Die erste "Battle for Frankfurt" verlor Universe weit unter Wert. Mit 20:41 fiel die Niederlage gegen den stadtinternen Rivalen Pirates höher aus, als sie wirklich war, denn die Gäste waren weit weniger überragend, als es das Ergebnis aussagt. Doch dank eines überragenden (Ex-Universe-)Quarterbacks Clarzell Pearl, der von nicht wenigen Coaches als der beste Spielmacher der dritten deutschen Footballliga gehandelt wird, brachten die Piraten Universe immer wieder in Verlegenheit, obwohl gleichermaßen die Anzahl an Spielzüge wie Anspielstationen der Gäste doch sehr überschaubar waren.
Tatsächlich führte Universe vor der beeindruckenden Kulisse von knapp 1700 Zuschauern bis zum 13:7, nachdem die lila Running Backs Patrick Hähnel und Randall Payne den Ball über fünf, beziehungsweise 40 Yards in die Endzone getragen hatten und Marc Weber den ersten PAT verwandelt hatte. Mit dem zweiten PAT-Versuch, der geblockt wurde, schlichen sich aber mehr und mehr Fehler ein, die von den hart agierenden Piraten eiskalt ausgenutzt wurden.
"Sie wollten gewinnen und wir haben es einfach geschehen lassen", fasste Universe-Head-Coach Markus Grahn nach dem Spiel enttäuscht zusammen, was nach der Führung bis zum 13:28-Pausen- und 13:41-Zwischenstand geschehen war. Die Piraten zeigten sich keineswegs übermächtig, gelangten aber dennoch fünfmal über die immer gleichen Anspielstationen in die Endzone von Universe. "Das waren mentale Schwächen auf unserer Seite, die unseren Gegner immer wieder im Spiel gehalten haben", zog auch Hähnel nach dem Spiel ein passendes Fazit. "Es war einfach der Wurm drin. Selbst die Basics haben nicht geklappt."
Unter dem Jubel der fast ausschließlich aus Universe-Fans bestehenden Kulisse beendeten die Gastgeber mit einem sehenswerten Pass von QB Kai Schlegel auf WR Tim Kolloczek und einem abschließenden PAT von Marc Weber das Spiel. Ein wenig ernüchtert war Markus Grahn, Head Coach von Universe nach dem Spiel: "Wir müssen viele Fehler korrigieren und vor allem auch an unserer mentalen Stärke arbeiten. Uns hat der Killerinstinkt gefehlt und oftmals haben wir nicht beendet, was wir angefangen haben." Dies sieht auch Leistungsträger Patrick Hähnel so: "Wieder viele Fehler gemacht, sehr frustrierend. Aber immerhin wissen wir, dass wir deutlich besser spielen können... Wir müssen uns besonders in solchen Phasen, in denen einfach alles gegen uns zu laufen scheint, wie eine Einheit zeigen und auf die Zähne beißen."
Auch wenn die zweite Saisonniederlage sicher noch nicht das Ende alles Playoffträume für Universe bedeutet, so ist sie dennoch gerade gegen den stadtinternen Rivalen sehr schmerzhaft. Daher will das Team am kommenden Wochenende beim Heimspiel gegen die Montabaur Fighting Farmers es wieder besser machen und auf die Konkurrenz nicht noch mehr Boden verlieren.
Schüler - 17.05.2010

Unter dem Jubel der 1700 Fans lief Universe ein, am Ende blieb nur die Ernüchterung (© Schüler)
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