Tradition kann fehlendes Können nicht ausgleichen. Das diesjährige Duell der Big-Ten-Erzrivalen Ohio State und Michigan war letztlich nicht mehr als ein lahme Pflichtübung für Ohio State. Die Buckeyes siegten am Ende mit 42:7. Es war der fünfte Sieg in Folge für die Buckeyes gegen die Wolverines, ein Novum in der Geschichte dieser „Rivalry“, und das einseitigste Ergebnis seit Ohio States 50:14-Sieg in der Saison 1968. Ohio States Head Coach Jim Tressel versuchte noch, das Spiel ein wenig schönzureden: „Es war ein hartes Spiel, härter als es das Ergebnis aussagt, denn es stand zwischendurch nur 14:7.“ Der erwähnte Zwischenstand konnte aber nur kurzzeitig Spannung suggerieren, weil Michigan vor allem in der Offensive viel zu schwach war, um Ohio State ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
Ohio State konnte in der ersten Halbzeit nicht wirklich überzeugen, hätte aber dennoch mit einer sicheren Führung in die Halbzeitpause gehen müssen. Mit einer 14:0-Führung im Rücken und dem Gefühl, einen schwachen Gegner im Griff zu haben, ließen sich die Buckeyes im zweiten Viertel zu einem taktischen Fehler hinreißen. Bei einem vierten Versuch und drei zum First Down fehlenden Yards an Michigans 35-Yard-Linie spielten sie neun Minuten vor dem Ende der ersren Halbzeit eine Pass anstatt zu versuchen, Michigan mit einem Punt bis kurz vor die Endzone zurückzudrängen. Dieser Pass war erfolglos. Tressel sagte später, dass es rückblickend wohl klüger gewesen wäre, in dieser Situation zu punten. Im Gegenzug jedenfalls gelang den Wolverines ihre beste Angriffsserie in diesem Spiel, die im 14. Spielzug mit einem 1-Yard-Touchdown-Lauf von RB Brandon Minor abgeschlossen wurde.
Die Buckeyes lebten über das gesamte Spiel von ihren Big Plays. Vier ihrer sechs „Scoring Drives“ bestanden aus drei oder weniger Spielzügen. Der Touchdown zum 7:0 (59-Yard-Lauf von RB Cxhris Wells) gelang im ersten Spielzug von Ohio States viertem Ballbesitz, das 14:0 beim nächsten Ballbesitz mit einem 53-Yard-Pass von QB Terrelle Pryor anuf WR Brian Hartline. Beim ersten Ballbesitz der Gastgeber nach der Pause erlief Wells im ersten Spielzug 42 Yards, im zweiten Spielzug erzielte RB Daniel Herron mit einen 49-Yard-Lauf das 21:7. Das 28:7 durch einen 8-Yard-Pass von Pryor auf WR Brian Robiskie fiel im ersten Spielzug nach einem 80-Yard-Punt-Return von Ray Small. Und für das 42:7 brauchte Ohio State nach einem Fumble der Wolverines an der eigenen 22-Yard-Liie beim Kickoff Return nach dem 35:7 nur drei Spielzüge.
Hoch - 22.11.2008

Ohio States QB Terrelle Pryor (© Getty Images)
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