In einer emotionalen und von zahllosen Strafen durchsetzten Partie schlägt Team Austria die Squadra Azzurra mit 3:34. Etwa 2.000 Zuschauer sehen bei prächtigem Sommerwetter eine österreichische Mannschaft die anfangs große Problem hat ins Spiel zu kommen. Bereits zu Beginn fliegen Flaggen auf beiden Seiten, nach etwas mehr als vier Minuten darf der Österreicher Michael Werosta wegen grober Unsportlichkeit vorzeitig unter die Dusche. Sportlich geht es den Österreichern wenig besser, ein Fumble wird von Italien recovered und durch ein 52-Yard Field Goal in Punkte verwandelt. Erst Mitte des zweiten Viertels erzielt RB Andrej Kliman die ersten Punkte für die Gastgeber. Weiter hagelt es Strafen für beide Seiten, besonders tun sich jedoch die Rot-Weiß-Roten hervor. Mit 26 Sekunden auf der Uhr kann sich LB Michael Suess den beim Snap der Italiener fallengelassenen Ball schnappen und in die Endzone tragen - zur Pause steht es somit 3:14.
Nach der Pause scheint das Uhrwerk der Österreicher runder zu laufem, sie kommen an die 25-Yard-Linie des Gegner, versuchen ein Field Goal, müssen aber unverrichteter Dinge wieder abziehen. Erst ein Interception-Return-Touchdown durch LB Philipp Stojaspal bringt weitere Punkte auf das heimische Konto. Immer noch gellen Pfiffe durch die Nacht und kleine, gelbe Stofffetzen fliegen durch die Gegend - diesmal erwischt es die Azzurri: DB Mike Salerno wird des Platzes verwiesen und fehlt damit am Finaltag. Kurz vor dem letzten Seitenwechsel erzielt WR Roman Meklau den zweiten Offensive-Touchdown und stellt auf 3:27. Italien sieht seine Felle davon schwimmen und versucht mit verzweifelten Passversuchen Yards und Punkte aufzuholen, die heimische Passverteidigung ist aber auf der Hut. DB Christoph Putz fängt einen blauen Ball ab, läuft über 96 Yards in die Endzone und sorgt so für den dritten Defensiv-Touchdown von Team Austria und den Endscore von 3:34.
Der Defense wird nachgesagt, sie sei für den Gewinn von Meisterschaften zuständig, die Offense würde einzelne Spiel gewinnen. Team Austria hat heute bewiesen, dass auch eine All-in-One-Variante existiert. Die Rot-Weiß-Roten gewinnen eine sehr emotionale Partie dank einer überragenden Verteidigung, die den Gegner auf drei Punkte beschränkt und selbst einundzwanzig erzielt. Ansonsten haben die Österreicher nicht allzuviel Grund stolz zu sein: 300 Yards an Strafen, ein Ausschluß und eine wenig überzeugende Angriffsleistung reduzieren das Fazit auf "A win is a win!" und "It doesn't have to be pretty...".
Endstand 3:34 (3:0 0:14 0:13 0:7)
Kratky - 19.08.2009

Erbitterter Kampf zwischen Blau und Rot-Weiß-Rot... (© Kratky)
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