Achtungserfolg im Duell der Minimalisten

QB Martin Dieck wirft einen PassFür eine Überraschung sorgten die Nauheim Wild Boys am Samstagnachmittag mit einem 20-17 Achtungserfolg über die Kassel Titans. Für Nauheim ein besonders wichtiger Sieg, gewinnt die Mannschaft so doch etwas Luft im Kampf gegen den Abstieg aus der Oberliga Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland/Thüringen.

Mit einer Überraschung begann der Spieltag schon für die Wild Boys. Eine große Katastrophe war eigentlich nur noch schwer abzuwenden gewesen, da kam Wild Boys QB Martin Dieck vollkommen unerwartet eine Stunde vor Spielbeginn in den Nauheimer Sportpark. 21 Spieler hatten die Wild Boys bis dahin an der Seitenlinie, ein Mann zu wenig, um laut den Regeln des Verbands antreten zu dürfen. So wäre das Spiel mit 0:20 gewertet worden, wäre Dieck nicht überraschend aus dem Urlaub zurückgekommen. „Meiner Frau ging es nicht gut, daher sind wir lieber zurückgefahren. Bin dann fast direkt hier her gefahren“, erzählt Dieck. „Ich war sehr erleichtert, als Martin auf einmal neben mir stand, denn gerechnet hatte keiner mit ihm. Gute Besserung wünschen wir seiner Frau natürlich vom gesamten Team aus. Ebenso waren wir froh, dass Andreas Nägele wieder bei uns sein konnte“, erklärt Trainer Reinhold Pradt.

So durften beide Mannschaften gegen 15 Uhr auf das Feld und Kassel begann gleich im Stile des Favoriten mit einem erfolgreichen Angriff, der zum Touchdown abgeschlossen wurde. 0-7 nun aus Sicht der Wild Boys, deren Angriff wie schon so oft in dieser Saison nicht ins Spiel fand. Anfang des zweiten Viertels erhöhten die Gäste gar durch ein Field Goal aus 45 Yards auf 0-10 und für einige Zuschauer auf der Tribüne des Nauheimer Sportpark schien die Messe schon gelesen. Nicht so für die Spieler der Wild Boys, die erneut ein harter Schlag zu Spitzenleistungen antrieb. Nachdem Nikolas Löffert, Mike Haag, Gary Steigerwald, Sven Reinig und Steffen Verharren schon mit Verletzungen ins Spiel gegangen waren, erwischte es gleich zu Spielbeginn Steigerwald (Leistenbruch), als auch Ersatz-QB Stefan Uelzhöffer (Fuß verdreht) im zweiten Viertel endgültig.

So schlug die Stunde von Martin Dieck und er musste aufs Feld. Dies sollte sich auszahlen. Kurz vor dem Ende der Halbzeit steht Nauheim an der 5 Yard Linie des Gegners mit einem neuen ersten Versuch. Einen Passspielzug sagt Trainer Pradt an, doch entscheidet er sich für ein Field Goal, da Nauheim keinen Timeout mehr hat und nur noch wenige Sekunden auf der Uhr sind. Doch Dieck überzeugt seinen Trainer doch noch einen Pass zu werfen, tut dies und die Wild Boys kommen an die Endzone heran. Jubel bricht aus, doch ist es ein Touchdown? Nein, sagen die Schiedsrichter nach kurzer Diskussion, zu kurz. Doch diese kurze Spielpause reicht den Wild Boys, um bei auslaufender Spielzeit durch einen kurzen Lauf in die Endzone von Dieck den 7-10 Anschluss zu erzielen.

So knapp vor der Halbzeit noch zu punkten, das wirkte Wunder für die Motivation der Gastgeber. Ab da spielten bevorzugt die Wild Boys und so war es auch Nauheim, das mit einem weiteren Touchdown von Martin Dieck Mitte des dritten Viertels die Führung eroberte. Vor allem die Defensive der Wild Boys wusste zu gefallen und konnte den Gegner fast nach Belieben kontrollieren. Anfang des Schlussviertels sind es daher erneut die Wild Boys, die jubeln können. QB Martin Dieck setzt wieder zum Pass an, WR Andreas Nägele fängt diesen und trägt ihn über 20 Yards in die Endzone der Titans zum 20-10. Kurz vor Ende der Partie kann Kassel jedoch noch einmal punkten und so wird es eine spannende Schlussphase. Einen Onside-Kick kann Kassel zurückerobern und so muss es die Nauheimer Defensive richten. Diese hält und der zweite Saisonsieg ist unter Dach und Fach.

„Es waren 22 Spieler aus Kassel gegen 22 Spieler von uns heute, also beide Mannschaften in Minimalbesetzung“, beschreibt Pradt die Partie. „Wir konnten das Spiel durch unser Laufspiel gewinnen. Unsere Verteidigung hatte den Gegner dann auch nach dem ersten Angriff gut unter Kontrolle, bis auf die letzten Minuten des Spiels, da durch Undiszipliniertheiten der Angriff von Kassel zum 20-17 am Leben gehalten wurde. Wir haben den Gegner in der Schlussphase förmlich zum Punkten eingeladen, obwohl wir sie schon dreimal gestoppt hatten. Insgesamt muss ich sagen, dass das Spiel letzte Woche gegen Gießen mit den 17 Mann das Team hat enger zusammenrücken lassen. Ab dem 2.Viertel bis zu den letzten 4 Minuten haben wir den Gegner kontrolliert und waren einfach besser. Diesmal mussten auch unsere DBs als Wide Receiver spielen und die Gesamte Offensive Line hat ‚Iron Man Football‘ gespielt, also auf beiden Seiten,“

Schüler - 27.06.2010

QB Martin Dieck wirft einen Pass

QB Martin Dieck wirft einen Pass (© Schüler)

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