Nicht der Tag der Quarterbacks

Von Miller gelang eine Interception zum richtigen ZeitpunktEs war kein guter Tag für Quarterbacks: Bei den Buccaneers wurde wieder einmal zwischen Fitzpatrick (drei Interceptions, kein Touchdown-Pass) und Winston (eine Interception, ein Fumble) getauscht, Carolinas Cam Newton musste mit einer Knöchelverletzung behandelt werden (kehrte jedoch zurück) und Redskins Quarterback Alex Smith zog sich bei einem Sack auf den Tag genau 33 Jahre nach dem Karriere beendenden Beinbruch von QB Joe Theisman ebenfalls einen (Schien- und Waden-)Beinbruch zu. Und das Ausmaß der Verletzung von Marcus Mariota in Tennessee muss erst noch genau festgestellt werden. Aber es war nicht alles schlecht:


Das Spiel der Woche:

New Orleans Saints (8-1) – Philadelphia Eagles (4-4) 48:7


Für die Eagles sollte es eigentlich der Befreiungsschlag in Richtung Playoffqualifikation werden; stattdessen wurde es eine absolute Demütigung, die der Herausforderer New Orleans den Eagles zukommen ließen.

Von Beginn an führten die Saints und QB Drew Brees zeigte sich mit 363 Yards und vier Touchdowns erneut in absoluter MVP-Form. Die Pässe von Carson Wentz wurden dagegen gleich dreimal abgefangen, die Passverteidigung der Eagles war ein Schatten ihrer selbst und eine Playoffqualifikation des Titelverteidigers rückt immer weiter in die Ferne.

Die Saints untermauerten dagegen ihre Titelambitionen eindrucksvoll und sind wohl das aktuell beste Team der Liga.


Der Überblick

Die Dallas Cowboys (5-5) killten mit einem Field Goal von Kicker Brett Maher zum 22:19 bei auslaufender Uhr wohl alle Playoffträume der Atlanta Falcons (4-6) und können so selbst weiter von der Endrunde träumen. Ezekiel Elliott mit 122 Rush Yards und einem Touchdown direkt nach einem Touchdown-Lauf von QB Dak Prescott kippten die Partie in Richtung der Gäste.

Einen deutlichen Schub für ihre Playoffambitionen bekamen auch die Indianapolis Colts (5-5), die den Divisionsrivalen Tennessee Titans (5-5) mit 38:10 deklassierten. Die Titans, zuletzt noch gefeierter Bezwinger der Patriots, zeigten zu keiner Zeit, dass sie bereit für diese Partie waren. Andrew Luck mit drei Touchdown-Pässen, zwei davon zu T.Y. Hilton, der gleich 155 Yards erfing. Auf der anderen Seite verletzte sich Quarterback Marcus Mariota und musste durch Blaine Gabbert ersetzt werden. Ein katastrophaler Abend aus Sicht der Titans.

Beide Teams liegen zwei Siege hinter den Houston Texans (7-3), die in Washington so lange die bessere Mannschaft waren, bis sich Redskins Quarterback Alex Smith Schien- und Wadenbein brach. Backup Colt McCoy sorgte für ein heftiges Aufbäumen, aber am Ende konnten die Texans mit 23:21 gewinnen, obwohl Kicker Fairbairn durch einen unterirdischen Field Goal-Versuch noch für eine letzte Chance der Redskins sorgte. Kicker Hopkins hätte aus 63 Yards verwandeln müssen, aber dem Ball fehlten einige Yards.

Die Pittsburgh Steelers (7-2-1) zeigten bei den Jacksonville Jaguars (3-7) ihre wohl schlechteste Saisonleistung, was angesichts der Niederlagen zum Rundenstart wirklich schwer war. Big Ben Roethlisberger mit drei Interceptions, aber am Ende erlief er drei Sekunden vor Schluss den siegbringenden Touchdown zum20:16. Es läuft wirklich alles gegen die Jaguars in dieser Saison.

Die Baltimore Ravens (5-5) gewannen die Premiere von Rookie Quarterback Lamar Jackson mit 24:21 gegen die Cincinnati Bengals (5-5). Lamar Jackson war mit 13 von 19 angebrachten Passversuchen für 150 Yards und einer Interception alles andere als überragend, allerdings schaffte er als erster Ravens "Rusher" über 100 Laufyards (117) in dieser Saison.

Im Sunday Night Game wehrten die Chicago Bears (7-3) den Angriff des Divisionsrivalen Minnesota Vikings (5-4-1) auf die Tabellenspitze der AFC North ab. Beim 25:20 Heimsieg spielte vor allem die Defense um Khalil Mack (wieder einmal) stark auf. Mack konnte einen Sack und eine Fumble Eroberung verbuchen, Eddie Jackson einen sogenannten Pick-6 zum zwischenzeitlichen 22:6. Minnesotas Laufspiel kam auf kümmerliche 22 Yards und lediglich WR Stefon Diggs wusste mit einem Touchdown und 126 Yards offensiv zu überzeugen. Die Bears haben jetzt einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger.

