Aus eigener Kraft in die Playoffs

Die Michigan Wolverines haben gute Chancen, sich zum ersten Mal für die Playoffs zu qualifizieren.An Alabama und Clemson kommt zurzeit keiner vorbei und Notre Dame, Michigan und Georgia können ihre Playoff-Tickets aus eigener Kraft buchen - das sind die wesentlichen Ergebnisse des ersten Spieltags im November, an dem es zwar ergebnistechnisch drunter und drüber ging, aber nur in Spielen mit Top-25-Teams, die keine Chance mehr auf das Erreichen der Playoffs haben. Die Hoffnungen, dass es LSU mit dem Heimvorteil im Rücken und einer starken Abwehr irgendwie gelingen könnte, Alabama zu schlagen, erfüllten sich nicht. Der Titelverteidiger und Erste der Playoff-Rangliste gewann in Baton Rouge souverän mit 29:0 und qualifizierte sich damit vorzeitig für das SEC Championship Game. Man habe ein Zeichen setzen wollen, weil einige Leute an der Stärke des absolvierten Programms seines Teams herumgemäkelt hätten, sagte Alabamas Head Coach Nick Saban anschließend. Das ist definitiv gelungen. Und dieses Ergebnis nützt den übrigen Playoff-Anwärtern sogar mehr als ein Sieg der Tigers, weil LSU, der überraschende Dritte der ersten Playoff-Rangliste, jetzt erst einmal ein paar Plätze zurückfallen wird und damit den Weg für andere frei macht.

Der unmittelbare Profiteur davon ist Michigan. Der Fünfte der ersten Playoff-Rangliste vom letzten Dienstag wird nach dem klaren 42:7-Sieg gegen Penn State auf den vierten Platz vorrücken und kann mit Siegen in den letzten drei Punktspielen und im Big Ten Championship Game die Playoffs erreichen, ohne von den Ergebnissen anderer Teams abhängig zu sein. Die größte Hürde dürfte dabei das Spiel gegen Ohio State am 24. November sein, allein schon, weil es in Columbus stattfindet. Angesichts der Entwicklung der letzten Wochen wird Michigan, sofern es sich zuvor bei Rutgers und gegen Indiana keinen Ausrutscher leistet, aber wahrscheinlich nicht als Außenseiter in das Duell mit dem Erzrivalen gehen. Während Michigan seit dem Spiel bei Northwestern Ende September, das man nach einem 0:17-Rückstand noch mit 20:17 gewann, von Woche zu Woche besser wurde, wirkt Ohio State seit der Niederlage bei Purdue am 20. Oktober verunsichert. Am Samstag lagen die Buckeyes beim 36:31 gegen Nebraska zur Halbzeit noch mit 16:21 hinten.

Für Notre Dame änderte der Spieltag nichts. Die Fighting Irish gewannen bei Northwestern mit 31:21, wirkten dabei, wie bei einigen der voraufgegangenen Siege auch, nicht durchgängig souverän, werden aber, so lange sie nicht verlieren, wegen des Sieges im direkten Vergleich immer vor Michigan platziert sein und könnten damit gar nicht mehr aus den Top-Vier herausfallen. Der schwerste verbleibende Gegner ist Syracuse, gegen den man am 17. November in New York spielt. Syracuse ist eine der großen Überraschungen dieser Saison, wird nach den vielen Niederlagen anderer Top-25-Teams einen ordentlichen Sprung nach vorn machen und hatte mit dem knapp verpassten "Upset” gegen Clemson Ende September gezeigt, wozu es fähig ist.

Georgia ist das fünfte Team, das es ohne fremde Hilfe in die Playoffs schaffen kann. Die Bulldogs werden nach dem souveränen 34:17-Erfolg bei Kentucky in der Playoff-Rangliste erst einmal nur um einen Platz auf Platz fünf vorrücken. Aber mit dem Sieg in Lexington qualifizierten sich die Bulldogs für das SEC Championship Game, in dem man in einer Neuauflage des letztjährigen National Championship Games auf Alabama trifft. Mit einem Sieg im SEC-Finale könnte Georgia an Alabama vorbeiziehen. Zugegeben, ein schwieriges Unterfangen, aber, wie man im Englischen so schön sagt: That’s why they play the game. Interessant ist in dem Zusammenhang auch das: Wenn Alabama als ungeschlagener Ranglisten-Erste das SEC Championship Game gegen Georgia verlieren würde, wie weit würde der Titelverteidiger dann fallen? Wahrscheinlich nicht aus den Top-Vier heraus, und so könnte es zu der Konstellation kommen, dass Alabama zum zweiten Mal in Folge die nationalen Playoffs erreicht, ohne zuvor die eigene Conference gewonnen zu haben.

Hinter diesem Quintett gibt es eine Gruppe von fünf weiteren Teams, die noch Playoff-Ambitionen haben: die mit einer Niederlage belasteten Oklahoma, Ohio State, Washington State und West Virginia sowie das noch ungeschlagene Central Florida. Sie alle brauchen neben eigenen Siegen aber auch Niederlagen der vor ihnen platzierten Teams, und auf zwei von ihnen, Oklahoma und West Virginia, wartet noch ein besonderes Hindernis. Die beiden treffen wahrscheinlich noch zweimal aufeinander - im letzten Punktspiel am 23. November in Morgantown (West Virginia) und eine Woche später im Championship Game der Big Twelve Conference. Damit besteht die Gefahr, dass sich die beiden Kandidaten der Big Twelve gegenseitig aus dem Kreis der Playoff-Anwärter schießen.

Ein Sonderfall bleibt Central Florida. Die Knights aus der American Athletic Conference haben gute Chancen, die zweite Saison in Folge ohne Niederlage durch die Regular Season zu kommen. Dennoch werden sie die Playoffs erneut nicht erreichen. Dass Central Florida seit letzter Saison eine richtig gute Mannschaft beisammen hat, erkennt auch das Playoff Selection Committee an, aber mit ihrer Platzierung der Knights in der ersten Rangliste (12.) zeigten die Mitglieder des Gremiums, dass für sie das deutlich leichtere Programm der Knights im Vergleich zu denen der Playoff-Kandidaten aus den Power Five Conferences schwerer wiegt als eine makellose Bilanz. Der "wertvollste" Sieg in der Bilanz ist das 45:14 gegen Pittsburgh (aktuelle Bilanz: 5-4) am 29. September und das auch nur, weil Pittsburgh in der auf mittelmäßigem Niveau hart umkämpften Coastal Division der ACC momentan auf Platz eins liegt. Und die restlichen Gegner (Navy, Cincinnati, South Florida und wahrscheinlich Houston im Falle des Erreichens des AAC Championship Games) werten das Programm auch nicht entscheidend auf, zumal sich South Florida und Houston am Samstag unerwartete Niederlagen leisteten. So bleibt den Knights wohl wieder "nur" die Teilnahme an einem der New Year’s Six Bowls, in dem man dann, wie im letzten Jahr mit dem Bowl-Sieg gegen Auburn, mit einem Sieg gegen eines der besten Teams aus den Power Five Conferences seine Playoff-Tauglichkeit zeigen könnte.

Hoch - 05.11.2018

Die Michigan Wolverines haben gute Chancen, sich zum ersten Mal für die Playoffs zu qualifizieren.

Die Michigan Wolverines haben gute Chancen, sich zum ersten Mal für die Playoffs zu qualifizieren. (© Getty Images)

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