Am Ende musste man mit Tate Forcier fast schon ein wenig Mitleid haben. Der junge Spielmacher der Michigan Wolverines hatte bei der 10:21-Niederlage gegen die Ohio State Buckeyes nicht nur fünf Ballverluste, sondern musste in dieser Saison auch das fünfte Spiel in Folge verloren geben. Gleich sein erster Ballverlust – ein Fumble in der eigenen Endzone – brachte die Gäste aus Ohio in Front. Vier Interceptions sollten an diesem Tag noch folgen. Einen gleichen Negativrekord von vier Interceptions gegen Ohio State hatte sich in den letzten 60 Jahren bisher nur ein Spielmacher der Wolverines geleistet – 2001 war John Navarre ein ähnlicher Pechvogel. Für die Buckeyes war es in einem der prestigeträchtigsten Duelle in der NCAA der sechste Sieg in Folge.
Angesichts der Harmlosigkeit von Michigan in dieser Saison war die Niederlage durch aus erwartet worden, da brauchte sich Tate Forcier auch nach dem Spiel nicht in die Opferrolle drängen oder drängen lassen. „Ich habe dieses Spiel verloren“, erklärte der Freshman. „Ich werde in der Offseason hart arbeiten. Wir werden als eine völlig neues Team zurück kommen.“ Ob Head Coach Rich Rodriguez dann auch mit von der Partie sein wird, steht noch in den Sternen. Auch wenn der Cheftrainer der Wolverines nach eigenen Angaben nicht um den Job fürchten muss, so dürfte für ihn die Luft dünner werden. Für die Wolverines bleibt die Erkenntnis, zum ersten Mal seit den beiden Spielzeiten 1962-63 wieder zwei Saisons mit einer negativen Sieg-Niederlagen-Bilanz abschließen zu müssen und sich auch in diesem Jahr wieder nicht für ein Bowl-Spiel qualifiziert zu haben.
Sorgen, mit denen sich die Buckeyes und deren Head Coach Jim Tressel nicht plagen müssen. Die Nationale Meisterschaft hat Tressel zwar in den letzten Jahren immer wieder sang- und klanglos verloren, doch solange er sein Team immer wieder in ein Bowl-Spiel führt und gegen den Rivalen aus Ann Arbor gewinnt, muss er sich wohl keine Gedanken machen Für den Rose Bowl scheint Ohio State nun auf jeden Fall gut gerüstet zu sein. Denn wieder einmal war es das Laufspiel, das auch gegen Michigan zum Erfolg führte. „Sie konnten unser Laufspiel einfach nicht stoppen“, freute sich QB Terrelle Pryor, der um ein Haar zu den Wolverines gegangen wäre, sich dann aber doch für Ohio State entschieden hatte. Eine Entscheidung, die er spätestens jetzt nicht bereut haben wird.
Hundt - 22.11.2009

Die Michigan Wolverines hatten gegen Ohio keine Chance. (© Getty Images)
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