Verkehrte Welt an der Westküste

RB Toby Gerhart war gegen USC mit 178 Yards und drei Touchdowns einmal mehr die treibende Kraft in Stanfords Angriff.In der Pac Ten Conference geht es in dieser Saison so spannend und unberechenbar zu wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das Team, das die Conference in diesem Jahrzehnt regelrecht im Würgegriff hatte, USC, ist aus dem Kampf um Platz eins nach der 21:55-Niederlage gegen Stanford am letzten Samstag, der dritten Niederlage innerhalb der Pac Ten, zwar noch nicht ganz aber so gut wie raus. Den Conference-Titel und den damit verbundenen Platz im Rose Bowl werden Oregon, Oregon State, Stanford und Arizona unter sich ausmachen. Das Team der Stunde ist dabei Stanford, das in der Woche vor dem Coup bei USC auch Oregon geschlagen hatte (51:42), das wiederum in der Woche davor USC eine 47:20-Niederlage verpasst hatte. Dass Stanford in diesem Jahr das Potenzial zu einer knapp positiven Bilanz und einer Bowl-Teilnahme haben würde, war schon vor der Saison erkennbar, jetzt aber spielt die Mannschaft sogar um Platz eins mit, stellt mit Andrew Luck, dem Sohn des einstigen NFL-Quarterbbacks und NFL-Europe-Präsidenten Oliver Luck, den besten Quarterback der Pac Ten (2.220 Yards, 13 Touchdowns, drei Interceptions) und mit Toby Gerhart den besten Running Back (1.395 Yards, 19 Touchdowns).

Aus eigener Kraft kann Stanford das ganz große Ziel allerdings nicht erreichen, weil man zwei Conference-Niederlagen aufweist, Oregon aber nur eine. Um Conference Champion zu werden, muss Stanford an diesem Samstag California schlagen (im letzten Spiel geht es dann außerhalb der Conference gegen Notre Dame). Oregon muss mindestens eines seiner letzten beiden Spiele (bei Arizona an diesem Samstag, gegen Oregon State am 4. Dezember) verlieren. Zugleich müssen auch die ebenfalls mit zwei Conference-Niederlagen belasteten Oregon State (gegen Washington State und bei Oregon) und Arizona (gegen Oregon und dann noch bei Arizona State und USC) einmal verlieren, weil Stanford genau gegen diese beiden Teams verloren hatte und somit den Tie Breaker gegen Beide verlieren würde.

Dass Stanford für USC ein unbequemer, ja sogar gefährlicher Gegner sein würde, war erwartet worden, dass die Trojans aber zwei Wochen nach der 27-Punkte-Niederlage bei Oregon erneut so unter die Räder kamen, verschlug nicht nur deren Fans und den Journalisten die Sprache. „Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Worte finde, um diese Demütigung zu beschreiben. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das einordnen soll. Wir sind zuletzt völlig auseinander gefallen und bieten unseren Gegnern die Möglichkeit, mit uns zu machen, was sie wollen“, sagte Head Coach Pete Carroll und zeigte sich damit ebenso ratlos über USCs höchste Niederlage seit einem 3:37 bei Notre Dame in der Saison 1985 und die meisten Punkte, die USC in seiner Geschichte je in einem Spiel kassierte.

Das Spiel lief ähnlich wie das bei Oregon. Auch gegen Stanford wurde das Ganze erst im letzten Viertel zum Debakel. USC war nach einem 7:21-Rückstand bei Halbzeit im dritten Viertel auf 21:28 herangekommen. Nach einem Fumble von Toby Gerhart an der eigenen 36-Yard-Linie im ersten Spielzug von Stanfords erstem Ballbesitz der zweiten Halbzeit hatte USC im nächten Spielzug das 14:21 erzielt (36-Yard-Pass von QB Matt Barkley auf WR Brice Butler), und nachdem Stanford seinen nächsten Angriff (elf Spielzüge, 68 Yards) etwas mehr als fünf Minuten später mit dem 28:14 abgeschlossen hatte (6-Yard-Lauf von Luck), war USC im Gegenzug (acht Spielzüge, 76 Yards) mit einem 28-Yard-Lauf von RB Joe Mcknight der Touchdown zum 21:28 gelungen. In den Minuten danach fiel die Entscheidung. Zunächst endete Stanfords nächster Ballbesitz (neun Spielzüge, 79 Yards) mit dem Touchdown zum 35:21 (24-Yard-Pass von Luck auf TE Coby Fleener) nach knapp zwei gespielten Minuten im vierten Viertel, und im dritten Spieltzug von USCs nächstem Angriff fing CB Richard Sherman einen Pass von Barkley auf die rechte Seite ab und erzielte mit einem 43-Yard-Return den Touchdown zum 42:21.

Es war der dritte Ballverlust von Barkley, aus dem Stanford einen Touchdown machte. Bei USCs erstem Ballbesitz des Spiels hatte Barkley im fünften Spielzug bei einem Quarterback Sack den Ball an Stanfords 29-Yard-Linie verloren. Im Anschluss daran war Stanford in zwölf Spielzügen zur 7:0-Führung marschiert. USCs zweiter Ballbesitz war ebenfalls nach fünf Spielzügen beendet, dieses Mal mit einer Interception an der 35-Yard-Linie der Trojans. Danach brauchte Stanford nur sechs Spielzüge, alles Läufe von Gerhart, um die Führung mit einem 1-Yard-Lauf von Gerhart auf 14:0 auszubauen.

Hoch - 21.11.2009

RB Toby Gerhart war gegen USC mit 178 Yards und drei Touchdowns einmal mehr die treibende Kraft in Stanfords Angriff.

RB Toby Gerhart war gegen USC mit 178 Yards und drei Touchdowns einmal mehr die treibende Kraft in Stanfords Angriff. (© Getty Images)

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