Rams vs. Patriots – Wer hat den besseren Kader? Teil 1

Robert Woods ist ein wichtiger X-Faktor für die LA RamsDer Super Bowl rückt immer näher und näher. Somit wird es Zeit sich die Kader der beiden Mannschaften anzuschauen. Unser Kollege Sebastian Mühlenhof macht den Vergleich und startet mit der Offense und den Trainer.

Trainer – Bill Belichick & Josh McDaniels vs. Sean McVay & Wade Phillips

Was ein klasse MatchUp! Das sind vier absolute Masterminds, die dort aufeinander treffen. Belichick steht in seinem neunten Super Bowl und kann sich dort seinen sechsten Ring holen. Beeindruckend ist wie er immer wieder aus Spielern, die gescheitert, abgeschrieben oder von denen man noch nie gehört hat, das Maximale rausholt. In McDaniels hat er einen Offensive Coordinator, der vielleicht ein bisschen übersehen wird. Seit seiner Rückkehr zu den Patriots im Jahr 2012 hat er der Offense neues Leben eingehaucht, sodass man wieder in den Super Bowl kommen konnte. Auch er würde seinen sechsten Ring bekommen, da er schon zu Beginn der Patriots-Dynastie im Trainerstab war.
Ihnen gegenüber steht wohl das Offensivmind der aktuellen NFL in McVay, den Belichick sehr respektiert. Er begeistert durch sein fotographisches Gedächtnis und ein enorm kreatives Playcalling. So kann man aufgrund der Aufstellung vor dem Snap nur schwer ergehen, was für ein Play gelaufen werden soll. Für die Defensive vertraut er einem absoluten erfahrenen Mann in Phillips. Phillips gewann 2016 mit den Denver Broncos den Super Bowl und schaltet auf dem Weg dorthin Belichick und die Patriots aus. Dort hatte er in Von Miller einen genauso starken Pass Rusher wie aktuell in Aaron Donald.

Es wird spannend zu sehen sein, wer das beste Ass im Ärmel hat um den Gegner zu überraschen. Da das ein Duell auf Augenhöhe ist, aber Erfahrung auch eine Rolle spielt, geht der Punkt knapp an die Patriots. 1:0 Patriots

Quarterback – Jared Goff vs. Tom Brady

Es ist das Duell zwischen dem Youngster und dem besten Quarterback aller Zeiten. Goff hat diese Saison noch mal einen Sprung in seiner Entwicklung gemacht. Er wirft die Bälle in kleine Fenster und macht wichtige Plays in entscheidenden Situationen. Im Spiel gegen die Dallas Cowboys erlief er kurz vor Spielende den entscheidenden neuen First Down und bei den New Orleans Saints half er beim Comebacksieg seiner Mannschaft.
Selbiges gilt auch für Brady, der zwar etwas Probleme in der Saison hatte, aber mittlerweile wieder spielt, wie man es von ihm gewöhnt ist. Er hat dabei einen unglaublich schnellen Release beim Wurf, weswegen Joey Bosa zu ihm scherzhaft sagte, er solle den Ball nicht so schnell werfen. Zudem steht er in seinem neunten Super Bowl und kann sich zum erfolgreichsten NFL-Spieler aller Zeiten krönen.

So sehr Goff überzeugt hat, heißt es "never bet against Brady". Deswegen geht auch der zweite Punkt, wenn auch knapp, an die Rams. 2:0 Patriots

Running Back – Todd Gurley & C.J. Anderson vs. James White & Sony Michel

Vom Papier her sollte das eine klare Sache für die Rams sein. Ganz so einfach ist es aber nicht, denn was White und Michel in den Playoffs gemacht haben ist sehr beeindruckend. Gerade Michel legte in seinen ersten Playoffs mit 242 Rush Yards und 5 Rush Touchdowns starke Zahlen ab. White fing zudem gegen die Chargers 15 Bälle für 97 Yards und hat im Super Bowl schon bewiesen, wie wichtig er für Brady ist. Gegen die Atlanta Falcons erzielte er 20, Rekord für einen einzelnen Spieler, von 34 Punkten, wo er u.a. mit 14 gefangenen Bällen für 110 Yards jeweils Rekorde für eine Running Back gegenüberstehen.
Ihren Kollegen auf der anderen Seite sind aber genauso stark. Gurley gehört in Topform zu den besten Running Backs der Liga und ist die wohl gefährlichste Waffe in der Offense der Rams. Zwar spielte er gegen die Saints fast gar nicht, aber im Spiel gegen die Cowboys, die eine der besten Run-Defense der Liga haben, glänzte er. Die Wild Card in diesem MatchUp ist Anderson. Er wurde diese Saison geschasst von den Carolina Panthers und Oakland Raiders, nur um bei den Rams wieder seine Klasse zu zeigen. In seinen vier Spielen mit den Rams lief er für 466 Yards und vier Touchdowns. Zudem ist er ein etwas anderer Runner als Gurley, da er mehr durch die Mitte mit Power kommt.