Die Überraschung der Woche:

Detroit Lions (4-6) – Carolina Panthers (6-4) 20:19


Die Panthers waren als deutlicher Favorit angereist und legten schnell einen Touchdown von TE Olsen vor. Allerdings glichen die Lions zügig aus und ein akrobatischer Touchdownfang von WR Kenny Golladay brachte Detroit im letzten Viertel auf die Siegerstraße.

Die Panthers, bei denen der üblicherweise zuverlässige Kicker Graham Gano im Spiel schon einen Field Goal- und einen Extrapunktversuch vergeben hatte, schafften noch einen Touchdown. Dann entschieden sie sich - wie Mike Vrabel mit seinen Titans im Wembley-Stadion - für einen Zweipunktversuch.

Alles oder nichts war die Devise.

Der Pass von Cam Newton (der im Spiel aufgrund einer Knöchel-Verletzung behandelt werden musste) kam genauso wenig wie der von Mariota in London an und so fuhren die Panthers zum ersten Mal in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge ein. Auf der anderen Seite musste Lions Rookie Running Back Kerryon Johnson nach einer bis dahin starken Leistung mit einer Knieverletzung ausscheiden.


Der Offensivspieler der Woche: RB Saquon Barkley, New York Giants

Die Giants machten das Meiste aus den Fehlern der Buccaneers (-Quarterbacks) und hielten am Ende einen 38:35 Heimsieg fest. Größten Anteil daran hatte Rookie Running Back Barkley, der gefühlt seit Wochen das (fast schon einzige) Highlight der Offense ist.

Diesmal kam er auf 152 Yards (rushing und receiving kombiniert) und drei Touchdowns. Mittlerweile steht er nach zehn Spielen schon bei zehn Touchdowns und er allein sorgt dafür, dass die Giants Fans nicht in tiefe Depression angesichts ihrer Bilanz verfallen.


Der Defensivspieler der Woche: LB Von Miller, Denver Broncos

An Von Miller liegt es selten, wenn die Broncos verlieren: Auch in diesem Spiel lieferte er wieder eine beeindruckende Partie ab: Seine Interception hielt Denver im Spiel, als sie in einen Blowout für die Chargers zu kippen drohte.

Mit seinen bereits zehn Sacks ist er in einem exklusiven Club mit Reggie White und DaMarcus Ware, die ebenso wie er jeweils mindestens zehn Sacks in sieben ihrer ersten acht NFL-Jahre schafften.

Und der Einsatz lohnte sich: Am Ende siegten die Broncos durch ein 34-Yard-Field-Goal von Kicker McManus nach einer wilden Schlussphase noch mit 23:22.

Der Tipp zum Montagsspiel:

Los Angeles Rams (9-1) vs. Kansas City Chiefs (9-1)


Das vermutete Offensivspektakel findet jetzt doch in Los Angeles und nicht wie ursprünglich geplant (und verkauft) in Mexiko City. Der Platz dort war unbespielbar, was die NFL zu einem Rückzug zwang.

Die Rams haben zudem momentan dank der heftigen Feuer in der Gegend auch noch andere Sorgen. Trotzdem ist die Partie von Todd Gurley, Jared Goff und Co gegen die bislang unglaublich starken Pat Mahomes, Tyreek Hill und Co wohl eine der besten Partien dieser Saison.

Mein Tipp: Rams 28: Chiefs 35


Nächste Woche...

...ist schon Thanksgiving! Mit gleich drei Divisionsduellen startet der Spieltag diesmal schon am Donnerstag:
Die Chicago Bears (7-3) bestreiten den Auftakt um 18:30 Uhr bei den in diesem Spot notorisch erfolglosen Detroit Lions (4-6).
Die Dallas Cowboys (5-5) empfangen die Washington Redskins (6-4) um 22:30 Uhr.
Die New Orleans Saints (9-1) dürfen zum Abschluss (02:20 Uhr) gegen die Atlanta Falcons (4-6) ran.
...geht es am Sonntag um 19 Uhr mit Carolina Panthers (6-4) gegen die Seattle Seahawks (5-5) weiter.
...müssen die Pittsburgh Steelers (7-2-1) in die Höhenluft zu den Denver Broncos (4-6) reisen.
...empfangen die Minnesota Vikings (5-4-1) die Green Bay Packers (4-5-1) zu einem prestigeträchtigen Sunday Night Finale.

Ein schönes, langes Footballwochenende, auf das man sich schon einmal freuen kann!

Danke fürs Dabeibleiben und bis zur Spieltagsvorschau am Freitag!




Carsten Keller - 19.11.2018

Von Miller gelang eine Interception zum richtigen Zeitpunkt

Von Miller gelang eine Interception zum richtigen Zeitpunkt (© Getty Images)

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