Angedeutet hatte es sich, dass es in dieser Saison passieren könnte, wirklich daran geglaubt hatten bis Samstag aber nur wenige: Die jahrelange Dominanz von USC in der Pac Ten Conference ist so gut wie beendet. Nach der 20:47-Niederlage bei Oregon, der höchsten Niederlage unter der Führung von Head Coach Pete Carroll (neunte Saison bei USC), können die Trojans an den siegreichen Ducks, die als einizges Team ohne Niederlage in Conference-Spielen an der Spitze der Pac Ten stehen, nur dann noch vorbei kommen, wenn diese drei ihrer letzten vier Spiele verlieren und man selbst alle restlichen Spiele gewänne. Unmöglich ist das nicht, wahrscheinlich aber auch nicht. USC muss sich an den Gedanken gewöhnen, zum ersten Mal seit 2001 eine Saison in einem der weniger bedeutenden Bowl-Spiele zu beenden. Conference-Titel, Rose Bowl, National Championship Game? Alles kein Thema mehr. Carroll versuchte, den Untergang seines Teams so nüchtern wie möglich zu kommentieren. „Es war ein totales Durcheinander. Oregon hat gemacht, was es wollte“, beschrieb er das in den Stunden zuvor Gesehene treffend.
Dass die Wachablösung in der Pac Ten ausgerechnet mit einer Niederlage in Oregon besiegelt wurde, passt ins Bild. Die beiden Pac-Ten-Kontrahenten der Trojans aus diesem Bundesstaat, Oregon und Oregon State, sind längst die Angstgegner für USC. Die Niederlage am Samstag war die vierte Auswärtsniederlage in Folge gegen diese Teams, nach Niederlagen bei Oregon State 2006 und 2008 und der bei den Ducks in der Saison 2007.
Der entscheidende Faktor für die Niederlage in Eugene war die Leistung von USCs Abwehr, die schon in den Spielen zuvor gegen Oregon State und Notre Dame deutliche Schwächen gezeigt hatte. Sie war nie in der Lage vor allem Oregons Laufspiel zu stoppen. Oregons Offensive Line öffnete fast mühelos genügend Raum gegen USCs „Front Seven“, den QB Jeremiah Masoli (164 Rushing Yards) und RB LaMichael James (183 Yards) immer wieder zu großem Raumgewinn nutzten. Am Ende hatte USCs Abwehr erschreckende 391 Yards, ebenso erschreckende acht Yards pro Lauf und vier Touchdown-Läufe kassiert. „Seine Läufe, ganz gleich, ob sie improvisiert waren oder so geplant, haben uns einfach das Genick gebrochen“, hob Carroll vor allem Masolis Leistung hervor.
Dennoch dauerte es lange, ehe das Spiel vom Ergebnis her zugunsten Oregons aus dem Ruder lief, weil USCs Angriff lange Zeit erfolgreich dagegen hielt. Der „Knackpunkt“ war, als man Punkte der Ducks einmal nicht mit eigenen beantworten konnte. Nach einem Austausch von Field Goal zu Beginn der zweiten Halbzeit zum Zwischenstand von 27:20 hatte Oregon eine schnelle Angriffsserie (80 Yards in sieben Spielzügen) mit dem Touchdown zum 34:20 abgeschlossen (5-Yard-Lauf durch die Mitte von James). USCs folgender Ballbesitz endete nach fünf Spielzügen mit einem Punt. Bei Oregons anschließendem Angriff gingen 63 der 81 Yards auf das (Lauf-)Konto von Masoli, James und RB Kenjon Barner, der mit dem letzten Spielzug des dritten Viertels den Touchdown zum 41:20 (3-Yard-Lauf durch die Mitte) erzielte.
Hoch - 01.11.2009

RB LaMichael James lässt sich nach Oregons unerwarteten 47:20-Sieg gegen USC von den Fans feiern. (© Getty Images)
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