Wer hätte es vor der Flag Football WM in Ottawa gedacht, dass die Männer Italiens ein solches Turnier spielen würden und sogar mit einer Medaille nach Hause fahren können. Die positivste Überraschung des Herrenturniers arbeitete sich aus dem sportlichen Niemandsland kommend an die Weltspitze und besiegte im Thriller-Spiel um den dritten Platz den Gastgeber Kanada, der ja immerhin als amtierender Weltmeister in das Turnier startete, mit 28:24.
Italien erzielte seine Punkte hauptsächlich durch Pässe auf Sebastiano Pascolo und Enrico Leonardi, profitierte aber auch von einem kanadischen Extrapunktversuch, den die Azzuris blockten und den Ball in die amerikanische Endzone retournierten.
Die kanadischen Männer führten zwar die Partie bis zum vierten Viertel mit einem geringen Punkteabstand an und Pässe auf Jason Bailey führten schließlich zum 18:15, doch Italien drehte in den letzten Minuten den Spieß um und Quarterback Marco Viani bediente Enrico Leonardi für einen Touchdown zum 22:18. Da auch Kanada noch einmal durch Wide Receiver Aaron Tufford punktete, nahm sich Fabrizio Rossi ein Herz und marschierte in den letzten vier Sekunden über das Feld, um die fest eingeplante Medaille Kanada noch zu entreißen. Der Hassadeur hatte mit seinem Plan Erfolg und avancierte zum Nationalhelden als er bekannt gab: „Dieser Sieg ist uns sehr wichtig. Kein italienisches Team hat es vor uns vollbracht und wir sind sehr stolz darauf.“
Ebenfalls ein tolles Turnier spielten die österreichischen Frauen, die bereits in Belfast einen dritten EM-Platz belegten und nun in Ottawa im Spiel um Platz drei die Weltmeisterinnen aus Mexiko mit 33:20 vom Podest stießen. Österreich dominiert die kompletten ersten beiden Viertel und baute schnell eine 27:0 Führung aus. Therese Weigang erzielte drei Touchdowns und Pia Pfaffenbichler verteilte erfolgreich das Spielgeräte. Mexiko fand erst in den letzten 10 Minuten der Partie zu ihrem Spiel, als Roas Rivera durch ein kräftiges Laufspiel auf 27:6 verkürzte. Mexiko erzielte zwei weitere Touchdowns durch Jessica Jordan und abermals Rivera, doch es gelang ihnen nicht mehr, das Team Austria einzuholen.
Schlüter - 16.08.2010

Hurrah - Team Austria kann doch noch in Ottawa jubeln! (© Kratky)
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