Auch hier entscheiden nur Nuancen, wer den Punkt kriegt. Zwar ist White als Waffe im Passspiel nicht zu unterschätzen, aber die beiden stärkeren Runner haben die Rams. 2:1 Patriots

Wide Receiver/ Tight Ends – Brandin Cooks, Robert Woods & Josh Reynolds vs. Julian Edelman, Rob Gronkowski & Chris Hogan

Auch hier trifft viel Qualität aufeinander. Cooks und Woods hatten beide in der Regular Season über 1.000 Receiving Yards, was sehr beeindruckend ist. Während das bei Cooks erwartbar war, ist die Entwicklung von Woods sehr beeindruckend. Die Rams wurden bei seiner Verpflichtung belächelt, da er bei den Buffalo Bills keinen Fuß auf den Boden bekam. Knapp zwei Jahre später gehört er aufgrund seiner Fähigkeiten im Blocking und Catching zu den Top-Spielern auf seiner Position, auch wenn er noch nicht den Respekt bekommt. Auch Reynolds, der nach der schweren Verletzung von Cooper Kupp mehr Einsatzzeit bekam, zeigt solide Leistungen und war beim Sieg über die Saints mit 4 Catches für 74 Yards ein wichtiger Faktor.
Auf Seiten der Patriots steht der beste Slot Receiver der Liga in Edelman. Diese Saison schaffte er zwar nicht die 1.000 Yard-Marke, aber in den Playoffs lieferte er richtig ab. So fing er in den Spielen gegen die Los Angeles Chargers und Kansas City Chiefs 16 Bälle für 247 Yards. Brady und Edelman verstehen sich fast blind, was auch für Gronkowski gilt. Dieser hatte wohl seine schwächste Saison bisher und wirkte teilweise auch nicht zu 100 Prozent fit. Im wichtigen Spiel gegen die Chiefs war er jedoch wieder da und zeigte, warum er nur schwer zu stoppen ist. Die dritte Option für die Patriots mag zwar White sein, aber um die Positionen besser vergleichen zu können, ist Hogan der Auserwählte. Seine Saisonstatistiken sind nicht vergleichbar mit denen von Reynolds, aber im Spiel gegen die Chiefs lieferte auch er mit 5 Catches für 45 Yards ab.

In diesem Fall geht der Punkt erneut an die Rams, auch wenn bei den Receivern der Patriots mehr Erfahrung vorhanden ist. 2:2 Ausgleich

O-Line – Andrew Whitworth, Rodger Saffold, John Sullivan, Austin Blythe & Rob Harvenstein vs. Trent Brown, Joe Thuney, David Andrews, Shaq Mason & Marcus Cannon

Die O-Line der Rams zeichnet vor allem eins aus: Kontinuität. Seit dem Rebuild 2017 haben sie mit der Ausnahme von Woche 17 in der 2017er Saison jedes Spiel in ihrer aktuellen Formation gespielt. Somit sind die Abläufe sehr gut, was ein großer Vorteil gegenüber den Patriots ist. Die Rams O-Line ließ in den Playoffs nur einen Sack zu und bewies vor allem gegen die starke D-Line der Cowboys, dass sie zu den besten in der Liga gehören. Über die Saison ließen sie insgesamt 33 Sacks zu, was die neuntwenigsten sind.
Besser war dort die Patriots O-Line. Sie ließen während der gesamten Saison nur 21 Sacks zu und sogar keinen einzigen in den Playoffs. Noch eindrucksvoller macht es die Tatsache, dass Brady überhaupt erst einmal in 90 Versuchen einen Hit bekommen hat. Insgesamt ist diesive Line richtig stark, was auch die Zahlen von Football Outsiders belegen. So sind Dritte bei Adjusted Line Yards (5,03, eine Statistik, wo die O-Line für ihre Arbeit im Laufspiel belohnt wird) und Erster bei der Adjusted Sack Rate (3,8 Prozent, eine Statistik, wo die Sacks nach Down, Länge und Gegner bereinigt wird). Zum Vergleich: Die Rams sind Fünfter bei der Adjusted Sack Rate (5,4 Prozent) und Erster bei Adjusted Line Yards (5,49). Das liegt auch an der Arbeit von O-Line-Coach Dante Scarnecchia, der eigentlich schon in Rente war. Er ließ sich aber nach zwei Jahren Pause überreden und machte eine O-Line, wo kein Spieler früher als in der dritten Runde gepickt wurde, zu einer beschützenden Wand für Brady.

Dieses Duell ist so ausgeglichen, dass der Punkte geteilt wird. Bei beiden ist enorm viel Qualität vorhanden und beide sind sehr eingespielt. 2,5:2,5 Ausgleich

Morgen folgt dann der zweite Teil, wo die Defense und die Special Teams beleuchtet werden.

Sebastian Mühlenhof - 31.01.2019

Robert Woods ist ein wichtiger X-Faktor für die LA Rams

Robert Woods ist ein wichtiger X-Faktor für die LA Rams (© Getty Images)

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