Chargers entzaubern Lamar Jackson

Melvin Gordon erzielte den einzigen Touchdown der Chargers.Dank einer starker und schnellen Defense, die denen der Baltimore Ravens in nichts nachstand, und fünf Field Goals von Kicker Michael Badgley, gewannen die Los Angeles Chargers ihr Auswärtsspiel in Baltimore mit 23:17. QB Lamar Jackson, Held der letzten Wochen bei den Ravens, wurde dabei zum Spielball der Defense der Chargers. "Ich habe nicht gut genug gespielt. Das ärgert mich sehr", ließ der 21jährige nach der Partie verlauten.

Erst zum Ende der Partie, als die Chargers bereits eine 23:3-Führung heraus gespielt hatten, machte Jackson das Spiel mit zwei späten Touchdown-Pässen noch einmal spannend. Mit 45 Sekunden verbleibender Spielzeit kamen die Ravens sogar noch ein weiteres Mal in Ballbesitz, ehe Jackson ein letztes Mal gesackt wurde und dabei den Ball verlor. DE Melvin Ingram, der selbst für zwei Sacks verantwortlich zeichnete, krönte seine gute Leistung indem er den Ball für die Chargers sicherte.

Um Jackson zu stoppen, hatte sich Defensive Coordinator Gus Bradley etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die Chargers spielen üblicherweise in eine 4-3-Verteidgung mit vier Defensive Linemen und drei Linebacker. Gegen Baltimore ließ er seine Linebacker einfach draußen und ersetzte sie mit drei Safeties. So spielten die Chargers die gesamte Partie mit vier Defensive Linemen und sieben Defensive Backs, einer Defense, die sonst nur in ganz besonderen Passsituationen Verwendung findet.

Die Idee dahinter war, dass die Safeties wesentlich schneller und beweglicher als die Linebacker sind und so Jackson besser daran hindern können, zu seinen gefürchteten Läufen aufzubrechen. Zusammen mit einer dominierenden Defensive Line, welche das Passspiel der Ravens weitgehend unterbinden sollte, war der Grundstein für den Erfolg gelegt.

Diese Rechnung ging auf. Statt der üblichen 200 oder mehr Yards, erliefen die Ravens nur 90. Der gesamte Raumgewinn der Ravens belief sich auf 229 Yards. Weniger hatten die Chargers in ihrer langen Playoffs-Geschichte noch nie zugelassen.

Jackson sah in weiten Teilen der Partie auch ziemlich hilflos aus. Er vervollständigte nur 14 von 29 Pässen, wurde 7 Mal gesackt, verursachte eine Interception und drei Fumbles, von denen aber nur eines von den Chargers erobert wurde. Zu Beginn des vierten Viertels hatte Jackson nur 25 Yards Raumgewinn erworfen, erlitt durch 5 Sacks aber 27 Yards Raumgewinn, was einem Minus von 2 Yards entsprach. Noch nie in der Geschichte der Playoffs hatte ein Team eine Partie mit negativen Pass Yards abgeschlossen.

In den letzten sieben Minuten, als die Ravens auf eine Offense mit drei Tight Ends umgestellt hatten und die Abwehr der Chargers angesichts der deutlichen Führung etwas leichtsinnig wurde, warf Jackson noch zwei Touchdowns auf WR Michael Crabtree. Dabei wurde Jackson nach drei Vierteln noch heftig von den mehr als 70.000 Fans ausgebuht. "Natürlich erwarten sie ein besseres Spiel von uns. Wir haben sehr schlecht gespielt. Das passiert halt manchmal", relativierte Jackson nach der Partie.

Chargers-Head-Coach Anthony Lynn war denn auch voll des Lobes für seine Abwehr: "Unsere Defense hat heute überragend gespielt. Wir haben den Ravens keine 100 Yards durch Laufspiel erlaubt. Das ist bisher noch keinem Team gelungen. Ich bin wirklich beeindruckt von unserer Defense. Besonders, da wir ohne Linebacker gespielt haben. Ein ganz großes Lob an Gus Bradley und seinen Trainerstab. Das war eine ganz außergewöhnliche Arbeit, unsere Defense auf diese unkonventionelle Art und Weise auf die Ravens vorzubereiten."

Die Chargers, welche nun in New England anzutreten haben, müssen sich nur Sorgen um ihre offensive Ausbeute machen. Trotz etlicher guter Feldpositionen und zahlreicher Fehler der Ravens in der ersten Halbzeit reicht es nur zu vier Field Goals und einer 12:0-Führung. Selbst nach einem Fumble von RB Kenneth Dixon an der 15-Yard-Linie der Ravens reichte es nur zu drei Punkten. Gegen die Patriots darf man solche Chancen nicht ungenutzt lassen.

Korber - 07.01.2019

Melvin Gordon erzielte den einzigen Touchdown der Chargers.

Melvin Gordon erzielte den einzigen Touchdown der Chargers. (© Getty Images)

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