Knisternde Spannung überall

Kerryon Johnson ist der Offensivspieler der Woche mit 158 Rush Yards Das Spiel der Woche:

Baltimore Ravens(4-3) vs. New Orleans Saints (5-1) 24:23


Das vorher zum Spiel der Woche gekührte Duell brauchte eine zweifelhafte Strafe wegen Pass Interference gegen die Ravens, um auf Touren zu kommen: Die Saints mit einem Touchdown zur 7:3 Führung – gleichzeitig der 500te Touchdown-Pass von Drew Brees in seiner Karriere; die Ravens antworteten noch vor der Halbzeit durch einen langen Pass über 56 Yards von QB Flacco auf WR John Brown und Lamar Jackson holte das noch fehlende Yard zur Endzone und damit die 10:7 Pausenführung.

Die Führung der Ravens hielt lange, aber im Schlussviertel drehten die Saints auf und gingen durch zwei Touchdowns und ein Field Goal mit 24:17 in Führung. Die Ravens hatten noch einen letzten Drive – und Flacco fand seinen Lieblingsreceiver in dieser Partie, John Brown, zum 24:23.

Dass es hier keine Verlängerung gab, lag am wohl aktuell besten Kicker der Liga, Justin Tucker, der seinen Extrapunkt nicht verwandeln konnte. Sein erster vergebener Extrapunkt-Versuch zum ungünstigsten Zeitpunkt nach zuvor 222 erfolgreichen in Folge (sogar 293, wenn man Playoffs und College mitzählt).


Der Überblick

Auch in einer ganzen Reihe anderer Spiele blieb die Spannung bis in die Schlusssekunden bestehen – oder sogar darüber hinaus:

Das Wembleyspiel zwischen den Los Angeles Chargers (5-2) und Tennessee Titans (3-4) sah explosive Passing Touchdowns von Philipp Rivers zu Beginn des Spiels über 75 Yards und zum Start der zweiten Hälfte über 55 Yards, aber die Titans ließen sich nicht abschütteln. Am Ende verkürzten sie auf 19:20 und Coach Mike Vrabel wollte mit einer Two-Point-Conversion den Sieg sofort sicherstellen und nicht auf die Verlängerung vertrauen. Das gelang nicht und so verloren die Titans ihr drittes Spiel in Folge.

Bei Tampa Bay Buccaneers (3-3) gegen Cleveland Browns (2-4-1) ging es dagegen in die Verlängerung – zum insgesamt vierten Mal schon für die Browns. Möglich wurde dies durch zwei Touchdowns Clevelands durch Chubb und Landry im letzten Viertel – und zwei Fehlschüsse von Tampas Kicker Catanzaro. Der traf dann jedoch aus sagenhaften 59 Yards in der Verlängerung zum 26:23 Sieg – ein neuer Längenrekord für einen Kick in der Overtime.

Kurz vor der Verlängerung stand auch die Partie der New England Patriots (5-2) bei den Chicago Bears (3-3): Eine Hail Mary von Bears QB Mitch Trubiskey auf seinen Wide Receiver Kevin White kam auf 54 Yards; dummerweise hätte es 55 Yards für einen Touchdown und den Ausgleich gebraucht, so dass das Spiel nach einer Video Review mit einem 38:31 Auswärtssieg der Patriots, die wieder in der Spur zu sein scheinen, endete.

Überhaupt nie spannend war die Partie der immer noch ungeschlagenen Los Angeles Rams (7-0) bei den San Francisco 49ers (1-6). Rams Running Back Todd Gurley – wieder einmal – mit drei Touchdowns (zwei Running / einer Receiving) und so konnte das aktuell beste Team der Liga locker mit einem 39:10 den Sieg "im kalifornischen NFC-West Duell" entführen.

Im Sonntagnacht-Spiel überfuhren die Kansas City Chiefs (6-1 dann noch die mit der Offense des Heimteams komplett überforderten Cincinnati Bengals (4-3). Nachdem die Defense der Chiefs auch noch zwei Touchdowns beisteuerte und tatsächlich auch einmal eine Verteidigungsleistung zeigte, konnten Mannen von Andy Reid einen nie gefährdeten 45:10 Heimsieg einfahren.


