci. Nur zwei Teams werden aber auf Grund der Strukturreform in der neuen Saison die Spiele der Post Season bestreiten, eines der drei genannten Teams wird es also nicht schaffen. „Wir werden es nicht sein. Der Rest ist mir egal“, verkündete Kuci auf dem offenen Teammeeting der Junior Rebels den rund 70 Anwesenden.

Das Kuci auch im kommenden Jahr bei der Jugend tätig sein wird, soll auch für das gesamte Team ein Zeichen darstellen, denn Kuci will sich bemühen, dass Herren- und Jugendteam besser miteinander verknüpft werden, die Integration ehemaliger Jugendspieler in der GFL 2-Mannschaft intensiver voran getrieben werden, um den Spielern im Jugendbereich eine bessere Perspektive bieten zu können. Dass die Jugendarbeit bei den Charlottenburgern sehr gut ist zeigt die bisherige Bilanz: Sieben ehemalige Jugendspieler konnten an einer High School in den Vereinigten Staaten spielen, zwei dieser Spieler bekamen sogar ein Stipendium an einem College. Curtis Feigt spielt derzeit bei den West Virginia Moutaineers. Wouter van de Boogaard war vier Jahre am Westminster College aktiv.

Bei den Junioren der Berlin Rebels ist man in der kommenden Saison bereit, in Berlin eine Wachablösung zu vollziehen. Für die neue Saison in der GFL Juniors scheinen die Footballer aus Berlin-Charlottenburg bestens gerüstet zu sein. Nicht nur das Kim Kuci wieder als Head Coach fungieren wird, auch der Trainerstab wurde entsprechend ausgebaut, damit die zahlreichen Spieler und Interessenten auch im Training entsprechend gut betreut werden können. So wird unter anderem Darius Outlaw den Stab ergänzen, um sich intensiv um die Ausbildung der Spielmacher zu kümmern. Zudem konnten zum bisherigen Trainerstab auch noch Jan Ibler, der in Zukunft für das Defensive Backfield verantwortlich sein wird, und Baris Özer, der die D-Line betreuen wird, hinzugefügt werden.

Die Ansprüche bei Kuci und seinem Stab an die Spieler sind hoch, aber vernünftig formuliert. Für Kuci gibt es ein unumstößliches Ranking: An erster Stelle steht die Familie, an der zweiten Stelle die Schule beziehungsweise die Arbeit, dann kommt Football. „Wenn bei einem Spieler die Kumpels, die PlayStation und die Freizeit noch vor Football stehen, dann ist er bei uns an der falschen Stelle“, so der Cheftrainer. Schon jetzt will Kuci mit dem Training beginnen und dabei so lange wie möglich Draußen trainieren und so spät wie möglich in die Halle ausweichen. Im November und Dezember sollen die Grundlagen vermittelt werden sowie das Kraft- und Ausdauertraining abgehalten werden.

„Das ist die harte Phase, in der viele auch scheitern. Aber das ist auch die Grundlage, ob man am Ende der Saison ein gutes oder nur ein mittelmäßiges Team ist“, beschreibt Kuci die bevorstehenden Wochen. Für die zahlreichen Neueinsteiger, die Kuci und seine Trainer in den letzten Wochen und Monaten gewinnen konnten, soll es eine separates Training geben, damit diese sich besser orientieren können, ob ihnen Football auch im Verein Spaß macht und sich die Anschaffung der Ausrüstung auch lohnt. Denn um den Neulingen eine Leihausrüstung zu stellen fehlt dem Verein das nötige Kleingeld. Immerhin soll es beim Ausstatter TMS günstige Komplettangebote geben.

In den letzten Wochen und Monaten waren die Jugend-Trainer der Rebels an so ziemlich jeder Schule in Wilmersdorf, Charlottenburg und Schöneberg unterwegs, um dort im Sportunterricht für American Football im Allgemeinen und die Berlin Rebels im Besonderen zu werben. Die Ausbeute kann sich sehen lassen. Rund 100 Namen haben Kuci und seine Mitstreiter auf ihren Listen und so neben den Prep-Team eine weitere Grundlage geschaffen, damit wieder mehr Jugendliche für die Rebels gewonnen werden können und das GFL Juniors-Team einen größeren Kader bekommt. Die Mischung aus alten und neuen Spielern soll im kommenden Jahr dafür sorgen, dass die Rebels vielleicht wieder die Nummer Eins im Berliner Jugend-Football werden können. Das Prep-Team wurde in der vergangenen Saison Vizemeister und aus dem aktuellen GFL Juniors-Kader schafften es drei Spieler zum Sichtungslehrgang der Junioren-Nationalmannschaft. Nun will Kuci die Jugendarbeit bei den Rebels weiter vorantreiben um dann in der kommenden Saison ganz Oben mitspielen zu können. "Wir wollen in den Playoffs nicht in den ersten beiden Runden scheitern", umreißt Kuci das Saisonziel.

Hundt - 13.11.2010

Head Coach Kim Kuci hat mit den Junioren der Berlin Rebels Großes vor.

Head Coach Kim Kuci hat mit den Junioren der Berlin Rebels Großes vor. (© Hundt)

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