Hamburg zittert mit seinen Eagles

Können die Hamburg Eagles auch 2009 feiern?Die Zukunftsperspektiven für das GFL 2-Herrenteam der Hamburg Eagles befinden sich in einer ungewissen Schieflage. Auf Nachfrage beim zuständigen AFV Hamburg musste dieser leider am Sonntag mitteilen, dass die hanseatischen Adler eine Nachfrist für das Einreichen der Spielpässe (geforderte Mindestanzahl: 45 Stück in der GFL 2) erhalten haben. Die Nachfrist endet nun am Dienstag, den 3. März.

Die Eagles selbst konterten am Sonntagabend mit einer anderen Aussage: "Selbstverständlich haben wir genügend Pässe und werden in der GFL 2 Saison 2009 starten", erklärte Pressesprecherin Frau Claudia Preiss gegenüber football-aktuell.de.

Welche Schlüsse können nun aus dieser Situation gezogen werden? Trotz einer scheinbaren intakten internen Organisation, einem GFL-Junior-Nachwuchsteam, einem großen bekannten Hockeyverein als Stammverein im Hintergrund, der sehr gute Trainingsmöglichkeiten anbietet und der Gründung einer Kooperation mit den Elmshorn Fighting Pirates (AFU), die u. a. zum Ziel hat, dass Trainer der Eagles bei den Elmshornern gegen eine Kostenbeteiligung „ausgeliehen“ werden können, gelang es den Verantwortlichen scheinbar nicht, die erheblichen Spielerabgänge der Off-Season aufzufangen. Teile der Offensive Line und allen voran die Topscorer Simon Sommerfeld und Hannes Hansen haben Pässe in Kiel unterschreiben. Die schmerzhaften Abgänge im unteren zweistelligen Zahlenbereich bleiben somit ein Thema.

Es wäre zu kurzfristig gedacht, dem Athletic Direktor Martin Lutzke die Schuld am Desaster zu geben, haben doch die Eagles vor wenigen Wochen mit einer spektakulären Werbetrommelaktion im Cinemax Multiplexkino am Dammtorbahnhof auf sich aufmerksam gemacht. Vielmehr müssen die strukturellen Probleme des Hamburger Footballraumes in die Betrachtung hinzugezogen werden.

Es werden in Summe scheinbar nicht mehr genügend Nachwuchsspieler von den etablierten Vereinen in dieser norddeutschen Region ausgebildet, die die altersbedingten Abgänge und Abwerbungen kompensieren können. Die Stadt Hamburg befindet sich nicht erst seit gestern in einem Verdrängungsmarkt der sportlichen Ideen und mächtigere Sportarten wie „König Fußball“ brauchen sich nicht um den Nachwuchs bemühen. Das mag für den American Footballsport nicht gelten. Das Warten auf „Kundschaft“ kann sich eine Randsportart nicht leisten. Sie muss sich mit attraktiven Angeboten in das Licht der Öffentlichkeit begeben und sich nachhaltig mit qualifizierter Jugendarbeit beschäftigen. Hierzu gehört auch das „Klinkenputzen“ in den Schulen. Andere, kleinere Hamburger Footballabteilungen, wie zum Beispiel die Buccaneers im Stadtteil St. Pauli, die Pioneers aus dem Stadtpark mit ihrer B-Jugend-Initiative, die positiven Entwicklungen bei den Swans im Südosten der Stadt und die Wiedergeburt eines Hochschulteams an der Universität der Bundeswehr lassen hoffen. Doch gerade beim letztgenannten Beispiel müssen sich die Hamburger fragen lassen, warum die „Snipers“ zusammen mit den Lübeck Cougars (auch GFL 2) trainieren und es vielen Funktionären scheinbar entgangen ist, dass sich bei den Snipers mindestens ein hochkarätiger Spieler aus der Hauptstadt befindet, den die rührigen Berglöwen mit Kusshand aufgenommen haben.




Schlüter - 01.03.2009

Können die Hamburg Eagles auch 2009 feiern?

Können die Hamburg Eagles auch 2009 feiern? (© Zelter)

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