Duell der Generationen in New Orleans

Sean Payton will den siebten Sieg in FolgeIn wenigen Stunden empfangen die beiden Routiniers Drew Brees und Sean Payton die beiden Jungstars Jared Goff und Sean McVay. Es wird jedoch nicht nur ein Duell der Generationen, sondern auch ein Spiel der aktuell beiden besten Teams in der NFC. Die New Orleans Saints steht mit einem Record von 6-1 auf Platz zwei und die Los Angeles Rams führen die Conference mit acht Siegen in acht Spielen an. Somit deutet vieles auf Spiel hin, wo der kleinste Fehler über Sieg oder Niederlage entscheiden kann.

Fehler wollen möglichst die beiden Trainer vermeiden. Sowohl McVay als auch Payton gelten als die aktuell besten in ihrem Beruf und sind zudem beide "Offensiv-Genies". Beide haben immer wieder ein Ass im Ärmel, was sie nicht zögern auszuspielen. Bei McVay ist dies weitläufig bekannt, da er zum Liebling der Medien und Experten geworden ist. Bei Payton wird dies jedoch mal gerne unter den Teppich gekehrt. Dabei ist er dafür verantwortlich, dass seine O-Line wahrscheinlich die beste im Run Blocking ist und dass er Mark Ingram und Alvin Kamara zu einem der besten, wenn nicht sogar zum besten Running Back Duo der Liga gemacht hat. Die Saints laufen pro Spiel 108 Yards und zudem werden Ingram und vor allem Kamara regelmäßig ins Passspiel involviert. Damit hat Payton eine Entlastung für seinen Quarterback Brees geschaffen, sodass dieser nicht mehr für 400+ Yards werfen muss, um das Spiel für seine Mannschaft gewinnen zu können.

Ein gutes Run Game haben auch die Rams. In Todd Gurley haben sie den Leading Rusher der Liga, der 100 (!) Yards pro Spiel erläuft. Er trifft jedoch auf eine sehr starke Run Defense. Die Saints haben seit Woche eins keinem gegnerischen RB 100 Yards oder mehr erlaubt und besitzen somit die statisch beste Run Defense der NFL. Zudem werden Payton und sein Coaching Staff das letzte Spiel der Rams gegen die Packers genau beobachtet haben. Dort hatten die Packers Gurley für eine Halbzeit gut im Griff, ehe sie ihm in der zweiten Halbzeit zu viel Platz gaben. An McVay wird es daher liegen, die Probleme im Run Game aus dem Packers-Spiel zu beheben.

Besser läuft es im Passspiel. Dort haben er und sein Quarterback Goff drei starke Receiver in Brandin Cooks, Robert Woods und Cooper Kupp, wobei letzter wieder voll einsatzbereit ist. Sie spielen gegen eine Secondary, die nicht auf dem starken Level vom letzten Jahr agiert. Defensive Rookie of the Year, Marshon Lattimore, sucht noch seine Form und auch der Rest hat noch Luft nach oben. Ob Eli Apple, der von den New York Giants per Trade geholt wurde, die erhoffte Verstärkung sein kann, wird sich noch zeigen. Für die Defense der Saints wird wichtig sein, über 60 Minuten voll konzentriert und aggressiv im Pass Rush zu sein, denn nur so können sie der Offense der Rams wehtun.

Gleiches gilt auch für die Defense der Rams. Sie spielen gegen den passgenauesten Quarterback der Liga, wenn nicht sogar aller Zeiten, und das momentan wohl beste Running Back Duo der Liga. Vielleicht Arbeit wartet da vor allem auf die Linebacker um Cory Littleton, Samson Ebukam und Ramik Wilson. Die Rams haben zur Trade-Deadline noch Dante Fowler von den Jaguars geholt, um ihr größtes Problem zu lösen. Fowler soll im Pass Rush helfen und die Lücken, die Aaron Donald und Ndamukong Suh schaffen, nutzen. Auch auf die Secondary der Rams wird einiges an Arbeit zu kommen. Sie hat aber bewiesen, dass sie die gegnerischen Quarterbacks stoppen kann. So haben sie diese Saison nur 230,5 Passing Yards pro Spiel erlaubt und zweimal sogar weniger als 150 Yards erlaubt. Sollten sie dies erneut schaffen, was eigentlich unrealistisch ist, bedeutet das aber noch nicht automatisch den Sieg. Brees hat nämlich im spiel gegen die Minnesota Vikings nur 120 Pass Yards gehabt, aber sein Team hat trotzdem 30 Punkte erzielen können.

Es verspricht also ein spannendes Spiel im Mercedes-Benz Dome in New Orleans zu werden. Beide Teams wollen hierbei ihre Siegesserie ausbauen und den wichtigen Tiebreaker gewinnen. Für die Saints, die diesen bereits gegenüber den Washington Redskins und Minnesota Vikings haben, wäre das vielleicht sogar noch wichtiger, da ihr Record aktuell etwas schwächer ist. Die Rams werden dies versuchen zu verhindern und ihren neunten Sieg in Folge einzufahren.

Sebastian Mühlenhof - 04.11.2018

Sean Payton will den siebten Sieg in Folge

Sean Payton will den siebten Sieg in Folge (© Getty Images)

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