Rebels verteidigen Playoffplatz

Die Berlin Rebels gewinnen auch das Rückspiel in der Nordgruppe der German Football League gegen die Cologne Crocodiles. Durch den 43:22 Erfolg haben die Berliner nun wieder vier Punkte Vorsprung auf den Tabellenfünften und zusätzlich den Vorteil des gewonnen direkten Vergleichs.

Zwei vollkommen verschiedene Halbzeiten erlebte das Publikum an diesem Sonntagnachmittag Im Berliner Mommsenstadion. Während sich die Defensivabteilungen in den ersten beiden Spielvierteln einen regelrechten Abtausch an Höhepunkten lieferten, bestimmte in den folgenden beiden Abschnitten hauptsächlich das Team von Head Coach Kim Kuci das Spielgeschehen – und das mit Offense und Defense. Der rapide Leistungsabfall der Domstädter in der zweiten Spielhälfte ist eigentlich nicht zu erklären.

Das Spiel begann kurios. Fast mühelos überquerte im Eröffnungsdrive das Heimteam um Quarterback Kurt Palandech das Spielfeld. Doch Running Back Andreas Betza, der zunächst noch mit kraftvollen Läufen glänzen konnte, verlor kurz vor der Goal Line den Ball und die Rebels somit das Angriffsrecht. Der einzige Vorteil dieses im Ergebnis punktlosen Drives lag in der denkbar ungünstigen Ausgangsposition für die Offense der Gäste an ihrer eigenen 1-Yard-Linie. Doch diese befreite sich zunächst durch einen gelungenen Pass von QB Jarred Evans auf WR Aaron Jackson, aber Rebels-Linebacker Rory Johnson konnte nach einem Fumble des Kölner RB den Ball für seine eigenen Farben zurückerobern. Die Zeit für das ganz große Ausrufezeichen seiner Offense war aber noch nicht gekommen. Kicker Ben Hermann erzielte mit einem Field Goal aus 35 Yards knapp vier Minuten vor Ende des ersten Spielabschnitts die 3:0 Führung für die Gastgeber.

Dass die Domstädter sich nicht erneut so abschlachten lassen wollten wie im Hinspiel, bewiesen sie in ihrem zweiten Drive, den Tight End Florian Eichhorn mit einem 21-Yard-TD-Catch nach Pass von Evans beendete. Den PAT verwandelte WR Dominic Gröne flach, aber sicher. So endete bereits 27 Minuten nach dem ersten Kickoff ein kurzweiliges erstes Viertel mit einer 7:3 Führung für die Gäste.

Auch im zweiten Spielabschnitt, der fast doppelt so lange dauern sollte, hatte die Berliner Defensive Line, die auf ihren Leading Tackler Nelson Imasuen verzichten musste, einige Mühe mit dem flexiblen Angriffsspiel des Tabellenfünften. Dieser bewegte den Ball geschickt über das Feld und profitierte, wie auf der Gegenseite zuvor, von den technischen Fehlern und Unachtsamkeiten der Berliner, die mit reichlich gelben Tüchern von der Hamburger Schiedsrichtercrew bedacht wurden. Die entscheidende Flagge kassierte aber anschließend Gröne und so wurde nach Spielverzögerung aus einem 44-Yard-Field-Goal-Versuch der Domstädter nur ein Punt.

Betza und Palandech bewegten im Gegenzug den Ball aus der Gefahrenzone. Zu mehr als dem nächsten Punt reichte es auf Seiten der Berliner vorerst nicht und mit knapp vier verbleibenden Spielminuten kamen die Gäste erneut in Ballbesitz. Diese ließen sich nicht lange bitten, und Jackson erzielte aus sechs Yards nach Pass von Evans seinen zweiten Score für die Crocodiles und seien einzigen in dieser Partie (PAT Gröne.) Die verbleibenden 70 Sekunden vor der Halbzeit reichten den Berlinern nicht, um die 14:3 Führung der Gäste zu verkürzen. Der zweite Fumble, diesmal von WR Jason Harris, beendete den Drive der Rebels noch in ihrer eigenen Spielhälfte. Die Kölner kamen so noch einmal in Ballbesitz, konnten diesen aber nicht für Punkte nutzen.

Mit Ballbesitz die Führung weiter ausbauen zu können, gelang den Gästen auch in der ersten Angriffsserie der zweiten Hälfte nicht. Johnson beendete mit seinem vierten QB-Sack in dieser Saison die Kölner Bemühungen um Raumgewinn.

Das Spiel der Berliner nahm nun richtig Fahrt auf. Palandech brachte sein Team mit Lauf in das Mittelfeld und Betza beendete seine lange erfolglose Durststrecke mit einem schönen 44-Yard-TD-Lauf durch die Mitte (PAT Hermann.)

Nach Jacksons langem Kickoffreturn fanden sich die in ihren schwarzen Trikots spielenden Rebels ganz schnell tief in der eigenen Hälfte und kurz danach in der eigenen Red Zone wieder. Die Defense verhinderte weitere Punkte der schnell agierenden Crocodiles und Gröne verkickte anschließend den Field-Goal-Versuch aus 26 Yards.

Betza machte nun da weiter, wo er im letzten Drive aufgehört hatte und nach zwei Pässen von Palandech auf WR Faalevao Esekielu – der letzte über 29 Yards durch die Mitte – war aus dem Rückstand eine 17:14 Führung für die Berliner geworden (PAT Hermann.) Diese hatte bis zum Ende des dritten Viertels Bestand. Strafen und die dazugehörigen Raumverluste auf beiden Seiten bestimmten die letzten Minuten. Grönes, von DB Paul Seifert geblockter, Punt war die letzte Aktion vor dem letzten Seitenwechsel.

Der Schlussabschnitt begann somit in der Red Zone des Tabellenfünften. Der zusätzlich zu Betza aufgestellte Backup-RB Ahmad Khalife sorgte mit seinem zweiten Lauf für die nächsten Punkte der Berliner und für den Ausbau der Führung auf 24:14 (PAT Hermann.), Safety Paul Morant durch seine Interception im anschließenden Drive der Gäste für das nächste Angriffsrecht.

Die Rebels bestimmten nun Spiel und Gegner, konnten sich selbst aus gefährlichen Situationen befreien. So tickte die Spieluhr immer weiter herunter. Morants zweiter Pick beendete den nächsten Drive des Teams von Head Coach Patrick Köpper, der mit dem Auftritt seiner Schützlinge in der zweiten Spielhälfte alles andere als zufrieden gewesen sein dürfte.

In Doppeldeckung stehend fing WR Jason Harris einen 19-Yard-Pass von Palandech in der Endzone zum 30:14. Nach Evans` 30-Yard-TD-Pass auf Gröne, der auch die anschließende Conversion zu Punkten nutzte, schöpfte der Tabellenfünfte noch einmal neue Hoffnung. Betzas TD-Lauf über 54 Yards zum 37:22(PAT Hermann) beendete diese aber ganz schnell und auch Morant setzte noch einen obendrauf. Evans dritter Fehlwurf an diesem Sonntagnachmittag leitete die letzten Punkte der Charlottenburger in dieser Partie ein. Esekielu erhöhte nach 19-Yard-Pass von Palendech auf 43:22 und Hermann setzte bei unter zwei verbleibenden Spielminuten seinen letzten PAT nicht zwischen die Goalposts.

Thomas Sellmann - 18.08.2019

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