Packers verzeichnen massiven Gewinneinbruch

Die Fans im Lambeau Field sollen vom massiven Gewinneinbruch der Green Bay Packers nicht viel spüren. Der Gewinn der Green Bay Packers ist um satte 98 Prozent eingebrochen. Grund sind die Vertragsverlängerung von Quarterback Aaron Rodgers und die zeitgleiche sportliche Misere.

Im vergangenen Steuerjahr, das für die NFL-Teams am 31. März endet, blieb unter dem Strich nur eine Summe von 724.000 US-Dollar. Im Jahr zuvor standen noch 34,1 Millionen zu Buche, 2017 hatten sie den Rekord von 75 Millionen US-Dollar Gewinn erwirtschaftet. "Aus finanzieller Sicht war es ein einzigartiges Jahr für die Packers", sagte Team-Präsident Mark Murphy bei ESPN.

Nach dem zweiten Verpassen der Playoffs nacheinander investierten die Green Bay Packers stärker in neues Personal und statteten auch Quarterback Aaron Rodgers mit einem neuen Millionen-Vertrag aus. Der Spielmacher erhält 134 Millionen US-Dollar in den kommenden vier Jahren. Hinzukamen die Free-Agency-Verpflichtungen der Outside Linebacker Za'Darius Smith und Preston Smith sowie die von Safety Adrian Amos und Guard Billy Turner. Dadurch stiegen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr von 420,9 Millionen Dollar auf 477,2 Millionen Dollar. "Wir waren etwas aggressiver als sonst üblich", gab auch Murphy zu.

Nun soll der erhoffte sportliche Erfolg unter dem neuen Head Coach Matt LaFleur sich auch auf die Finanzen auswirken. "Wenn wir es wieder in die Playoffs schaffen oder sogar den Super Bowl erreichen, hilft es natürlich", betonte Murphy, der aber auch versicherte, dass sich die Einbußen nicht auf die Dauerkarteninhaber und Fans auswirken werden. "Wir wollen hier knapp unter dem Ligadurchschnitt liegen. Wir wollen nicht, dass alles auf dem Rücken unserer Dauerkarten-Inhaber ausgetragen wird", stellte der Team-Präsident klar.

Außerdem hätten die Packers eine Rücklage in Höhe von 400 Millionen US-Dollar bilden können und viel in die Region investiert. Im Herbst vergangenen Jahres hatten sie auch weitere Pläne für eine Bebauung rund um das Lambeau Field vorgestellt. Dort sollen Wohn- und Bürokomplexe als "Titletown District" unter Federführung der Green Bay Packers entstehen.

Fabian Biastoch - 14.07.2019

Die Fans im Lambeau Field sollen vom massiven Gewinneinbruch der Green Bay Packers nicht viel spüren.

Die Fans im Lambeau Field sollen vom massiven Gewinneinbruch der Green Bay Packers nicht viel spüren. (© Getty Images)

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