Die Arena Football League (AFL) hat verkündet, Ihre Expansionspläne in Europa und speziell in Deutschland umzusetzen. Die Marketing Agentur 2Plus Event + Marketing Service GmBH, Düsseldorf wurde beauftragt, die Chancen und Risiken in unseren Breitengraden zu analysieren und im ersten Schritt die zur Verfügung stehenden Hallenkapazitäten zu analysieren. Mit dem Geschäftsführer von 2Plus Marko Seidensticker, unterhielt sich www.football-aktuell.de Korrespondent Jörg Schlüter:
Football-aktuell.de: Mit welcher Zielsetzung treten Sie an, um den Markt für die AFL zu ergründen?
Seidensticker: Es ergibt sich aus dem Commitment der AFL, oder anders ausgedrückt - wie kann es im günstigsten Fall angegangen werden, den AFL Arena-Football bei uns zu implementieren. Das Nahziel lautet, dass Teams und Städte gefunden werden sollen, die sich besonders gut für den AFL Footballsport eignen. Das Fernziel kann später heißen: Einen interkontinentalen Spielbetrieb zu organisieren.
Football-aktuell.de: Wir haben gehört, dass einige bekannte Städte bereits im Fadenkreuz des Interesses geraten sind: Mannheim, Düsseldorf und Hamburg sollen dazu gehören.
Seidensticker: Wir haben in Deutschland eine ganze Anzahl von interessanten Hallen. Im Gespräch sind wirklich drei potentielle Hallen angedacht: Die SAP Halle in Mannheim, das Pendant in Düsseldorf dazu und die Color Line Arena in Hamburg. Aber diese Reihenfolge basiert nicht auf Vollständigkeit. In Berlin ist zum Beispiel die O2-World-Halle noch nicht fertig gebaut. Entsprechend können wir uns diese auch nicht ansehen. Es geht doch auch darum, dass die NFL Europa viele Fans alleine gelassen hat und das Fanpotential neu abgerufen werden soll.
Football-aktuell.de: Und wie geht es nach der Findung der Hallen weiter? Der Zeitplan ist ja wirklich sehr kurzfristig angelegt.
Seidensticker: Um allen Spekulationen vorzubeugen. Es geht darum, wie eine neue Sportart implementiert werden kann. Die AFL will mittelfristig Menschen finden, die bereit sich, als „Clubowner“ sich zu engagieren. Es soll ein „Clubowner-System“ sein, bei dem auch Nichtamerikaner herzlich willkommen sind. Man will aus Fehlern lernen und anfangs ein einfaches Einstiegspaket schnüren. Dieses Paket ist viel kleiner, welches seinerzeit der NFL Europa zur Verfügung stand. Wichtig ist es für die AFL dabei, dass die wirtschaftliche Basis vorhanden ist. Erst wenn es genügend Interessierte gibt, die Hallen, die den AFL-Anforderungen entsprechen, gefunden sind, und viel positive Stimmung transportiert wird, dann hat dieses Projekt eine Chance. Es geht bei der Hallenfrage nicht um „zu groß oder zu klein“. Es ist für die Amerikaner wichtig, dass wir Ihnen Hallen zeigen, die in punkto Ausstattung mithalten können.
Football-aktuell.de: Wir hörten auch, dass noch in diesem Jahr Testspiele veranstaltet werden sollen.
Seidensticker: Es ist denkbar, dass noch im November 2008 Showspiele stattfinden. So könnten zum Beispiel All-Star Teams in Deutschland gegeneinander spielen, um dem Footballinteressierten den Arena Hallenfootball näher zu bringen, der sich zwar vom bekannteren American Football unterscheidet, aber für den allgemeinen Zuschauer werden die Unterschiede eher nebensächlich sein.
football-aktuell.de: Vielen Dank für das Gespräch.
Schlüter - 11.08.2008
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