"So gut sind wir vermutlich aber auch nicht"

TE Jesse James bei seinem Touchdown.Steelers-Head-Coach Mike Tomlin sah sich nach dem überaus deutlichen 52:21-Erfolg seiner Steelers über die Carolina Panthers zu einer Klarstellung gezwungen: "Das war eine wirklich sehr gute Vorstellung des gesamten Teams nach einer zeitlich ziemlich kurzen Vorbereitung. Es gibt eine Menge Dinge, auf die wir stolz sein können. Aber so gut wie mancher jetzt vielleicht vermutet, sind wir vermutlich aber auch nicht. An diesem Tag lief es einfach nur sehr gut für uns."

Star des Abends war QB Ben Roethlisberger, der für 328 Yard Raumgewinn und 5 Touchdowns warf. 22 seiner 25 Pässe fanden einen Mitspieler, was einem perfekten Quarterback Rating von 158,3 Punkten entspricht. "Ich kann unsere Offensive Line gar nicht genug loben", meinte er. Und tatsächlich konnte Roethlisberger weitgehend unbehelligt von der gegnerischen Abwehr sich seine Mitspieler auswählen.

Dabei waren es aber die Panthers, welche die erste Duftmarke setzte. Methodisch überbrückten die Panthers mit ihrer ersten Angriffsserie 75 Yards und RB Christian McCaffrey erzielte den ersten seiner drei Touchdowns auf Vorlage von QB Cam Newton über 20 Yards zum 7:0 für Caroline.

Die Steelers benötigten jedoch nur genau 11 Sekunden, um zu kontern. WR JuJu Smith-Schuster trug den ersten Pass von Roethlisberger über 75 in die Endzone zum Ausgleich. 13 Sekunden später waren die Steelers schon wieder in der Endzone der Panthers. Newton warf den Ball, unter starkem Druck von T.J. Watt stehend, unkontrolliert nach vorne und direkt in die Arme von LB Vince Williams, der die fehlenden 17 Yards in die Endzone zum 14:7 für die Steelers sprintete.

Von nun an ging es nur noch bergab für die Panthers. In den folgenden sechs Angriffsserien erzielten die Steelers 5 Touchdowns und 1 Field Goal zur 52:14-Führung. RB John Conner (2-Yard-Lauf), WR Antonio Brown (53-Yard-Pass), TE Vance McDonald (12-Yard-Pass), TE Jesse James (8-Yard-Pass) und RB Jaylen Samuels (6-Yard-Pass) durften sich jeweils über einen Touchdown freuen. Fast schien es, als ob jeder Spieler der Steelers der Endzone der Panthers einmal einen Besuch abstatten durfte.

Es war einer dieser Spiele, wo einer Mannschaft fast alles und dem Kontrahenten nur sehr wenig gelang. Wohl auch deshalb sah sich Tomlin genötigt, auf die Euphorie-Bremse zu treten. "Der Erfolg hatte heute viele Väter. Das hat mir gut gefallen. Das so viele verschiedene Spieler einen Touchdown erzielen konnten, spricht für die Ausgeglichenheit in unserem heutigen Spiel." Die Steelers haben jetzt 10 Tage frei, bevor sie in Jacksonville antreten müssen. Im letzten Jahr hatten sie in der regulären Saison und in den Playoffs beide Male das nachsehen gegen die Jaguars.

Korber - 10.11.2018

TE Jesse James bei seinem Touchdown.

TE Jesse James bei seinem Touchdown. (© Getty Images)

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