Rams 1999 vs. Rams 2018 – Wer ist besser? Teil 2

Cory Littleton und seine Kollegen in der Defense spielten eine durchwachsene SaisonDieses Wochenende starten die Los Angeles Rams in die Playoffs. Als Mannschaft mit dem zweiten besten Record der NFC treffen sie auf die Dallas Cowboys, welche den viertbesten Record aufweisen. Denselben Record hatten die Rams, damals noch in St.Louis, auch 1999, wo sie den Super Bowl gewinnen können. Sebastian Mühlenhof hat sich mal beide Teams angeschaut und miteinander verglichen. Nach dem ersten Teil führen die 1999er Rams mit 4:3. Können sie diese Führung nach dem zweiten Teil, wo es um die Defense und Special Teams geht, behaupten?

D-Line – Kevin Carter, Ray Agnew, D’Marco Farr, Grant Wistrom vs. Michael Brockers, Ndamukong Suh, Aaron Donald, Cory Littleton

In beiden Jahren stellten die Rams den Sack Leader. Carter hatte als Defensive End 17 Sacks, während Donald als Defensive Tackle 20,5 Sacks hatte. Für beide sind das ihre Karriere-Bestwerte, weswegen sie auch verdientermaßen für All-Pro Team nominiert wurden. Natürlich ist Donald’s Zahl aufgrund seiner Position noch mal beeindruckender, aber da die Rams diese Saison eine 3-4 Defense im Gegensatz zu der 4-3 1999 spielen, ist die Startposition der beiden durchaus vergleichbar.
Hinter den beiden hat aber die 1999er D-Line den kleinen Vorteil. Farr mit 8,5, Wistrom mit 6,5 und Agnew mit 2,5 Sacks trugen ihren Teil zu den überragenden 57 Sacks bei, was Liga-Bestwert mit den Jacksonville Jaguars war (ja, auch damals gab es schon "Sacksonville"). Suh mit 4,5, Littleton mit vier und Brockers mit einem Sack können dort nicht ganz mithalten, auch wenn die insgesamt 41 Sacks immer noch ein guter Wert sind.
Weiterhin hat die St.Louis D-Line einen erheblichen Anteil an der besten Run Defense der Liga gehabt. Insgesamt erlaubten sie nur 74,3 Run Yards pro Spiel und das in einem Zeitalter, wo noch das Motto "Run First" galt. Die Los Angeles D-Line hängt auch dort hinterher, erlaubt man doch 122,3 Run Yards pro Spiel. Somit geht der Punkt an die 1999er Rams. 5:3 1999er Rams

Linebacker – Todd Collins, Mike Jones, London Fletcher vs. Cory Littleton, Mark Barron, Samson Ebukam

Ähnlich wie bei der D-Line spielen natürlich auch die Linebacker eine wichtige Rolle im Run Game. Dort ist wie gesagt die 1999er Unit besser als die aktuelle. Auch laut Pro Football Focus zählten Littleton und Barron den Noten nach zu den schlechtesten Linebacker der ganzen Liga. Littleton zeigte sich hingegen stark in der Pass, was 13 Pass Breakups belegen. Mike Jones muss sich davor aber mit 11 Pass Breakups nicht verstecken. Jones ist vor allem dafür berühmt geworden für "The Tackle", wo er im letzten Play des Super Bowl 1999 Titans Receiver Kevin Dyson kurz vor der Endzone stoppte.
Ansonsten waren Collins & Jones eher am Ende und Fletcher am Anfang ihrer Karriere, was ihre Zahlen belegen. Auch die Zahlen von Littleton, Barron & Ebukam sind nicht so stark. Daher gebe ich aufgrund der Erfahrung und der besseren Run Defense den `99er Rams den kleinen Vorteil. 6:3 1999er Rams

Secondary – Billy Jenkins, Toddy Light, Dexter McCleon, Keith Lyle vs. John Johnson, Lamarcus Joyner, Marcus Peters, Aquib Talib

Beide Secondary’s waren beziehungsweise sind sehr aufwerksam. Die damalige Unit sammelte 28 Interceptions, die zweitmeisten der Liga, und die aktuelle fing 18 Bälle, die dreitmeisten, ab. Allgemein wurden 1999 (562) deutlich mehr Interceptions als 2018 (419) gefangen, was an den guten Secondarys und/oder den schlechteren Quarterbacks/Receivern liegen mag. Wenn man sich die erlaubten Pass Yards pro Spiel anguckt, dann liegt 2018er Unit vorne. Zwar haben sie mehr Yards zugelassen (236,2 vs. 219,3), aber mit dem 14. Platz liegen sie vor dem 20. Platz der 1999er. Im Gegensatz dazu stehen in Person von McCleon und Lyght zwei Spieler die mehr als 10 Pass Break Ups geschafft haben (16 & 13), was diese Saison nur Johnson schaffte (11).
Vor dem Hintergrund der leicht angeschlagenen Peter und Talib würde ich den Punkt an die 2018er Rams geben, auch wenn sie nicht ganz die Erwartungen erfüllt haben. 6:4 1999er Rams

Special Team – Jeff Wilkins, Rick Tuten/Mike Horan, Az-Zahir Hakim, Tony Horne vs. Greg Zuerlein, Johnny Hekker, Jojo Natson, Pharop Cooper

Das ist eigentlich relative schnell abgehandelt. Die 2018er Rams haben drei All-Pro Nominierungen in Zuerlein, Hekker und Cooper. 1999 schaffte es lediglich Kick Returner Horne ins All-Pro Team. Zuerlein war zwar zwischenzeitlich verletzt, aber seine Field Goal Quote ist klar besser als die von Willkins (87,1 Prozent zu 71,4 Prozent). Auch Horan und Tuten haben nicht die Qualität eines Hekker, der auch immer mal wieder für ein Trickplay gut ist. Sowohl Punt als auch Kick Returner nehmen sich nicht viel.
Dennoch können auch hier die 2018er Rams den Punkt mitnehmen und verkürzen somit auf ein 6:5 für die 1999er Mannschaft.

Abschließend lässt sich sagen, dass die beiden Rams-Teams offensiv durchaus ähnlich stark aufgestellt sind. Da die 2018er Defense jedoch in der Regular Season nicht ihr vorhandenes Potenzial abgerufen hat, verliert das gesamte Team diesen Vergleich.
Genau das könnte das Team von Sean McVay diese Saison am Super Bowl hindern. Offensiv können sie wie bewiesen über 50 Punkte erzielen, aber sie müssen in den entscheidenden Situation einen Stopp mit der Defensive hinkriegen. Vielleicht schaffen sie es ja wie 1999, als "the tackle" ihnen den Titel bescherte.

Sebastian Mühlenhof - 11.01.2019

Cory Littleton und seine Kollegen in der Defense spielten eine durchwachsene Saison

Cory Littleton und seine Kollegen in der Defense spielten eine durchwachsene Saison (© Getty Images)

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