Die Überraschung der Woche:

Philadelphia Eagles (3-4) gegen Carolina Panthers (4-2) 17:21


Die Tatsache des Auswärtssieges war nicht ganz so überraschend, das Zustandekommen jedoch schon: Die Eagles dominierten drei Viertel lang die NFC South Gäste und führten nach Touchdowns von WR Alshon Jeffery und TE Dallas Goedert hochverdient mit 17:0. Die Defense ließ kaum neue First Downs zu, aber im letzten Viertel schockten Cam Newton & Co die Fans des Titelverteidigers:

Ein Reverse, den Curtis Samuel zum Anschluss in die Endzone der Eagles lief, sowie Pässe zu Devin Funchess und TE Greg Olsen stellten den Spielverlauf komplett auf den Kopf. Die Eagles hatten einen letzten Drive, konnten die Partie aber nicht mehr drehen, und rutschen damit auf 3-4 ab.


Die Offensivspieler der Woche:

Running Back Kerryon Johnson, Detroit Lions


Nach vielen Jahren mehr oder weniger ohne ernstzunehmendes Running Game haben die Detroit Lions jetzt wieder einen Mann, der den Titel Running Back auch verdient: Rookie Kerryon Johnson lieferte 19 Rushes für 158 Yards und weitere 21 Yards durch Receptions ab und half so den Lions, einen kaum gefährdeten 32:21 Auswärtssieg in Miami einzufahren.

Alleine 71 Yards holte er mit einem einzigen Lauf, konnte jedoch das i-Tüpfelchen des Touchdowns nicht mehr setzen.

Running Back Kareem Hunt, Kansas City Chiefs

Gleich mehrere i-Tüpfelchen in Form von Touchdowns setzte Kareem Hunt gegen die Bengals - er scheint blindes Verständnis mit seinem elektrisierenden Quarterback Pat Mahomes zu besitzen: Zwei Passing Touchdowns, ein Running Touchdown und 141 Yards Combined waren sein starker Arbeitsnachweis am Ende einer - auch wegen ihm - sehr einseitigen Partie im Sunday Night Game.


Der Defensivspieler der Woche: Defensive End Carl Nassib, Tampa Bay Buccaneers

Nassib dürfte dem ein oder anderen als "Finanzberater" für seine Teamkollegen aus der letzten Hard Knocks Staffel bekannt sein. Im Camp noch bei den Browns, wurde er bei den letzten Cuts entlassen und heuerte umgehend in Tampa Bay an. Klar, dass er natürlich für diese Partie extra motiviert war.

Zwei Sacks und ein abgewehrter Pass halfen den Buccaneers zu einem Sieg nach Verlängerung – und für Nassib war der sicher noch etwas erfreulicher als für seine Teamkollegen.


Der Tipp zum Montagsspiel:

Atlanta Falcons (2-4) vs. New York Giants (1-5)


Die Atlanta Falcons hatten viele vor der Saison an der Spitze der NFC South gesehen, aber sie leisteten sich einen Fehlstart; vor allem die Defense, geschwächt durch etliche Verletzungen, enttäuscht auf ganzer Linie. Der Traum von einer Teilnahme am "Heim-Super Bowl" ist momentan in weiter Ferne.

Die Giants mussten dagegen eine herbe Niederlage im Thursday Night Game gegen die Eagles wegstecken, bei der außer Rookie Running Back Saquon Barkley mehr oder weniger das komplette Team versagte.

Tipp: 28:21 Falcons


Nächste Woche gibt es...

...das letzte London Spiel in diesem Jahr mit Jaguars (3-4) gegen Eagles (3-4)
...die Carolina Panthers (4-2) zu Hause gegen die Baltimore Ravens (4-3)
...das "Rückspiel" zum Unentschieden der Pittsburgh Steelers (3-2-1) gegen die Cleveland Browns (2-4-1)
...die immer noch ungeschlagenen Los Angeles Rams (7-0) gegen die Green Bay Packers (3-2-1)
...und last but not least die Minnesota Vikings (4-2-1) in einem starken Sunday Night Game gegen die New Orleans Saints (5-1)

Könnte schlechter ausschauen...viel schlechter!

Danke fürs Dabeibleiben und bis zur Spieltagsvorschau am Donnerstag!


Carsten Keller - 22.10.2018

Kerryon Johnson ist der Offensivspieler der Woche mit 158 Rush Yards

Kerryon Johnson ist der Offensivspieler der Woche mit 158 Rush Yards (© Getty Images)

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